41. – 9. Januar 1878 "Der heilige Vater und Seine Kinder"
Liebe Kinder!
Heute sollet ihr über Mich Selbst etwas erhalten, und zwar über Mein Einwirken bei Meinen wahren Kindern. So sie Mich ernstlich suchen, so will Ich Mich ihnen immer mehr nähern durch ein Innewerden im Herzen, welches möglich ist, wenn sie ihre Seele immer mehr zu vergeistigen suchen; denn je mehr diese göttliche Eigenschaften annimmt, desto stärker wird der Geist, und vereint sich mit derselben, und nimmt Anteil an der Regentschaft über den Körper. Es soll derselbe vom Geiste regiert werden; und wenn dieses der Fall ist, so lebt der Mensch geistig, wenn er seinen freien Willen der Stimme in seinem Innern unterordnet, und nach derselben lebt.
Nun will Ich euch auch mehr Aufschluß geben über das (medianime) Schreiben, inwieweit es für euch von großer Gefahr ist; denn wenn nicht eine innere Vereinigung mit Mir stattfindet, und eure Seele noch ganz sinnlicher und materieller Natur ist, so ist euer Geist dabei auch schwach. Gebet ihr nun euer Organ dazu her, das durch seine Beschaffenheit so ist, daß es auch andere Geister leicht regieren können, so wird euer eigener Geist zurückgedrängt, er verliert dabei, und wird durch diesen Akt, wenn oft wiederholt, krank, weil die Substanz der Seele von anderen Geistern aufgebraucht wird, wo sie dann von eurem Körper Besitz nehmen; da wird das eigene Ich zurückgedrängt, wobei es sich wehrt, und dieser Widerstand gleicht einem bewölkten Himmel, wo manchmal die Wolken verscheucht werden, und ein kleiner Lichtblick eintritt, aber bald wieder sich verdunkelt.
Da gerade solche Menschen zum Schreiben sich eignen, welche einen sehr weichen Körper haben, ( in Folge eines sehr beweglichen Nervenfluides), so ist es gar bald geschehen, daß die Geister in Besitz eines solchen Menschen kommen. Ich lasse es zu, weil Ich den freien Willen der Menschen (und der Geister) ehre; aber es ist für Mich als Vater betrübt, daß Ich gar Wenige habe, die nur zu Meiner Ehre schreiben wollen; denn Wißbegierde oft unschuldiger Art, oft aus Eroberungssucht, sind zumeist die Triebfedern zu solchen Unternehmungen, und da drängen sich niedere Geister herbei, weil ihnen diese Sphäre anpaßt, und dadurch entsteht Unheil.
Solche, welche durch dieses (med.) Schreiben mehr mit Mir in Verbindung kommen wollen, sind es Wenige, und auch diese muß Ich durch allerlei Mittel vorher noch warnen, und sie zur Wachsamkeit anhalten, bevor sie zur wahren Einsicht gelangen, daß wenn Ich sie nicht durch Meinen Beistand unterstützte, sie zum Spielballe niederer Geister werden.
Wenn sie aber das Verlangen in sich tragen, nur mit Mir dadurch in Verkehr zu treten, so sende Ich ihnen (reine) Geister vom Jenseits, höhere Wesen, welche zeugen von Mir und Meiner Liebe, und dann wird ihr Geist statt zu verlieren, dabei gewinnen; sie werden vereint dem Vater huldigen, und alles zurückweisen, was niedere Geister anstreben wollen. Dadurch wird ein Annähern oder Zuführen zu Mir Selbst zu Stande gebracht, und Ich lasse Mich finden in der Weise, wie man Mich zu finden bemüht ist.
Wenn der Schreiber ( das Medium) auf diesem Standpunkte angekommen ist, so wird er seinen freien Willen nie mehr dazu hergeben, einem Geiste seine Organe zu leihen, von dem er nicht weiß, daß er göttlicher Natur ist; und diese Unterscheidung wird ihm leicht werden, wenn er nicht nur beim Schreiben, sondern sein ganzes Tun und Lassen, und seine ganze Zeit von Mir, als seinem himmlischen Vater, abhängig macht.
Ist dieses sein Hauptbestreben, so werde Ich gleichfalls seinem Geiste zu Hilfe kommen, daß seine Organe die Meinigen werden, und Ich werde ihm Worte geben, welche Meinen Kindern zum Nutzen werden sollen; doch nicht zu weltlichen Interessen, sondern zum Fortschritte ihres geistigen Lebens.
Seid deshalb unverzagt, so lange ihr in Meinem Namen euch Worte wünschet, so lange bin Ich Besitzer eures Wesens, und keine andere Macht kann euch den Untergang bereiten, durch euren Verkehr mit Mir; aber dabei sage Ich euch nochmals: eure ganze Lebensweise, eure ganze Zeit, euer ganzer Wille sollen dazu dienen, immer mehr mit Mir verbunden zu werden. Amen! Euer Vater.
← Zurück zu „Vaterbriefe Band 1“
„Der heilige Vater und Seine Kinder“
← Zurück zu „Vaterbriefe Band 1“
NEUOFFENBARUNG