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36.- Für angehende Vatermedien

36.- Für angehende Vatermedien

Den 27. März 1884.

Meine lieben Kinder!

Ich muss euch wirklich wunderlich führen, denn die Zeit, in welcher ihr jetzt lebet, erfordert es, daß ihr im Vertrauen erstarket, und ohne jede freudige Aussicht dennoch Mir treu dienen wollet, so wie Ich euch dazu berufen und belehrt habe. Es ist jetzt nötig, daß ihr so viel als möglich unbeachtet bleibet und gering gehalten seid, damit euch keine nähere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Darum haltet still im Gebet, und glaubet fest, daß noch viel Arbeit auf euch wartet; deshalb Ich auch euch Alle stärken will, und euch Meine Worte in die Feder diktieren werde, wozu ihr aber noch große Vorübungen machen müsset; doch sollet ihr nur auf Meine Liebe blicken, die Alles wohl, ja am besten macht, und sollet darauf achten, daß ihr sicher seid, daß ich es bin, Der mit euch spricht, was am besten dadurch herausgefunden werden kann, wenn ihr nach nicht lange anhaltendem Schreiben dasselbe leset, und dann euch wieder in ein Herzensgespräch mit Mir einlasset. Ich muss euch auf diese Art ganz langsam zum Hören auf Mich bringen; denn ihr seid schon zu weit voran im (Verstandesleben und) Selbstdenken über Mich, und fühlet dann in diesen Momenten nicht, wie Ich so ganz brüderlich nach menschl. Weise mit euch reden will. durch den (Herzens-) Gedankenkanal, der für Mich in diesen Augenblicken ganz allein offen stehen soll, und wenn es Anfangs nur zwei Worte sind, die rein hindurchfließen, so wird es nach und nach doch zu größeren Ansprachen kommen.*) Ich gebe diese Erläuterung, damit Meine Kinder sehen, wie Ich mit ihrem regen Eifer zwar einverstanden bin, aber auch wie nötig es ist denselben durch allerlei Zwischenfälle zu ordnen.

Wenn Ich nicht eile, o so seid auch ihr nur ruhig, wenn ihr auch glaubet es habe ein Misslingen stattgefunden; schauet auf Diejenigen zurück, die diese Schule schon seit vielen Jahren durchlebten, und prüfet ob sie zu Schanden wurden, bei allen Gefahren, welche ihnen den Untergang drohten. Und so segne Ich euch heute abermals – als euer Lehrmeister Jesus Christus, gestern und heute und in alle Ewigkeit!

Amen!

*)Im christlichen Glaubensbekenntnis heißt es ja: ich glaube an die Gemeinschaft (also Verkehr, innere Verbindung) der Heiligen (d. i. der Seligen), denn auf dieser Welt sind doch diese nicht zu suchen, d. h. es bedeutet für diese Welt die wahren Gläubigen jeder Richtung als Kinder Gottes, und desgleichen die Drüben als Selige! Denn der Geist ist’s Der uns zu Kindern Gottes – des Urgeistes macht, ob sie schon im puren Lichtleibe oder noch im irdischen Überkleide sind, das ist Nebensache.  D. Hsg.

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