60. – 21. Juli 1878 "Von der ewigen Unveränderlichkeit des Herrn"
Liebe Kinder!
Über alles was Ich niederschreiben lasse, soll ein Jedes mit Mir wieder besonders verkehren. Erst dann werdet ihr erfahren, daß Ich es bin, welcher euch segnen will, auch ist schon vieles auf diesem Wege mitgeteilt worden, was ihr noch nicht wisset.
Da es Mir als Vater zum Bedürfnis ist, so nahe als möglich mit Meinen Kindern zu verkehren, so will Ich Meine Gnade dadurch auch euch besonders fühlen lassen, und eure Schwachheiten mit Geduld tragen, welche ihr dabei an den Tag leget, wenn ihr zweifelt an Meiner eigenen Eingebung; (bedenket) Ich bin der Ewige, unveränderliche Gott, und was Ich früher zu tun für gut fand, ist es heute noch.
Gerade dieser Punkt ist in mancher Beziehung für euch recht wichtig, und daher will Ich euch nun etwas mitteilen über Meine Unveränderlichkeit, gegenüber Meinen Kindern, welche die sind, die Mich suchen, und durch Mein Entgegenkommen auch finden. Für dieselben bin Ich ein Gott der Liebe und des Erbarmens; Ich sende ihnen immer wieder Propheten und tüchtige Lehrer, daß sie Erfrischungen erhalten und ihr Verlangen, von ihrem himmlischen Vater noch mehr zu erfahren gestillt wird.
Ich lasse sie auch durch ihren Geist selbst Blicke tun in Meine Haushaltung, sowohl in der Führung der einzelnen Herzen, als in der Führung der Gemeinschaft Meiner Kinder; auf der andern Seite lasse Ich sie auch die Anordnungen erkennen, welche Ich treffen muß, gegenüber der Bosheit der Weltkinder, um dieselben auf bessere Wege zu locken, damit noch manche gerettet werden.
An diesem Geschäfte lasse Ich Meine wahren Kinder gerne teilnehmen, und rüste sie deshalb mit den dazu erforderlichen Gaben aus, welche sind: wahre Erkenntnis von Mir, Liebe , Vertrauen auf Meinen Beistand, wie auch Liebe im allgemeinen für die Mitmenschen; doch das Bedürfnis mit Mir vereint sich zu fühlen, und auch andere auf diesen Standpunkt zu bringen, ist die Hauptbedingung Meiner Kinder!
Darum fühlte Ich Mich auch bewogen, außerordentliche Mitteilungen zu geben, als Antriebsmittel zu eifrigerem Streben eurer Kindespflicht nachzukommen.
In den Menschen ist von Mir aus der Drang – noch immer mehr zu erfahren, gelegt, und dieser Drang ist es gerade, weshalb das alte (Bibel-) Wort mehr außer Wirkung kommt, und bei Menschen durch Hinzutun von etwas Neuem wieder seine Kraft erhalten muß; daher beides richtig ist.
Die heilige Schrift genügt durchaus für den Menschen, wenn er sie frisch und aufrecht für sich erhält; leider ist aber derzeit dies weniger der Fall; darum sende Ich immer wieder neue Belebungsmittel unter die Menschen, welche jedoch nichts (eigentlich) Neues verbreiten sollen, sondern nur ein und denselben Zweck haben, Mich als Gott und Vater darzustellen, Welcher Seine Kinder an Sein Vaterherz zu ziehen sucht, und Der unveränderlich von Anbeginn der Welt ist. Amen!
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„Von der ewigen Unveränderlichkeit des Herrn“
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