← Zurück zu „Vaterbriefe Band 3“

32.- Führungswinke vom himmlischen Vater

32.- Führungswinke vom himmlischen Vater.

Den 23. Januar 1884.
 
Mein lieber Sohn!

Schon lange sind dir einige Worte von Mir zugedacht, welche Ich aber aus verschiedenen Gründen hinausschieben mußte, und die Ich jetzt dir anführen will, damit du daraus ersiehst, wie Ich in dem kleinen Kreise regiere, in welchen auch du eingereiht bist. Ich kann dabei jeden Einzelnen des Prozesses der Probe und Läuterung nicht überheben, sondern lasse deshalb oft durch Meine jenseitigen Diener starke Beeinflussungen zu, elche solches herbeiführen, was aber von den meisten Meiner Nachfolger nicht anerkannt, wenigstens nicht als eine Gnadenführung, sondern als „Anläufe des Teufels“ betrachtet wird.

Wäre dieses den Menschen durch die Erleuchtung des heiligen Geistes mehr aufgedeckt, so würde in manchen Fällen die Geduld mit den Schwachen besser Probe halten, und Vorkommnisse, welche oft friedestörend vor euren Augen stehen, dankbar geprüft werden. Es ist dieses ein unsichtbares Zurichten der Steine zum großen Tempelbau, wo eben noch viele Ecken mit dem Meisel zu bearbeiten sind (als geistige Freimaurer). Siehe, darum betrübe auch du dich nit um deinen Zögling der zwar Mich liebt und Mich will, aber noch zu eckig zum Einfügen ist. Meine Gnade ist es, die mitwirkt denselben durch allerlei Kupfer und Stupfer mehr auf sich selbst aufmerksam zu machen; und weil ihr Alle, welche ihn lieben, eure Fürbitte für ihn einlegt, so will Ich Mein Gnadenakt an demselben beweisen, ihm aufdeckend, daß er aus Liebe zu Mir noch Vieles ablegen muss, woran die Übrigen im Bunde ein Ärgernis nehmen, und zwar weniger um ihrer selbst willen, als weil sie befürchten, die Ehre Meines Namens gefährdet zu sehen, bei Solchen, die begierig nach dem Himmelsbrote verlangen, welche sinnen aber dadurch unverdaulich vorkommt, wegen dem übelriechenden Gewürz, welches ihnen von einem sein wollenden Diener von Mir gleichfalls als göttliche Speise dazu angeboten wird, während es doch nur ein Produkt seines Verstandes ist. (Matth. 16, 6.)

Fasset ihr dieses ins Auge, so dürfet ihr wohl mit Ernst über ihn wachen, eure göttliche Liebe segne Ich dabei; doch – will er in seinem Eigendünkel verharren, so weiß Ich Mittel, die ihn belehren, vielleicht aber bittere Folgen haben, denn Ich will kein Gemengsel in Meinen Wahrheiten, sondern die Stimme des Vaters oll Meine Kinder lauter beglücken, und sie weder verwirren noch beängstigen! Durch göttliche Beeinflussung wurde einst ein Bild gemalt, ein Hirte, der ein Lamm aus den Dornen zu ziehen sucht, wobei er manchen Stachel in die Hände bekommt; es ist dieß eine schöne Entsprechung Meiner Vater- und Hirten-Liebe, der Zeitgeist hat jetzt dieses Bild für altmodisch erklärt, denn es will Niemand an dieselbe erinnert werden; aber ihr als Meine strebsamen Kinder blicket im Herzen auf dieses Bild, wenn eine saure Arbeit euch aufgetragen wird, Mein Vatersegen begleitet euch.

Euer Jesus. (Siehe das Bild am Schluß.) D. Hsg.

← Zurück zu „Vaterbriefe Band 3“