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19. September 1883
Joh. 14, 1 ff.
"Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an Mich!"
Liebe Kinder!
Diese Worte sage Ich abermals – zu euch, dieweil auch ihr Mich als Den erkennet, Der Ich Bin, nämlich – Die ewige Liebe, welche sich durch "den Sohn" den Menschen sichtbar geoffenbaret in Seiner Menschwerdung, und durch Sein Leiden und Sterben Seiner Liebe den höchsten Ausdruck gegeben hat.
Mein Blut floß zur Versöhnung; nicht aber dieselbe erst herzuführen, sondern die Liebe floß aus den Wunden; denn sie wollte nicht allein in ihrer Allmacht lieben und nur Gott sein, sondern sie wollte in der größten Demut Opfer bringen; deshalb verleugnete sie sich selbst in ihrem göttlichen Standpunkte, und nahm Menschliches an. *)
Alle Beschwerden und Leiden, welche die menschliche Natur in sich trägt, wollte sie gleichfalls mit ihren geschaffenen Kindern teilen, damit diese einst alle Freuden mit Mir, als ihrem Vater, teilen sollten!
Daher Ich Selbst ihnen Lehre, Trost und Rat gab, wie sie zu solchen Freuden gelangen können.
Wenn Ich also von Meinem Wesen redete, so redete Ich nicht in Gleichnissen und Bildern, sondern sprach so, daß jedermann es fassen kann, z.B.:
(Vers 1 ) "Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an Mich!"
(Vers 7 ) "Wenn ihr Mich kennetet, so kennetet ihr auch Meinen Vater, und von nun an kennet ihr Ihn, und habt Ihn gesehen!"
(Und auf Vers 8 der 9te) "So lange bin Ich bei euch, und du kennst Mich nicht? Philippe, wer Mich siehet, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: zeige uns den Vater!"
(Vers 10 ) "Glaubst du nicht, daß Ich im Vater und der Vater in Mir ist? usw."
Sehet, liebe Kinder, das sind unumstößliche Worte von Mir in der Bibel, so klar, so rein, daß ein Jeder sie fassen kann, der Mich sucht – in der Liebe, und der heilige Geist wird es solchen jeden Tag mehr aufdecken, daß kein äußerer noch innerer Zweifel sie je mehr davon abbringen kann, daß wer an Gott glaubt, auch an Jesus als Denselben Gott glaubt.
Darum seid nicht ängstlich, wenn die Weltmenschen diesen Punkt in der Lehre angreifen oder verleugnen; sie greifen da Mich Selbst an, oder verleugnen Mich Selbst, und wissen noch nicht, welch starken Gegner sie damit herausfordern, Der aber nur durch die Liebe Seine heilige Sache verfochten haben will!
Darum, ihr Lieben, die ihr in Meinen Diensten arbeiten wollet, sehet genau auf Mich, ehe ihr zum Streit ausziehet, damit ihr nicht gegen Meinen Willen andere Waffen anwendet, als solche, welche Ich euch stets wieder anempfehle; bedenket, daß der Streit ein geistiger ist, darum müssen auch die Waffen geistig sein, und können also nur in Tugenden bestehen, die davon zeugen, daß ihr Abkömmlinge von Mir seid. Amen! Euer Jesus!
*) Um auch tief gesunkenen Menschen – und den Gerichteten, ein wahrer Heiland sein zu können, dazu bildete das Opfer am Kreuze (als freie Selbsterniedrigung des Herrn) die versöhnende Brücke über die Kluft zwischen uns gefallenen Menschen, und der Heiligkeit Gottes. D.Hsg.
Anmerkung: Wie leicht dieser heilige Kern der Lebenswahrheit getrübt werden kann, das zeigt z.B. ein Blick auf Luther. In dem Liede: "Eine feste Burg ist unser Gott" heißt es im 3. Verse: "Weißt du – Wer Der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott!" – Hier, in dieser ihm zugeflossenen Inspiration, ist die Wahrheit klar ausgedrückt; aber bei Abfassung seines Katechismus arbeitete der menschliche Verstand der Person Luthers mit, und dieser kann solches nicht lösen, daher kommt er da zum römischen Drei-Personen-Dogma in der Gottheit, d.i. zur Dreispaltigkeit, statt zur Dreieinigkeit zurück. Und dieser Spaltung im Lehrzentrum folgten die weiteren Spaltungen. Deshalb ist hier der Sammel- und Brennpunkt, worin sich alle Christen in der Liebe Jesu Christi einigen mögen; dann gilt das – "Eintracht stark macht!" – solches tut nun brennend not.
Das bleibt der Wahrheit Urgrundlehr‘:
Jesus, Jehovah, Zebaoth,
Ist – Heiland, Vater, Herr und Gott!
Ja außer Dir ist Keiner mehr,
Dir unsre Lieb‘ und alle Ehr! Hallelujah! -D.Hsg.-
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