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44.- Zum heiligen Abend

44.- Zum heiligen Abend

Den 24. Dezember 1884.
 
Meine lieben Kinder!

An Meinem Geburtsfeste war es den ersten Jüngern und Meinen Nachfolgern ein Bedürfniß sich gegenseitig ein zeichen der Liebe zu geben, und weil in der Liebe die Erfüllung Meines Willens liegt, so nahm auch Ich Antheil an dieser Formel, mit welcher dieselben an Meine irdische Geburt erinnerten, und zum gemeinschaftlichen Gebet aufforderten.

Nun ist es aber zum Missbrauch geworden, denn anstatt durch solch kleine Geschenke die Liebe zu Mir anzuregen und zu erhöhen, tritt (durch Bereicherung) in großen Geschenken, wie es bei den reicheren Scheinchristen der Fall ist, ein Eigennutz, ein Prahlerei und Großtuerei an Stelle  der Liebe, so daß an diesem Tage weit mehr Versuchungen zur Sünde stattfinden, als in andern Zeiten; die Hab- und Genusssucht wird am meisten dann gepflegt, und gar Wenige wenden sich mit ihren Blicken nach Bethlehem an Meine Krippe, wo Ich als Kind ihnen liebend entgegen lächle; bedenket, daß ich nun Anspruch auf Mein Reich machen möchte, nachdem Ich Mich in den verflossenen 1000 Jahren als einen mächtigen liebevollen und langmütigen König bewiesen habe, Welchen keine Macht hindern kann an der Ausbreitung Seines Reiches; und doch – die Mehrzahl der Menschen trotzt Mir, und liebt die Weihnachtsfeier nur als einträglichen Gebrauch; aber auch ein anderer Teil murrt dagegen, weil sein materielles Interesse dabei Not leidet, weil er muss, nicht um Meinetwillen, sondern um seiner eigenen Ehre willen, Weihnachtsgeschenke austeilen, welche dann aber mehr Fluch als Segen bringen.

Nun diese, welche als Kinder ihres himmlischen Vaters Mich durch ihre gegenseitige Liebe erfreuen wollen, und in diesem Sinne einander zu erfreuen suchen, damit auch Ich Anteil daran nehmen kann; sie sind schwer zu finden, und werden immer weniger an der Zahl gegen frühere Zeit; denn auch in dieser Beziehung übt de Weltgeist auf Meine Kinder schon viel Einfluss. Wollt ihr nun es mit Mir halten, so erfreuet einander mit solchen Gaben, die euch Not sind, und auch im Materiellen wenig Luxus zeigen, auf daß die Weltmenschen an euch erkennen, daß Ich euch Alles in Allem bin, und eure Gefühle wie euer Ahnen euch mehr beglückt, und ihr nicht durchs Äußere euch abziehen wollt lassen von der Weihe, welche euch den Segen von Oben bringt. So wird euch der schönste Christtag werden, und eure armen Mitmenschen werden nicht neidisch auf euch blicken, besonders wenn ihr derselben mehr gedenket als eurer selbst. So merket wenigstens unter euch auf diese Meine Worte! 

Amen! Euer Jesus-Vater.

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