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„Ich bin der Herr, dein Arzt!“

„Ich bin der Herr, dein Arzt!“

Welch ein Hinweis, welch ein Mahnmal; und wer Ohren hat zu hören, ein lichtbereites Herz, wer gern erkennen möchte, dem wird es auch enthüllt, wer der Herr, der Arzt, der Helfer ist!

Denkt der Mensch da nicht zumeist an all sein Leibliches?, an das, was ihn beschwert und Mühe macht? O, durchaus darf man daran denken, darf dem ‚Arzt der Ewigkeit‘ sein armes Leben anvertrauen. Wer sich freilich ganz allein ans Äußerliche hängt, nicht die Mängel und das Leiden seiner Seele sieht, wer über seine Seelenkrankheit eine dicke Decke legt, damit der HERR sie nicht besehen soll, dem wird schwerlich Gott als ‚Arzt‘ begegnen!

Mag er sich auch leiblich helfen lassen — absolut nicht falsch getan, wenn vor der Leibeskrankheit jene Seelenkrankheit steht und für diese sich die Hilfe erst erfleht, — da mag er menschlich heil in seine Grube fahren, wenn der Tod als Lebensengel winkt, im Lichte wird im aufgetan, wie krank, fast unheilbar die arme Seele ist. Aber ER, der ARZT, Er hilft doch allewege. Des seid getrost!

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