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47. Ein Jude, der auch im Himmel Geschäfte und Handel betreiben will

(Der Anführer gibt eine ruhige Aufklärung dem geschäftseifrigen Juden. Himmlische Mahlzeit. Die Engel singen einen Psalm dazu. Die Juden denken nach, wie sie auch einen so guten Wein, Brot und Obst zum Handel treiben herschaffen könnten. Der Judenort wird durch ein großes Erdbeben verschüttet und das Heulen der Juden darüber. Der Anführer tröstet sie und verspricht für sie zu sorgen, wenn sie nach Jesu Lehre leben wollen. Das Angebot gefällt ihnen.)

Darauf fragte Mich ein Jude: „Höre Freund! Ist im Himmel auch ein Geschäft zu machen? Denn siehe, ich bin alt geworden im Kaufen und Verkaufen, und wo kein Handel, da kein Verdienst. Dort ist auch kein gutes Leben. Ich bin nur für den Handel und dieser hat mich immer ehrlich ernährt, und so habe ich auch im Geisterreich mich auf das Handeln verlegt und lebe davon. Religion, Messias, das alles ist Sache der Rabbiner und nicht unsere.“

Ich hörte ruhig zu und sagte darauf: „Nun sage Mir, weswegen betreibst du den Handel, wenn nicht, um gut zu leben und glücklich zu sein? Du hast Maria gesehen, welch herrlicher Geist sie ist und siehe, auch du kannst das werden. Was das Essen und Trinken betrifft, will Ich euch allen die Beweise geben, wie man im Himmel speist, und so bleibet ihr Meine Gäste. Gefällt euch Meine Kost nicht, dann könnt ihr tun, was ihr wollt. Gefällt sie euch und wollt ihr bei Mir bleiben, dann müsst ihr die Lehre des Messias Jesus Jehova Zebaoth befolgen. Zwingen aber will Ich niemanden, sondern es steht euch frei, zu tun nach eurer freien Verfügung.“

Nach dieser Erklärung berief Ich die Engel und trug ihnen auf, Wein, Brot und Obst für alle zu holen. Wie gewöhnlich, war alles in einigen Minuten haufenweise vor Mich hingestellt. Nun streckte Ich Meine Hände darüber, segnete es und ließ es verteilen. Sogleich versammelten sich wieder die Engel bei Mir und warteten auf die weitere Order. Diesmal ließ Ich einen Psalm singen, der die Juden so nervös machte, dass sie baten, aufzuhören, denn sie könnten die Schönheit der Stimmen nicht ertragen.

Worauf Ich sagte: „Das macht eure materielle Gesinnung mit eurem fortwährenden Kaufen, Verkaufen und Handeln. Sehet, hier sind einige darunter, die auch sehr tief in Materie begraben waren, aber sie haben alles weggelassen aus ihren Gedanken und haben Meine Lehren angenommen und sie fühlen sich sehr glücklich dabei. Jetzt aber setzet euch und verzehret die Mahlzeit.“

Die Juden konnten sich nicht genug verwundern über die außergewöhnliche Güte der Mahlzeit und dachten nach, wie sie auch so etwas Gutes erzeugen könnten, um damit Handel zu treiben.

Kaum abgespeist, entstand ein furchtbares Erdbeben, und unter donnerndem Krachen löste sich ein Teil des Berges über dem Bergkessel ab, wo die Judenortschaft lag, und verschüttete hoch den ganzen Ort. Ein fürchterliches Geheul war die Folge dieses Ereignisses unter den Juden, welche dadurch zu Bettlern gemacht wurden und jammerten und klagten über das große Unglück, das ihnen widerfahren war.

Ich aber wandte Mich zu ihnen und sagte: „Was liegt an euren Fetzen und Tand? Ich sagte euch, dass ihr bei Mir um nichts zu sorgen habt als bloß die Lehre Jesu zu erfüllen, alles Übrige ist dann Meine Sorge.“

Dieses Angebot gefiel ihnen, denn die Juden sind gescheit und verstehen aus allem ihren Vorteil zu schlagen.

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