483. – 29. November 1885 Zum 1. Advent
Liebe Kinder!
Auch ihr seid Meine Kinder, welche Ich berufen habe in meinem Dienste zu arbeiten, und Ich will Mich zu euch halten; es soll in jeder Not und Zeit die Quelle des lebendigen Wassers euch zufließen und nicht versiegen, so ihr nicht selbst mit allem Muthwillen den Kanal verunreiniget, durch welchen es euch zukommt. Nicht allein ihr, sondern noch Viele sollen sich daran laben, in dieser von allen wohltuenden Lehren und Wahrheiten entblößten Zeit der geistigen Dürre, wo die in der heiligen Schrift enthaltenen Wahrheiten entstellt und verdreht werden.
Aber Ich komme *) und richte wieder auf, was darnieder liegt; der große Advent bricht an und ist für euch schon da; denn gleichwie Ich zuerst durchs Wort Mich den Menschen einst näherte, sowie durch Verheißungen, also ist es auch jetzt wieder das Wort, welches Meinem persönlichen Erscheinen vorausgeht. Je mehr ihr euch durch Meine Worte reinigen lasset, desto näher kommt die Zeit, in welcher Ich die Meinen (persönlich sichtbar) besuchen kann.
Wenn daher noch manche Reinigungsmittel an euch angewendet werden, um euch tüchtig zu Meinem Empfange zu machen, so betrübet euch nicht darob, sondern freuet euch vielmehr; denn ich werde nicht allein, sondern mit all den Meinigen kommen, und Meinen vollen Segen euch bringen. Dies ein kleiner Adventsgruß an die Meinen! Von eurem treuen Vater.
*) „Ja komm, Herr Jesu! komme bald!“ – daß sei der Grundton unserer Herzenswünsche D. Hsg.
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