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8.- Geben ist seliger als Nehmen

8.- „Geben ist seliger als Nehmen“

Den 22. Januar 1880.
 
Meine lieben Kinder!

Ihr eifert für Mein Wort, und somit für Mich Selbst, aber ihr sollet dabei bedenken, daß Mir euer Herz als Opfer das Angenehmste ist. Gebet daher eurem Bruder ein Beispiel, daß nicht Gaben und Opfer es sind, welche Mir gefallen, sondern ein Herz voll Bruderliebe, gleichwie einst Abraham gesinnt war, und sprach: „willst du zur Rechten, so gehe ich zur Linken“, und überließ den besseren Teil seinem Bruder Lot; also haltet ihr es auch; seid zufrieden mit dem, was der Bruder euch übrig lässt, es geht ja diese Handlung zunächst Mich Selbst an, und dann erst euch, als Meine dazu berufenen Diener, oder habt ihr nicht soviel zu glauben gelernt, daß Ich nicht an die Zahl der Schriften gebunden bin, und euch, gleichwie den Abraham, dafür doppelt segnen kann? Doch, liebe Kinder, ihr habt euren freien Willen, untersucht selbst, was Mir am wohlgefälligsten ist, ein Rechtseifer, oder die wahre Bruderliebe, die um Meinetwillen ihn trägt, und duldet. Darum wählet, Ich, der Herzenskündiger, werde erst nachdem ihr gehandelt habt, mit Meinem starken Arm eingreifen; so segne Ich auch heute euer Beisammensein mit dem Zurufe: „Fürchte dich nicht – du kleine Herde“ u. s. w., wenn gleich nicht immer nach eurem Sinne, so doch zu eurem Besten Euer Vater in Jesu.

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