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Wie werden Endzeitpropheten die Lehre Jesu erneut geoffenbart bekommen?

Wie werden Endzeitpropheten die Lehre Jesu erneut geoffenbart bekommen? Entsprechen Lorbers und Mayerhofers "innere Stimme" dieser Vorhersage?

Großes Johannesevangelium, Band 4, Kap. 112

  01] (Der Herr:) »Ich sagte, daß ihr da Wunderdinge der seltensten Art schauen werdet; nun ist bis auf die aus Tief- und Hochafrika durch Raphael herbeigeschaffte Leuchtkugel noch nichts weiteres geschehen, obgleich die Nacht ihre Mitte bereits überschritten hat. Ich habe euch auch früher darauf aufmerksam gemacht, daß Ich auf eine kurze Zeit eure Augen auftun werde, auf daß ihr vorderhand einmal bloß schauen könnet, wie es so ganz eigentlich in der Welt aussieht.
  02] Bevor Ich jedoch das nun tue, sage und gebiete Ich es euch allen sogar, daß ihr von den Gesichten ja niemand etwas saget; denn dazu wird die Menschheit der Welt wohl noch sehr lange nicht von ferne hin reif sein, und es ist im Grunde auch zu ihrem Seelenheile gar nicht nötig, daß die Weltmenschheit so etwas erfahre! Wenn sie es sich nur sehr angelegen sein lassen will, Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben, so wird ihr alles andere und weitere schon ohnehin, soweit als nötig, geoffenbart werden.
  03] Aber ihr, als die ersten Grundpfeiler Meiner Lehre, müsset für euch so manches mehr wissen im geheimen denn alle anderen zusammen, auf daß ihr nach einiger Zeit ja in keine Versuchung zum Abfalle von dieser Meiner Lehre gelangen möget.
  04] Es wird aber alles das dennoch nicht verlorengehen, und wenn da tausend und nicht ganz tausend Jahre von nun an verflossen sein werden und Meine Lehre nahe ganz in die schmutzigste Materie begraben sein wird, so werde Ich in jener Zeit schon wieder Männer erwecken, die das, was hier von euch und von Mir verhandelt ward und geschehen ist, ganz wortgetreu aufschreiben und in einem großen Buche der Welt übergeben werden, der dadurch vielseitig die Augen wieder geöffnet werden!«
  05] Nota bene: Du, Mein Knecht und Schreiber, meinst nun wohl, als hätte Ich damals dessen kaum erwähnt?! Willst du auch schwach werden im Glauben, wie du in deinem Fleische noch schwach bist?! Sieh, Ich sage es dir, daß Ich dem Cyrenius und dem Kornelius sogar deinen und mehrerer anderer Namen angegeben habe und sie nun auch die erfreulichsten Zeugen alles dessen sind, was Ich dir nun in die Feder sage. Aber Ich werde am Schlusse auch dir Namen ansagen, die von nun an in zweitausend Jahren noch Größeres niederschreiben und leisten werden als du nun! – Solches merke dir vorderhand, und schreibe alles vollgläubig!
  06] Hierüber verwunderte sich Cyrenius sehr, und Kornelius fragte Mich um die Männer näher, denen solches verliehen wird.
  07] Und Ich gab ihnen den Stand und den Charakter und sogar die Namen an und setzte dazu: »Einer von denen, dem wohl das meiste geoffenbart wird, mehr denn euch allen nun, wird in männlicher rechter Linie abstammen von Josephs ältestem Sohne und wird sonach auch ein rechter Nachkomme Davids sein dem Leibe nach. Er wird zwar sein gleich David schwachen Fleisches, aber dafür desto stärkeren Geistes! Wohl denen, die ihn hören und ihr Leben danach einrichten werden!
  08] Es werden aber auch die anderen Großgeweckten zumeist von David abstammen. Denn solche Dinge können nur solchen gegeben werden, die sogar fleischlich von dorther stammen, von woher auch Ich fleischlich abstamme; denn auch Ich stamme ob der Maria, der Mutter dieses Meines Leibes, von David ab, da die Maria auch eine ganz reine Tochter Davids ist. Es werden in jener Zeit zwar diese Davidsnachkömmlinge sich zumeist in Europa aufhalten, aber darum werden sie dennoch ganz reine und echte Nachkommen des Mannes nach dem Herzen Gottes und fähig zur Tragung der größten Lichtstärke aus den Himmeln sein. Auf einen irdischen Thron werden sie wohl nimmer gelangen, aber desto mehr werden in Meinem Reiche ihrer harren, und Ich werde Meiner Brüder wohl allzeit gedenken! Auch die meisten Meiner Jünger, die hier sind, stammen männlicherseits von David ab und sind darum leiblich Meine Brüder in allem Ernste bis auf einen, der nicht von oben, sondern pur von dieser Welt her ist. Er sollte zwar nicht dabei sein, und doch muß er wieder dabei sein, auf daß das, was geschrieben steht, erfüllet werde!«
  09] Sagt Cyrenius ganz verwundert: »Also nur den Nachkommen Davids wirst Du allzeit Deinen Willen offenbaren? Sind denn Mathael, Zinka und Zorel auch Nachkommen des großen Königs? Denn denen offenbarst Du nun ja auch dasselbe wie den Nachkommen Davids!«
  10] Sage Ich: »Freund, das hier geschieht nicht auf dem Wege der geheimen Offenbarung, sondern durch offenes Wort für jedes Fleischohr wohl vernehmbar! Aber ganz was anderes ist’s, zu vernehmen das geheime, innere Wort, das da kommt von Meinem Herzen in das Herz dessen, der es in sich vernimmt; und dafür muß es schon eine gewisse vorbereitete Linie von Menschen geben, deren Inneres fähig ist, die Allgewalt und Allkraft Meines Wortes zu ertragen! Denn jeden Unvorbereiteten würde ein Jota nur, unmittelbar aus Mir kommend, schon zerstören und töten. Wenn es aber einmal geschrieben ist, da mögen es Menschen, die eines guten Willens und Sinnes sind, wohl lesen; es wird sie nicht nur nicht töten, sondern stärken und kräftigen zum ewigen Leben.
  11] Aber so es arge Weltmenschen lesen würden, um es zu verhöhnen, so würde es sie auch, wenngleich es nur geschrieben ist, zerstören und töten! Ù- Nun weißt du auch, wie da diese Dinge stehen; und Ich sage nun, daß ihr euch bereit haltet, zu schauen die Wunder des Werdens, Seins und Bleibens für ewig!«
  12] Sagt Cyrenius: »Herr, bereit sind wir wohl, zu schauen, was uns Deine große und ganz besondere Gnade bieten wird; aber nur eine ganz kleine Frage möchte ich von Dir noch zuvor beantwortet haben, so es tunlich wäre!«
  13] Sage Ich: »Frage du immerhin, und Ich werde dir antworten!«


Großes Johannesevangelium, Band 6, Kap. 176

Lohn der Lehrer und Propheten (= Arbeiter im Weinberg). Zweck, Wesen und Wirkung der Offenbarungen.

  01] Sagte Ich zu Lazarus und auch zu den andern Jüngern, da auch sie der etwas erhitzten Meinung des Lazarus waren: »Gebet acht, Ich werde euch hier ein Bild geben; das soll euch die Antwort auf die Frage des Lazarus geben!

Mt.20,01] a Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu mieten. {a Mt.21,33; jes.05,01-07; jl.ev06.176,02*; gm.pred.010}
Mt.20,02] a Und als er mit den Arbeitern einig wurde um einen Groschen als Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. {a jl.ev06.176,02*}
Mt.20,03] a Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen {a jl.ev06.176,02*}
Mt.20,04] a und sprach zu ihnen: »Geht ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist.« {a jl.ev06.176,02*}
Mt.20,05] a Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat nochmals dasselbe. {a jl.ev06.176,02*}
Mt.20,06] a Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig herumstehen und sprach zu ihnen: »Was steht ihr den ganzen Tag müßig da?« {a jl.ev06.176,02*}
Mt.20,07] a Sie sprachen zu ihm: »Es hat uns niemand gedingt.« Er sprach zu ihnen: »Geht ihr auch hin in den Weinberg. Und was recht sein wird, soll euch werden.« {a jl.ev06.176,02*}

  02] a Es war ein Herr, der Arbeiter in seinen Weinberg dingte. Diese kamen am Morgen, und b der Herr wurde mit ihnen um einen Groschen Taglohn einig. c Und um die Mittagszeit ging er hin, wo er noch müßige Leute fand, und sagte: ‚Was stehet ihr hier müßig? Gehet hin in meinen Weinberg, und ich will euch geben, was da recht ist!‘ Und sie gingen hin und arbeiteten. Aber d gen Abend hin sah der Weinbergsherr noch eine Menge Arbeitsleute müßig stehen. Und er ging hin und sagte zu ihnen: ‚Warum stehet denn ihr den ganzen Tag müßig da?‘ Und sie antworteten: ‚Herr, es hat uns niemand gedungen!‘ Da sagte der Herr zu ihnen: ‚Nun, so gehet auch ihr hin in meinen Weinberg und arbeitet diese eine und letzte Tagesstunde, und ich werde euch auch noch geben, was recht ist!‘ Da gingen sie hin und arbeiteten emsig noch die letzte Stunde des Tages. {a Mt.20,01*; Mt.21,33; jes.05,01-07; jl.ev06.176,02*; gm.pred.010; b Mt.20,02*; c Mt.20,03-05*; d Mt.20,06-07*}

Mt.20,08] a Als es nun Abend wurde, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: »Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn; und fang an bei den letzten bis zu den ersten.« {a lev.19,13; dtn.24,14-15; jer.22,13; jak.05,04; jl.ev06.176,03*}
Mt.20,09] a Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und jeder empfing seinen Groschen. {a jl.ev06.176,03*}
  03] a Am Abend aber berief der Herr zuerst die Arbeiter, die vom Morgen an gearbeitet hatten, und gab einem jeden den bedungenen Groschen. b Dann berief er die, welche nur einen halben Tag gearbeitet hatten, und gab auch einem jeden einen Groschen. Darauf berief er die, welche nur eine Stunde gearbeitet hatten, und gab auch jeglichem einen Groschen. {a Mt.20,08*; lev.19,13; dtn.24,14-15; jer.22,13; jak.05,04; b Mt.20,09*}

Mt.20,10] a Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie empfingen ein jeder seinen Groschen. {a jl.ev06.176,04*}
Mt.20,11] a Und als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausvater {a jl.ev06.176,04*}
Mt.20,12] a und sprachen: »Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, doch du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben.« {a jl.ev06.176,04*}
Mt.20,13] a Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: »Mein Freund, ich tu dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden um Groschen? {a jl.ev06.176,04*}
Mt.20,14] a Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten soviel wie dir geben. {a jl.ev06.176,04*}
Mt.20,15] Oder a habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem, was mein ist? Siehst du darum scheel drein, weil ich so gütig bin?« {a jer.18,04-06; jes.45,09; röm.09,16; röm.09,21; jl.ev06.176,04*}
  04] a Da sagten die, die den ganzen Tag gearbeitet hatten: ‚Herr, wie magst du auch denen, die nur eine Stunde gearbeitet haben, auch das gleiche geben wie uns, die wir doch des ganzen Tages Last und Hitze trugen?‘ b Da sagte der Herr: ‚Was geht denn euch das an, so ich gut und barmherzig bin? Bin ich darum ungerecht, so ich aus meinem guten Willen auch den letzten soviel gebe wie euch? Bin ich mit euch denn nicht um einen Groschen einig geworden? Ihr selbst habt nicht mehr verlangt! c Und so ich euch nun das gebe, was ihr verlangt habt, was wollt ihr nun noch mehr von mir? d Bin ich denn nicht der Herr meines Vermögens, mit dem ich tun kann, was mir wohlgefällt?!‘ Darauf konnten die ersten Arbeiter dann nichts mehr sagen und waren mit ihrem Tagwerkslohne zufrieden. {a Mt.20,10-12*; b Mt.20,13*; c Mt.20,14*; d Mt.20,15*; jer.18,04-06; jes.45,09; röm.09,16; röm.09,21}

Mt.20,16] a So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.« {a Mt.22,14; Mt.19,30; jl.ev06.176,05*; jl.ev07.124; jl.ev07.195,13; jl.ev10.219,03-06; jl.ev11.284; jl.gso2.071,19; jl.him2.419; jl.him2.435}
  05] Und Ich sage euch allen aber auch, daß Mein Vater, der in Mir ist, euch dasselbe tun wird, – a und da werden dann auch die Ersten die Letzten und die Letzten die Ersten sein. {a Mt.20,16*}
  06] Der Weinberg aber sind die eigentlichen Menschen dieser Erde als Reben, die zu bearbeiten sind. Diese stehen in keinem Kontrakte mit Mir, sondern sie sind da zur Bearbeitung, auf daß sie Gott dem Herrn brächten eine gute Frucht.
  07] Alle die Propheten aber sind, so wie nun ihr, der Seele nach nicht von dieser Erde, sondern sie sind von oben her gedungene Arbeiter und haben zuvor mit Mir einen festen Kontrakt abgeschlossen wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes, die nur auf dieser Erde möglich ist.
  08] Alle die großen Propheten von Anfang an bis jetzt, euch mitgerechnet, die eine große Offenbarung empfingen, sind die a zuerst gedungenen Arbeiter im Weinberge des Herrn. {a Mt.20,01-02}
  09] a Die kleinen Propheten, die nur den halben Dienst zu verrichten haben, nämlich die Aufrechterhaltung der einmal gegebenen großen Offenbarung, sind jene, die in Meinem Namen nach euch kommen werden, wohl auch selbst gewisse kleine Offenbarungen habend und daraus weissagend, aber jene Kraft und Macht, die Ich euch geben werde, nicht besitzen werden. Diese werden mit euch den gleichen Lohn haben, weil ihr Glaube ein kräftigerer wird sein müssen; denn weil sie das nicht sehen, was ihr nun alles sehet und erfahret, so wird ihr freiwilligerer Glaube ihnen auch zu einem höheren Lebensverdienste angerechnet werden. So sie dann aber mit euch den gleichen Lohn bekommen werden, so denket, daß sie es schwerer hatten zu glauben, was nun zum Heile aller Kreatur geschieht, da sie nicht gleich euch Zeugen von alldem waren. {a Mt.20,03-05}
  10] a Endlich in gar später Zeit werden abermals knapp vor einem großen Gerichte Seher erweckt und zugelassen werden, welche die kurze, schwere Mühe haben, die sehr unrein gewordene Lehre zu reinigen, auf daß sie behalten und nicht von der heller denkenden Menschheit als ein alter Priestertrug verworfen werde. Diese dritten Arbeiter in Meinem Weinberge werden nicht durch große Wundertaten, sondern allein durch das reine Wort und durch die Schrift wirken, ohne eine andere auffallende Offenbarung zu bekommen als nur die des inneren, lebendigen Wortes im Gefühl und in den Gedanken in ihrem Herzen, und sie werden voll des klaren und vernunftvollen Glaubens sein und werden sonach ohne Wunderwerke die verdorrten Menschenreben Meines Weinberges aufrichten und werden von Mir denn auch denselben Lohn bekommen, den ihr als die Arbeiter des ganzen Tages bekommen werdet; denn sie werden es um sehr vieles schwerer haben, fest und ungezweifelt an das zu glauben, was über tausend Jahre vor ihnen hier geschah. {a Mt.20,06-14}
  11] Wenn sonach die großen Offenbarungen denn auch hübsch ferne voneinander abstehen, so wird von Gott aus aber dennoch stets dahin gesorgt, daß allzeit und alsogleich wieder neu erweckte Seher unter die Menschen kommen, sobald die Lehren der großen Offenbarung irgend anfangen, unrein zu werden, und das also, daß dabei keines Menschen freier Wille irgendeinen Zwang erleidet. Denn eben darum werden die großen Offenbarungen der Zeit nach stets weit auseinander getrennt, damit die Menschen sich mit ihrem freien Willen desto ungezwungener bewegen können.
  12] Wenn am Ende die Welt die Menschen wieder gar zu weit von ihrer geistigen Bahn abgelenkt hat, so bleibt dann freilich wohl nichts anderes übrig, als zu einer großen Offenbarung zu schreiten, die freilich stets ein Gericht hinter sich hat, weil sie selbst ein leidiges Gericht für die Menschen ist. Denn solange du an das tote Holz kein Feuer legst, wird es nicht brennen; aber das Feuer entzündet es. Und siehe, was das Feuer dem Holze ist, das ist eine große Offenbarung den Menschen. – Verstehet ihr nun das?«

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