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„Vom Kommen des Herrn“

31. –  5. Dezember 1877 "Vom Kommen des Herrn"
 
Nachdem Ich euch den Adventsgruß gegeben habe, will Ich mit euch weiter über Mein Kommen verkehren, und zwar in der Weise, wie es für euren derzeitigen Standpunkt nötig ist. Es ist jetzt an der Zeit, daß alle, welche Mich suchen, Mich auch finden; darum auch die Bewegung in geistiger Beziehung.
 
Alles will Wahrheit, jedoch nicht alle aus Liebe zu Mir, sondern zumeist nur, um durch Aufklärung wieder weitere Fortschritte zu machen im viel Wissen. Jedes strebt darnach, das Andere zu beherrschen, aber gar wenige wenden sich an Mich Selbst um Wahrheit, sondern wollen dieselbe durch Studieren und Lesen erhalten, weil nur ihr Verstand Gewinn machen will, aber im Herzen ist ihnen Gott kein Bedürfnis, und somit auch der Glaube an ein ewiges Leben ihnen nicht nötig.
 
Wie wichtig es deshalb in dieser Zeit ist, wahre Kinder zu erhalten, könnet ihr selbst begreifen, wenn ihr eine Betrachtung anstellet über das  dermalige Streben der Menschheit; darum Ich auch denen, welche Mich mit dem Herzen zu erkennen suchen, auf außerordentlichem Wege zu Hilfe kommen und also nun an vielen Orten den Geist der Weissagung (oder der wahren Erkenntnis) ausgießen will (siehe Nr. 56), welcher allen zu Teil werden soll, die Mich nicht allein bekennen, sondern ihren Lebenswandel nach Meinen Liebesgesetzen einzurichten sich bestreben.
 
Doch auch die Macht des Bösen ist jetzt zügelloser als je; sie ahnt, wie viel ihr entzogen wird, wenn Meine Gesetze zur Geltung kommen, und deshalb ist auch auf ihrer Seite der starke Einfluß ganz besonders auf Meine Kinder. Wachet und betet deshalb, daß ihr die listigen Anläufe erkennen möget, welche Ich nicht jederzeit abwenden kann; aber seid versichert, ihr stehet unter Meinem Schutze, doch erst wenn ihr Mich anrufet, die Zeit der Gefahr erkennend, kann Ich euch denselben angedeihen lassen. Ihr sollet durch euern freien Willen das erringen, was euch tüchtig macht, für Mich als Streiter zu kämpfen, durch Verleugnung und Demut, welche die Waffen sind gegen Begehrlichkeit und Hochmut; denn gerade dies sind die Hauptfeinde, welche Meinen Gesetzen entgegen wirken; darum mußte Ich euch den Demutsweg Selbst zeigen, sonst könntet ihr nicht den Sieg erlangen. Benützet alles, was euch begegnet, dadurch die Demut zu erreichen, und bei ihr zu verbleiben; selbst kleine Abweichungen können euch oft große Niederlagen bereiten; lasset daher lieber in eurem Eifer für Mich etwas unverteidigt, als daß ihr nicht durch euer Beispiel den Stempel der Demut bewahret. Amen!

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