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6. Die innere Welt

17. Dezember 1841, Fortsetzung

[HiG.02_41.12.17.c,01] So recht tief im Menschenherzen / eine Stätte ohne Schmerzen / ist von heil’gem Licht erhellt. / Dort ruht still die inn’re Welt.

[HiG.02_41.12.17.c,02] Leise schweben ohne Klage / dort die Schatten herber Tage, / werden endlich sonnenhell / an des Lebens heil’gem Quell.

[HiG.02_41.12.17.c,03] Hier erweiset wahres Gute / dir die flüchtige Minute, / ja sie trägt, vom Trug befreit, / wahre Lebensseligkeit!

[HiG.02_41.12.17.c,04] Und den wahren Freundschaftsstunden / wird ein ew’ger Kranz gewunden. / Selbst der Ton, den Schmerz erzwang, / löst sich auf in frohen Sang!

[HiG.02_41.12.17.c,05] O der Welt im inn’ren Herzen! / Nur am heißen Tag der Schmerzen / findst du die verborg’ne Tür, / findst den schmalen Pfad zu ihr!

[HiG.02_41.12.17.c,06] So dich nun des Lebens Schwere / drückt und in der Welten Leere / dir sich auch kein Sternlein hellt, / flieh‘ in diese inn’re Welt!

[HiG.02_41.12.17.c,07] Wenn auf deines Lebens Höhen / schwarzen Zweifels Stürme wehen / und an nichts dein Glaube hält, / flieh in diese inn’re Welt!

[HiG.02_41.12.17.c,08] Und wenn dann am Wanderziele / wohl dir wird, und sanft und stille / einst des Lebens Schleier fällt, / wirst Mich finden in der Welt!

[HiG.02_41.12.17.c,09] Diese Welt mußt du dir wählen, / sie wird dir dein Selbst erhellen. / Sie ist Meine Welt in dir, / deines Lebens Lichtrevier!

[HiG.02_41.12.17.c,10] Was dein Auge nie gefunden / und dein Herz noch nie empfunden / beut die Welt als Lebenspfand / dir aus heil’ger Vaterhand!

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