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Von der herablassenden Liebe Gottes

399. – 25. März 1884  Von der herablassenden Liebe Gottes

„Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle heiligen Engel mit Ihm, dann wird Er sitzen auf dem Stuhle seiner Herrlichkeit!“ (Matth. 25, 31.)
 

Liebe Kinder!

Ich habe euch schon öfter gesagt, daß Meine Herrlichkeit sich am größten in Meiner herablassenden Liebe zeigt, und darum werdet ihr den Sinn dieser Worte besser verstehen, als Solche, die noch zu viel Werth auf Mein äußeres Erscheinen als König und Richter in großer Pracht legen. Ihr sollet euch aber auch im Stillen auf Mein Kommen vorbereiten, und euch würdig zu machen suchen, damit, wenn Ich bei euch anklopfe, ihr Mir mit Freuden entgegen kommet.
           
Ist euer Herz fähig gemacht Mich aufzunehmen, so werde Ich in Meiner großen Herrlichkeit, d.h. in Meiner großen Liebe, Einzug halten; weil diese Meine Herrlichkeit in Meiner herablassenden Liebe besteht, welche trotz eurer vielen euch noch anklebenden Schwachheiten und Fehler, doch immer mehr sich euch zuwendet, bis ihr ganz für Mich gewonnen seid.
           
Bei dieser Arbeit an euch dürfen auch die Engel und seligen Geister teilnehmen, und zwar so, daß wenn eine Seele in diesen innigen Verkehr mit Mir kommt, auch die Engel und Seligen sich darüber freuen, und führbittend zu mir kommen, um solch strebsame Seelen durch ihre Beeinflussung schützen zu dürfen, was Ich oft in einem hohen Grade zulasse, so daß eine solche mit Mir verbundene Seele diese Schutzgeister oft ganz in ihrer Nähe ahnt und fühlt, und oft auch augenscheinliche Beweise von der liebenden Fürsorge solcher von göttlicher Liebe durchdrungener Wesen erhält.
           
Es ist in obigen Worten der Standpunkt der Seelen angedeutet, und die Verherrlichung des Sohnes geschieht und wiederholt sich also täglich, bald an dieser bald an jener Seele, und wird sich auch an ganzen Gemeinden und Völkern fühlbar machen, wenn dieselben eine Sehnsucht nach Mir haben.
           
Weil aber durch die große Verstockung in Materielle diese Sehnsucht beinahe erloschen und nur noch bei gar Wenigen vorhanden ist, und also Mein Kommen für die meisten Menschen keinen Werth mehr hat, deshalb muss diese Sehnsucht in ihnen durch allerlei Mittel wieder mehr geweckt werden, und dazu sind leider Trübsal und Leiden geeigneter, als äußeres Wohlbehagen.
           
Der Fürst der Finsternis kennt diese Einrichtung genau, und lässt es, wenn Ich anklopfe, nicht fehlen, so viel als möglich eine einzelne Seele oder die Mehrzahl der Menschen dann zu belügen, als ob Ich nun als unbarmherziger Richter erscheine, während gerade in solchen Stürmen Meine erbarmende Liebe verborgen ist, die sich dadurch nur die Wege ordnet zu Meinem Erscheinen!

Amen! Euer Vater!

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