Im Menschen stellen zwei Faktoren das persönliche Ich dar, nämlich zuerst ist der Verstand, der die Sache begreift, um welche es sich handelt, diesem zur Seite der Wille, welcher der Auswirker des in Gedanken Begriffenen und Verstandenen ist.
Wenn der Verstand und Wille eins sind, dann nennt man sie das Gemüt, welches den Charakter des Menschen bildet, und das nennt man wissenschaftlich den Geist des Menschen, der aber gut zu unterscheiden ist von dem Geiste Gottes im Menschen. (Nach Paul in Briefen an die Korinther und Römer, vorn Seite 12.)
Das Gemüt stellt das Leben des Menschen vor; denn wie der Mensch etwas versteht, so lebt und handelt er und so ist sein ganzes Wesen im Reden und Tun beschaffen.
Der Verstand stellt in göttlicher Ordnung das Wahre, der Wille aber das Gute vor; denn er Mensch muß zuerst eine Sache verstehen, sie richtig begreifen, dann erst, wenn er das Wahre darin versteht, kann er das Gute daraus ziehen und zu seinem Lebensziel machen.
Es muß immer das Gute, welches die Liebe und das Wahre, welches die Weisheit vorstellt, zusammen sein, weil aus diesen beiden die höhere geistige Wahrheit zusammengestellt ist und weil diese Wahrheit den Charakterzug des Menschen bildet, deshalb nennt man ihn das Gemüt, und dieser ist der Lebensgeist des menschlichen Tuns und Lassens, daher der Geist des Menschen genannt.
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