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295.  Alle Pflanzen, die Mein himmlischer Vater nicht gepflanzet… Matth.15,13

295.
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Zum 16. Juli 1882
Matth. 15, 13
"Alle Pflanzen, die Mein himmlischer Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet!"

Liebe Kinder!

Diese Worte sagte Ich einst zu Meinen Jüngern, welche besorgt um Mich waren, weil die Pharisäer sich an Mir ärgerten; denn sie richteten sich auch noch nach deren Gunst, weil es also bei dem Volke ganz eingefleischt war, das Wohlgefallen der Oberen zu erlangen; und dadurch verloren Meine Gesetze und Worte, die Ich durch Moses und die Propheten ihnen gab, so sehr an Wert, daß sie nichts mehr an den Menschen bewirken konnten, sondern es ging bei denselben immer mehr in die Verkehrtheit, so daß ein großer Teil des Volkes aus Unwissenheit böse wurde, und so ist es auch heutzutage wieder.
Viele Menschen sind nur noch gewöhnt, sich nach dem Lehrer zu richten, ohne selbst zu prüfen oder zu unterscheiden, ob diese Lehre sie näher zu Mir bringt ( eben dies ist ja die eigentliche Probe einer religiösen Lehre, indem ja die Religion eben die "Wieder-Verbindung mit Gott" lehren und bewirken solle), was ihnen auch kein Bedürfnis ist, sondern sie sehen nur mit Angst dem Tode entgegen, durch welchen sie glauben zum Schauen zu gelangen und dann mit Mir (als Richter) verkehren zu müssen; Ich sage hier "müssen", denn wenn Ich warten wollte, bis sie es ebenfalls wünschen, so würden viele in Ewigkeit Mich nicht finden, ebenso bin Ich selbst tätig bei den Seelen, daß diese Sehnsucht nach Mir immer wieder angefacht wird, und der heilige Geist bei ihnen etwas schaffen kann.
Eben diese Sehnsucht und dieses Schaffen ist es, was die Seelen nach und nach fähig macht, mit Mir wieder in Verbindung zu kommen, alle anderen (äußeren) Menschenlehren und Satzungen können diesen Standpunkt nicht hervorbringen, wenn sie nicht auf Meinen Gesetzen beruhen, welche so einfach und klar gegeben sind, daß ein jeder sie leicht selbst fassen und begreifen kann, der einen redlichen Willen hat und den der innere Zug dazu antreibt.
Alle Nebenerklärungen und Beisätze, teils um sie zu mildern, teils sie zu schärfen, sind Eingriffe in Mein Vaterrecht, wozu Ich Meinen Segen nicht geben kann; daher komme es, daß es für manchen eine so schwere und saure Arbeit wird, sich nach dem Gesetze zu richten, weil es nicht mehr Meine Worte sind, die von einem liebenden Vaterherzen stammen, sondern weil solche durch den Verstand entstellt wurden.
Wer kindlich zu Mir hält und aufmerksam Meine Worte, welche Gebote und Lebensregeln enthalten, betrachtet, der wird bald erkennen, daß dieselben so eingerichtet sind, daß sie beglücken, und daß also nur göttliche Liebe sie angeordnet haben kann; darum auch alle andern Gebote bei solch einer Seele den Wert verlieren, indem sie ihr Wachstum nur in Meinen Geboten findet.
Weil Ich aber ein Vater aller Menschen bin, und will, daß allen geholfen werden solle, so wird auch die Zeit kommen, wo Mein Hauptgesetz, die Liebe, zur Herrschaft gelangt.
Freilich geht dies sehr langsam, weil der freie Wille dabei seine Geltung behalten muß, aber ebenso gut wie es Menschen gibt (und auch schon viele gegeben hat), die ganz mit Mir verwachsen sind, weil der Drang dazu in ihnen vorhanden ist, ebenso ist es möglich, daß die Sehnsucht nach Mir eine allgemeinere und größere wird, so daß Ich endlich doch als Vater und Regent anerkannt werde, wozu Ich stets durch Meine Liebe und Weisheit hinwirke.
Wer meine Regierung durch einen Rückblick in die Geschichte zu erforschen sich bemüht, der wird erkennen, daß es stets vorwärts geht mit der Erkenntnis Meines Wesens, und wenn gleich die Mehrzahl der Menschen durch verkehrte Leiter blöde bleibt, so ist es aber doch auch bei einzelnen Menschen der Fall, daß sie es zu einer Höhe im geistigen Wissen bringen, wodurch bewiesen wird, daß solche nur von Gott Selbst gelehrt sind, und dieser Belehrung kann keine weltliche Macht noch List entgegentreten, denn wo der Geist von Mir unterstützt wird, da bleibt er Sieger!

Amen! Euer Jesus-Vater!

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