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269.  Über die geistigen Zustände unserer Zeit

269.
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4. Febr. 1882
"Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein dafür biete? Und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange für den Fisch biete? Oder so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete. – So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie vielmehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die Ihn darum bitten!" – Lukas 11, 11 –

Liebe Kinder!

Dieses Kapitel enthält die Antwort oder die Entgegnung, wenn die Gelehrten in ihrem Hochmut es für ganz unmöglich und unglaublich hinstellen, daß Ich, als der erhabene Schöpfer und Gott, auch zugleich euer Vater sein will, und zwar nicht nur Mich Vater nennen lassen, sondern auch als Vater mit Meinen Kindern verkehren will, freilich als geistiger Vater; denn hier ist ja die Rede von der Abstammung dessen, das bei Meinen Kindern in dem inneren I c h besteht; denn nur dasselbe heißt eigentlich "Mensch" ( 1. Mose 1, 26.27 ) und dessen Form oder Körper ist nur die sichtbare Ausstattung ( und materielle Umhüllung ); gleichwie man auch von einem mit Wein gefüllten Gefässe ( Glas ) sagt:"der Wein" oder die Flasche und also eigentlich den Inhalt meint und nicht das Gefäß, so ist es auch beim Menschen, hauptsächlich in geistiger Sprache, der eigentliche Mensch ist nur der Inhalt des Körpers, und wird eben (mit diesem) zusammengehörend als "Mensch" bezeichnet.
So, wie es Wein von verschiedenen Graden und wirkender Kraft gibt, so ist es gleichfalls beim Menschen oder beim Geiste, und wie der Wein durch Zugabe von noch stärkerem Wein viel verbessert werden kann, so auch kann der Geist des Menschen durch Meinen Zufluß verbessert werden an geistiger und göttlicher Tugend. Er kann in der Liebe wachsen und verstärkt werden, und also für viele lieblich gemacht werden.
So wollen wir nun noch weiter den Wein betrachten! Wer kann den Geist desselben ( wie ihr sagt von ihm ) sehen?
( Hier ist natürlich nicht der sogenannte "Weingeist", sondern die eigentliche geistige Essenz des ganzen Weines gemeint. D. Hsg.).
Der Geist ist eine Substanz, die da ist, also nicht geleugnet, wohl aber durch Mißbrauch verdorben werden kann, so daß der Wein statt gut – sogar schlecht wirkt, oder auch durch Zugießen von Wasser ( und dergleichen ) verschwächt werden kann, und zwar bis zu einem Grade, daß man ihn kaum mehr herausfindet.
Ähnlich verhält es sich auch bei den Menschen. Ich beeinflusse sie mit starkem Geiste, und möchte sie vollständig verbessern; aber sie nehmen denselben oft zu wenig und oft gar nicht an, mißbrauchen denselben, oder wissen denselben zu ihren materiellen Zwecken so zu vermischen, daß man kaum noch weiß, ob göttliche Einwirkung bei solchen Menschen stattfindet? Besonders in dieser Zeit wird derselbe nur gleich einem Tropfen in dem Sündflutwasser noch betrachtet. Viele leugnen daher dessen Wirkung und Bestehen, und daher kommt es auch, daß die Mehrzahl Mich als Vater, Der mit Seinen Kindern direkt verkehren will, gar nicht fassen kann, und kein Einwirkungs- und kein Aufnahme-Glaube bei ihnen vorhanden ist; Mein Ich ist da nur so, wie ein Tropfen Wein im Meere.
Darum will Ich Mich jetzt aufmachen und die Wasser der Sündflut zum Gericht brauchen, ( d.h. die gottlos gewordenen Menschen ) weil Meine Liebe und Gnade sie nicht mehr durchdringen kann; dafür aber will Ich auch Einzelne, welche ihr Gefäß rein zu machen sich bestreben, mit desto mehr Geist und Kraft versorgen, damit auch durch sie noch andere von dem Wein genießen können, der seine wirkende Kraft von Oben an ihnen beweiset; denn "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben", so sagte Ich schon in Meinem Bibelwort. Ich selbst habe es euch gelehrt, Mich "Vater" zu nennen; darum will Ich Mich auch als Vater an denen bezeugen, die sich kindlich Mir nahen, und nicht annehmen, daß Ich zu erhaben sei, Mich mit ihnen zu unterreden.
Sollte ein leiblicher Vater mehr Liebe haben, als Ich die ewige Liebe, der Ich von Meinen Kindern keines verlieren will!
Leset daher Meinen eigenen Ausspruch, und bleibet fest dabei, daß Ich Selbst euch beeinflusse.

Amen!

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