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4. September 1881
"Ich habe ihnen gegeben Dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch Ich nicht von der Welt bin." – Johannes 17, 13. 14 –
Liebe Kinder!
Diese Bitte sprach Ich einst als euer Jesus aus an die ewige Liebe in Mir, damit Meine damaligen Jünger sowohl als wie Meine späteren Nachfolger erkennen sollen, daß zwischen Mir und dem Vater eine Verbindung stattfindet, die durch harmonisches Wollen hergestellt ward.
Ich betete zum Vater als Mensch, oder Meine Seele unterordnete ihren Willen dem göttlichen Geiste, und somit war sie nicht mehr von der Welt, sondern sie erkannte ihre Abstammung und war Eins mit dem Geist oder mit sich Selbst.
Darum sagte Ich auch: Ich und der Vater sind Eins.
Und so wie Ich Mein Menschliches mit der Gottheit oder mit dem Vater vereinte, so sollen es gleichfalls Meine Nachfolger tun. Auch sie sind Kinder und haben die Anlagen in sich, ihr Menschliches nach Meinem Bilde zu veredeln, wozu Ich Meinen Geist in sie gelegt habe; auch bei ihnen soll eine Verbindung stattfinden, durch Unterordnen ihres freien Willens unter die Einflüsterungen des Geistes, und dazu haben sie das Vermögen, Gutes und Böses zu unterscheiden.
Mein Geist ist es, der solches in ihnen bewirkt und sie zu veredeln sucht. Darum konnte Ich von ihnen sagen: Sie sind nicht mehr von der Welt, weil ihr Streben und Tun sich nach Meinen Worten richtete.
Obgleich sie noch zu schwach waren, um gegen die Einflüsterung der Kreatur zu kämpfen, so war ihr Wille doch einmal aus Liebe zu Mir darauf bedacht, mit Mir in Liebe vereint zu bleiben, und sie wendeten ihre Gedanken von den weltlichen Sorgen und Ansprüchen ab; darum Ich ihnen auch das Zeugnis ausstellen konnte, daß Ich in ihnen verklärt sei.
Sie hatten Mich in ihr Herz als erstes und höchstes Gut aufgenommen; deshalb auch Meine Liebe so sehr für sie bat, damit sie nicht mehr in die alten weltlichen Gewohnheiten zurückfallen sollten; denn von der Welt sie abzuberufen, hätte für sie keinen Gewinn gebracht, sondern das treue Aushalten im Probeleben macht ja den Menschen erst zum wahren Kinde Gottes.
So zähle Ich alle diejenigen, welche aus Liebe zu Mir ihre innere Stimme, welche von Meinem Geist ausgeht, zur Richtschnur ihres Verhaltens nehmen, zu denen, welchen Ich einst sagte: " Sie sind nicht von der Welt," sondern sie haben das göttliche Wort in sich, das da fähig ist, sie in Wahrheit zu heiligen, und so kann mein Drang zur Verbindung mit Wesen nach Meinem Bilde jetzt gestillt werden, weil Mir als Gott nun eine Liebe geboten werden kann, die aus sich selbst heraus, aus dem Menschlichen frei hervorgeht, und deshalb nicht als ein Zwangsopfer dasteht.
Denn eine Liebe, welche durch eine Bedingung muß erpresst werden, ist keine wahre und echte Liebe nach Meinem Sinne, hat deshalb auch vor Mir keinen Wert, sondern sie muß aus freiem Entschluß geboten werden, ehe sie sich mit Mir als der Ewigen Liebe vereinen kann.
Diese Liebe mußte Mein Menschliches ebenfalls erringen, bis es wieder ganz mit dem Vater oder der göttliche Liebe harmonisch ward. Diese große Aufgabe kann nur durch Beeinflussung des Geistes geschehen; darum Ich all die Meinem dem Geiste übergab, der von Mir ausging, (als Tröster und Lehrer) und der somit ein dreifaches Amt auf sich hat: als Vater, Urgrund oder Zeuger der Menschen, als Sohn, Mittler und Erbarmer, und als (Geist) Lehrer, Tröster und Ermahner, ewig tätig an demselben, wozu nur Liebe die Unterlage bildet, von Anbeginn der Erschaffung bis zum Ende des Lebens eines jeden Menschen.
Also war Mein Gebet damals eine Unterredung Meines Menschlichen mit dem inneren Göttlichen, um dadurch Meinen Nachfolgern klar zu zeigen, wie enge sie mit Mir und dem Vater im Zusammenhange stehen!
Ich sprach Mein großes Verlangen darin aus, ewig mit denselben vereint zu sein; darum liebe Kinder, wenn ihr diese Worte leset, bittet auch ihr um den heiligen Geist, der in alle Wahrheit leitet, damit ihr immer mehr mit Mir verbunden werdet, bis auch eure Umhüllung euch abgenommen wird, und ihr in voller Klarheit Mein großes Erlösungswerk erschauen dürfet, welches nur durch die größte Liebe ausgeführt werden konnte.
Amen!
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