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Winke zur Adventszeit

427.  – 7. Dezember 1884  Winke zur Adventszeit, (vom verstärkten Geister-Einfluß)

Es ist die Adventszeit die Zeit, wo im Geisterreiche eine große Tätigkeit herrscht, sowohl bei den guten, als unter den bösen Geistern. Die guten Geister freuen sich in der kommenden Weihnachtszeit auf eine Erhöhung ihres Einflusses bei den Seelen, weil dieselben nach der Kirchenlehre belehrt, solche Feste mehr schätzen, und sich da bemühen recht andächtig zu sein, um diese Festtage wenigstens durch Beobachtung der äußeren Formen würdig zu feiern.

Obwohl dieses keinen hohen Wert hat, was bloß äußerlich geschieht, so liegt doch ein Segen für Solche darin, weil ihre Schutzgeister ihren guten Willen, welcher den Geboten nachzukommen sucht, benützen, welch letztere zwar größtenteils menschlich ausgeformt worden sind, aber ihr Ursprung geht doch von Mir Selbst aus, und darum Ich diese Feier als Mir dargebracht segne. So ist es möglich, in solchen Zeiten mehr geistig zu segnen als in sonstigen Zeiten, wo die Berufs-Arbeit weniger Zeit erlaubt an Mich und Mein Reich zu denken; und deshalb knüpfen die Schutzgeister an diesen Segen an, und bitten für ihre Schutzbefohlenen. Dieses Drängen und Antreiben macht sich dann den Menschen fühlbar, und erkenntlich in verschiedener Weise, bald im Traumleben, bald in Ahnungen, bald in Gesichten u.s.w.

Aber auch die bösen Geister sind tätig Wache zu halten, dass keine Seele auf ihre Seite entrinne, und sie toben daher überall, wo es nur möglich ist, sie machen den Gemütern bange, und benützen jede Gelegenheit ihre Untergebenen zum Bösen anzutreiben, und den Menschen Spuk zu spielen; ja, wo sie im Herzen der Menschen Herberge finden, da halten sie gemeinschaftliche Freudenfeste, und toben so, dass solch ein besessener Mensch ihr Spielball ist, oft denkunfähig, aufgeregt und zu jeder bösen Handlung fähig wird. Es ist die Adventszeit ein Schattenbild auf dem Geistergebiete davon, wie es bestellt war vor Meiner Geburt in’s Fleisch; denn jedes Jahr wiederholen sich die Entsprechungen Meines Erdwandels im Laufe der Feste, durch die Kirchenordnung gegeben. Es ist also jede Zeit der christlichen Festtage eine besondere Gnadenzeit für Solche, welche sie würdig zu feiern sich bemühen.

Wenn euch nun in solchen Zeiten Fälle vorkommen, welche euch rätselhaft erscheinen, so ist es dem stärkeren Einflusse der Geister zuzuschreiben, welche von Mir aus Freiheit erhalten, solches tun zu dürfen; wenn ihr dann aber euch von unsauberen Geistern mehr umlagert fühlet, so kommet zu Mir um Hilfe; denn ihr sollet von denselben nicht über euer Vermögen versucht werden. Somit hätte Ich euch nun etwas Licht gegeben über die Vorkommnisse in solchen Zeiten, welche bald mehr, bald weniger einem Menschen bemerkbar sind, je nach seinen geistigen Anlagen. Möge diese Mitteilung euch antreiben, euch desto mehr auf Mein Erscheinen bei euch zu rüsten.   

Amen. Euer Jesus.

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