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278.  Gründonnerstag. Und Jesus schwieg stille!

278.
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Gründonnerstag 6. April 1882
Matth. 26, 63

Liebe Kinder!

Zu der Todesfeier, welche ihr in diesem Jahr zu Meinem Gedächtnis halten wollet, gebe Ich euch die Worte: "Und Jesus schwieg stille!"
Diese Worte gelten euch besonders jetzt, da die Zeit da ist, wo Ich in Meinen Kindern abermals vor den ("hohen Menschen-") Rat geführt werde; denn durch Verfolgung Meiner wahren Kinder werde Ich Selbst verfolgt, weil dieser Rat die Weise, auf welche Mich dieselben lieben und ehren, nicht gelten lassen will; sie wollen Meinen Verehrern den Zutritt an Mein Vaterherz versperren, und predigen daher denselben Meine Unzugänglichkeit.*)
Dieser Schmerz wird Mir immer wieder erneut, so lange Ich Mein Reich noch nicht in den Herzen der Menschen ganz gründen kann; denn so lange die Menschen noch dem Petrus, der zur Zeit der Not Mich verleugnete, hierin gleichen, kann Ich nicht auf sie bauen; aber wenn sie gleich Petrus nach einer Schwachheitssünde desto reumütiger zu Mir kommen, dann will Ich Meinen Gnadenblick auch über solche ergehen lassen. Vorerst aber habe Ich ein Beispiel gegeben, wie ihr euch gegen eure Verkläger und Richter verhalten sollet, indem euch erzählt ist: "Und Jesus schwieg stille." Dies merket euch, wenn ihr um Mich eiferet, verteidiget euch nicht, und auch Mich nicht; sondern haltet stille nach Meinem Beispiele, damit sie durch Wortdreherei keine Ursache gegen euch finden. Ich habe einst Selbst dem Hohenpriester seine Frage in den Mund gelegt, wodurch viele aufmerksam auf Mich gemacht wurden; und Ich will, wenn sie Mich nun abermals als Vater zu vertilgen suchen, auch wieder Selbst die Mittel wählen, Mir Bahn zu brechen.
Einstweilen feiert ihr Meinen Tod, und seid ruhig, wenn Ich scheinbar begraben werde; denn es muß durch größere Zeichen (wie dort durch die Auferstehung) den Menschen gezeigt werden, wer Christus ist! als nur durch (euren) Petrus-Eifer, der in der Stunde der Gefahr unterliegt.
Ihr könnet eure Kraft nicht selbst erwägen, die ihr euren Gegnern entgegenzusetzen habt; darum seid stille, wie euer Jesus, Der ohne der Jünger Zutun doch auferstanden ist.
Eure Trauer gefällt Mir, und Ich will sie in Freude verwandeln; aber ehe dieses geschehen kann, haltet stille; und seid unter euch einmütiglich, damit Ich bei euch aus- und eingehen kann; denn nur von euch hoffe Ich noch wahre Teilnahme, da ihr erkennet, wie weit die Menschen durch ihre falschen Begriffe von Mir entfernt sind.
So feiert nun diese Meine Leidenszeit, mit dem Vorsatze: still wie Ich Selbst alle Schmähungen zu ertragen, welche die Menschen euch antun wollen, und bedenket, daß mein Gnadenblick nach euch schaut, zugleich mit der Bitte, Mich nicht durch blinden eifer, wie einst Petrus, in eine Gefahr zu stürzen, welche sogar oft eine ganz unvorhergesehene und kleine Veranlassung bewirken kann.

Amen. Euer Jesus.

*)es ist die alte finstre Wolke, die sich in den Vermittlern als Lehrer der Menschheit gebärdend, zwischen sie und gott stellt, wie es auch stets die Hölle tut und tat; und um dieses Hindernis zu beseitigen, der Herr ja das größte blutige Opfer Selbst brachte, darum der Vorhang im Tempel zerriß, den die Finsternis immer wieder erneuern möchte, wie dies auch viele Geister der Spiritisten anstreben, welche im Lichtkleide des Wissenschaftlichkeitsscheines den lieben Gott als für uns unzugänglich lügenhaft in alle unendliche Ferne hinausschieben, und nur das eherne Gesetz und sich als zugänglich und für uns genügend hinstellen, bei welchem Bemühen natürlich die Hölle dankbar mithilft und sich zufrieden die Hände reibt! D. Hsg.

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