433. – 3. Januar 1885 Vom Brot zum ewigen Leben
Da sprach Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich Ich sage euch: Moses hat euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern Mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. „Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt, und gibt der Welt das Leben. Da sprachen sie zu Ihm: Herr, gib uns allweg solches Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu Mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an Mich glaubet, den wird nimmermehr dürsten!“ Jobs. 6, 32 – 35.
Liebe Kinder!
Als dort das Volk von Mir mit Brot und Fischen gesättigt wurde, da war es nicht allein aus leiblichem Interesse Mir sehr dankbar und wollte Mir nachfolgen, sondern ehe diese Sättigung geschah, hatte es den ganzen Tag noch Nichts gegessen; es war bei ihm eine Aufnahme geistiger Speise vorausgegangen, darum wollte Ich dasselbe Volk hinweisen auf den höheren Genuss, welcher stärkt zum ewigen Leben, was aber von ihm nicht verstanden wurde, sondern es wollte zuvor Zeichen sehen, und berief sich auf Moses, als den höchsten Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Dies ist heutzutage wieder der Fall, die Menschen wollen die Wahrheit mit äußerlichen Wundern bekräftigt haben, weil ihnen das Zeugnis des h. Geistes fehlt, welches ihnen die Kraft des Evangeliums aufdecken soll.
Die damaligen Zuhörer Meiner Worte suchten noch etwas, das sie befriedigen sollte, darum Ich ihnen das Brot vom Himmel anbot: Meine göttliche Lehre; allein, sie waren eben auch zu materiell geworden, und verstanden daher die Sprache in geistigen Dingen nicht, sondern deuteten Alles aufs Natürliche, und so fand Ich wenig Eingang in die Herzen, und nur weil Mein Wort eine göttliche Aussaat ist, dieses also den ewigen Frühling und Sommer in sich birgt, und stets sich wiederholt zu keimen und zu reifen, so musste Ich oft Worte reden, deren Sinn gar Wenige verstanden, und auch bis heutzutage noch von Vielen nicht verstanden wird; aber sie denken doch auch darüber nach; daher sie auch keine Lebenskraft in sich fühlen, auf dass sie sich freuen könnten auf das Fortbestehen im ewigen Leben; denn sie haben keine Erquickung für ihren schmachtenden Geist:
Ich bin das Brot des Lebens! Ich als die ewige Liebe! Wer zu Mir kommt, und Meine Liebe, durch den Gehorsam Meinen Willen zu erfüllen, sich zu erwerben sucht, dessen Verlangen nach Befriedigung des Geistes soll gestillt werden; denn er wird sich stets gestärkt fühlen. Drum ist die Liebe zu Mir die erste Bedingung für Solche, welche zum ewigen seligen Leben eingehen wollen, und so lange sie ihren Hunger und Durst mit etwas Anderem zu stillen suchen, werden sie ungesättigt und unerquickt bleiben, auch keinen Vorgeschmack der ewigen Seligkeit in sich tragen. (V. 47.) „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben; denn Ich bin das Brot des Lebens!“
Amen Euer Jesusvater.
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