79. – 27. Oktober 1878 "Denen die Gott lieben – sollen alle Dinge zum Besten dienen!" (Röm. 8, 28)
Meine lieben Kinder!
"Denen die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen!"
Dieser Spruch liebe Kinder, ist der Hauptinhalt von dem, was euch Vertrauen und kindliche Ergebung einflößen soll, daß in Meiner Regierung bei allem der Endzweck nur gut ist, so wie auch bei euch und eurer Führung als geistige Kinder alle Vorkommnisse nur geistigen Gewinn bringen sollen, und zu eurem Heile berechnet sind.
Nun aber ist in diesem Spruche nicht allein von denen die Rede, die "Vater" zu mir sagen, als ob nur denen alles zum Besten dienen solle, sondern allen die Gott lieben. Darunter sind alle Seelen begriffen, welche an einen Gott glauben, und daß sie von Demselben abhängen und deshalb suchen, mit Mir in Verbindung zu kommen. Sie gehen darum in die Kirche, wo Ich ihnen gepredigt werde, und beten zu Mir, und Ich lasse deshalb ihre Führung so einrichten, daß sie Mir immer mehr näher rücken.
Denn bei solchen Menschen, welche ihren Willen zu Mir hinlenken, wird der Einfluß der guten Schutzgeister nur verstärkt; und obgleich es ihnen vorkommt, als ob sie ihr Schicksal selbst wählen und erschaffen, so ist doch immer wieder Mein Einwirken durch die Liebe dabei, welche teils befördert, was ihnen dienlich ist, teils zu verhindern sucht, was ihnen auf ihrem einmal betretenen Weg, welcher zu Mir führt, schädlich wäre.
Es ist dies von Mir ein Nachgeben Meinen geschaffenen Kindern, die sich zu weit von Mir entfernt haben, und nun durch die dazu bestimmten Schutzgeister und Engel nach und nach zu Mir zurückgeführt werden müssen; darum Ich oft gegen Meine Liebe Leiden zulassen muß, damit Meinen Dienern aus höheren geistigen Sphären Bahn gebrochen wird, solche Seelen für Mich zu gewinnen, und sie Mir wieder ganz zuzuführen. Ihr Geist wirkt an den Herzen durch Meinen Geist, mit welchem Ich sie ausrüste, zu ihrem Amte, und sie tun es in Meinem Namen.
Deshalb ist es der heilige Geist, welcher euch mahnt und erziehen will. Um diesen aber zu erlangen, müsset ihr zuvor bei Mir darum bitten, weil die Schutzgeister die Schranken beobachten müssen, welche den freien Willen ehren. Wenn ihr aber denselben freiwillig Mir übergebet, um ihn zu leiten, so ist dies eine große Seligkeit für dieselben, und ihr Einfluß, welchen sie auf euch ausüben, wird von der Art werden, daß, je mehr ihr in der Liebe zur Mir zunehmet, desto sicherer ihr euch auf eure innere Stimme verlassen könnet.
In manchen Fällen wird sie euch deutlich zu Hilfe kommen; nur muß euer Hauptanliegen immer sein, daß ihr geistigen Gewinn machen wollet, und eure äußeren Verhältnisse gerne der Verleugnung unterordnet, mit dem Bewußtsein, daß wenn ihr Mich liebet, es zu eurem Besten dient.
Prüfet euch deshalb, wie viel Liebe ihr zu Mir habt, um Etwas zu verleugnen, zu dulden, zu tragen, und ihr dürfet annehmen, in eben diesem Grade will Ich euch segnen. Amen! Euer Vater!
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