46. – Am Sylvester-Abend 1884/85.
Liebe Kinder!
Auch Ich, als euer Vater, will den Jahreswechsel, an welchem ihr mehr angetrieben werdet zur stillen Betrachtung eurer selbst, wie eurer Führungen im verflossenen Jahre benützen, um euch so Manches vor euer Gedächtnis zu führen aus diesem Zeitabschnitte, von dem, was wir da miteinander gesprochen und einander versprochen haben. Denket nach, ob Ich nicht Alles erfüllte, was Ich euch verheißen habe; seid ihr nicht stets leiblich und geistig gesättigt worden, und zwar nicht sparsam, sondern in Fülle.
Und Ich sage euch, Ich konnte Meiner Leibe gegen euch walten lassen in väterlicher Weise darum, weil Ihr Mir treu geblieben seid, und Meinen Willen höher geachtet habt, als die augenblickliche Abnahme eurer Sorgen; es war für euch eine Hiobsprobe, welche eine viel größere Bedeutung für Mich und euch hat, als ihr je im irdischen Leben verstehen könnet. Wenn Jemand im verflossenen Jahre eine besondere Freude erlebt hat, so erinnert er sich am Jahresschlusse daran, warum sollte Ich als Vater unter euch nicht über Meine Freude Mich äußern für euer unerschrockenes Zeugnis von meiner herablassenden Leibe in dem Verkehre mit euch, und so will Ich das nächste Jahr für euch zeugen! Dies glaubet und vertrauet eurem euch treu liebenden Vater. „Den Frieden gebe Ich euch, Meinen Frieden lasse Ich euch, von nun an bis in Ewigkeit!“ (Joh. 14, 27.)
Amen!
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