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Die Kunde, euch zuteil geworden, ist im ersten ‚Komm‘ verankert

Ja, kommt, Brüder, Schwestern, macht euch auf, seid jederzeit bereit, unseres gnadenvollen Gottes Komm zu folgen, was besonders damit gilt, dem Nächsten, dem Bekümmerten zu dienen, zu helfen, so gut es jedermann vermag.

Ob dieses euch durch äußerliche Gabe möglich ist, ob durch gute Worte, die trösten, einen Rat erteilen können, oder ob vielleicht auch bloß durch einen freundlichlieben Blick, der Liebe und Verständnis bringt — alles kann in diesem ersten Komm enthalten sein.

Nun ist das zweite Komm aus aller Hilfe durch ein Wort, durch die Tat und Freundlichkeit gegeben. Kann jemand mal nicht anders helfen, weil ein Bedürftiger aus Scham, aus Trotz, aber auch aus tief verschlossenem Leid keine Hilfe nehmen will, da genügt, an ihm vorbeizugehen und mit Herzgedanken unseren Vater bitten:

‚Gib DU dem Armen Deine Kraft und Hilfe, sei DU ihm für sein Leid die Stütze!‘ Wer das fertig bringt, wer aufmerksam in diesem Sinn die anderen betrachtet und beachtet, der stellt sich selber mit ins zweite Komm hinein.

Das bringt dann viele Herzensfreude, wie ihr das nicht ermessen könnt, wenn ihr bislang noch nicht zu solchem Tun gekommen seid. Auf diese Weise verbindet ihr die Armen, die Belasteten, alle die Zurückgestoßenen — was von Weltlichen geschieht — und euch selbst, eure Seele, das Gemüt so innig mit dem Heiligen, unserem Gott, und auf den Weg zurück, zum Licht im Hohen Licht und werdet ihr vor Seligkeit die Tränen fließen lassen.

Wunderbar wird sich hernach das dritte und das vierte Komm enthüllen. Zwar wird das vierte nicht mit einem Wortlaut ausgesprochen, weil der ‚Winke‘ es genügend sind, um dem Geiste nach hellwach zu sein und die ‚Sprache‘ zu verstehen. Dabei das Wunderherrliche: ‚. . . der nehme das Wasser des Lebens umsonst!‘

O, die Frage, und wer besser als der Vater-Gott und auch wir, die wir manches bringen dürfen, kann sie denn verstehen, wenn ihr Menschen sagt: Nichts geschieht umsonst; denn hier, beim Geistigen, sollen wir doch dienen, also wird das Lebenswasser nicht umsonst uns ausgegeben! Wer das sagt und glaubt, steht vor GOTTES Quell hoch immer weit entfernt. Denn merket wieder auf:

Das heilige Hin und Her, das Geben und das Nehmen, kommt zuerst und bis in Ewigkeit, für die es für ein Kind kein Ende gibt, aus UR, dem Heiligen, dem Ewig-Einzigen und Wahrhaftigen! Kommt es aus Ihm zuerst und ganz allein, so ist es wahrlich doch von IHM umsonst gegeben, weil neben Ihm, am wenigsten vorher, je ein Kind, und das aus sich, zum Leben kam!

Damit ist das Herrliche, das gnadenvolle ‚Ganz umsonst‘ berechtigt und habe ich noch keinen aus den Scharen, zu denen ich gehören darf, gesehen, der nicht das Wundervolle an- und aufgenommen hätte: ‚das Wasser des Lebens umsonst!‘

Wasser ist und bringt das Leben, ihr wißt‘s sogar in der Materie. Ihr könntet eine Welt besitzen, reich an vielen Gaben; aber ohne Wasser gäbe es gar keine Gaben. Darüber braucht nichts mehr gesagt zu werden, wohl aber noch: Wer nicht zur Quelle geht, eben diesem vierten Gnadenteil, der kann seinen Durst nicht löschen. Und der Seelendurst ist peinigender als der Durst des Erdenleibes.

Ja, wiederum das Vierte habe ich im Auftrag noch einmal hervorzuheben. Geht erst durch eure Mauer, die ihr selber aufgerichtet hattet, durchstoßet sie, bis sie ein Tor ergibt. Habt ihr das hineingebracht, alsdann seid ihr bald in Gottes Garten, in jenem Licht-Paradies, das durchaus im gerechten Maß schon auf dem Wanderwege zu erleben ist.

Aber dann inmitten in dem Garten findet ihr den Quell! Beugt euch nieder, was mit bedeutet: im Gebet und demutsvollem Herzen sich dem Höchsten, unserm allerliebevollsten Vater, hinzugeben. Ihr werdet merken, was es heißt umsonst‘?

Die Epistel, die ich bringen durfte und im Auftrag GOTTES so geschah, ist damit beendet. Im Dienst, für euch gern getan, darf ich selbst ein Schlußwort geben. O, das Lichtreich hat unendlich viele Strahlen, offene Fenster, weitgeöffnete Türen, und die Wege sind geebnet — wer darauf wandern will.

Hier noch das zu Bringende: UR‘s hehrer Friede, Seine Kraft, Sein Segen, Seine Güte sind mit euch! Amen.

„Euch aber, die ihr MEINEN NAMEN fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln!“

Das ist mein Schlußwort, euch in Liebe darzubringen, treue Erdenkinder, ihr Brüder und ihr Schwestern; und wenn ihr merkt, daß die wundersamen Worte, die im Buch der Bibel stehen, wie ihr Gottes Offenbarung nennt, dann seid dessen ganz gewiß: auch ich lernte dieses ‚Gottesbuch‘ auf Erden kennen. Und wir im Lichte haben davon nicht nur nichts vergessen, sondern erst das rechte HEIL daraus hinzugelernt. Also könnt ihr es verstehen, was euch gegeben worden ist, aus des VATERS Händen fließt, aus Seinem Munde kommt, Er euch mit Seiner Liebe voll bedeckt.

Noch sei dieses letzte Wort beleuchtet, obwohl ihr selbst, zumal durch alle die Enthüllungen, schon recht gut eingedrungen seid und auch weltlich Unverständliches versteht. Doch bleibt manches noch zu lehren übrig, weil auf dem Wanderweg durch die Materie nicht bis ins Tiefste oder Höchste einzudringen ist. Und das ist gut! Einst sagte UR bereits: „Das Höchste bleibt dem Feierabend vorbehalten, der den Liebe-Schöpfungstag beschließen wird!“

‚Seinen Namen fürchten!‘ O ja, wenn schon der dem Licht nicht zugewandte Mensch sich einmal auf GOTT besinnt, weil ‚es ja Einen geben muß‘, alsdann fängt sein Seelchen an sich sehr zu fürchten, verstandesmäßig meist geleugnet, unterdrückt, nicht eingestehend, daß tatsächlich eine Furcht, hier richtiger ‚Angst‘ gesagt, sein Herz zusammenzieht.

Allein — Gottes hehren Namen fürchten heißt ‚Ehrfurcht‘ haben, vor dem Vater, dem Schöpfer der Unendlichkeit, vor IHM, der als Heiland der Materie SEIN Opfer brachte! Eingeschlossen damit jedes Kind. Auch jenen Hinweis habt ihr schon erhalten, doch ist‘s gut, die Erinnerung aufzuwecken: ‚Wo die Ehrfurcht stirbt, hat man zuvor die Liebe begraben!‘

Es ist menschlich, leider meist bei vielen Gläubigen, wenngleich gut gemeint: es wird zumeist, fast bloß das Wort, Liebe‘ erwähnt, als ein Allheilmittel für alle Fehler. Gewiß, das stimmt wohl auch, aber nie allein! Wo nicht URs ‚sieben Sterne, Geister, Leuchter und die Fackeln‘ (Off. Joh.) erkannt und angewendet werden, diese Seine hocherhabenen sieben Eigenschaften, Seine Grundlebensstrahlen, da ist das Reden um die Liebe weit gefehlt. Nun, zum Trost gesagt: es wird nicht als ganz vergeblich angerechnet.

Also Furcht, also Ehrfurcht haben vor dem Herrn, heißt noch: gerechte Anbetung, in Barmherzigkeit von IHM gerechtfertigt werden, weil allein im Gnadenteil so alles in das Licht zu bringen ist. Ansonst bliebe vieles vor der Himmelstüre stehn.

Nun heißt‘s im Text hier weiter: ‚Euch soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit.‘ Leicht verständlich, daß es sich um keinen Sonnenkörper handelt, der auf hochgesetzter Ordnungsbahn seinen Kreis mit Licht und Leben zu versorgen hat, wie die Sonne, die auch die Erde pflegt. Daß also unter ‚Sonne‘ an sich des Vaters Licht und Gnade zu verstehen ist, werdet ihr wohl selbst erkennen. Habe ich es jetzt hervorgehoben, so deshalb nur, weil es auch noch Tieferes betrifft und zwar folgendes:

Im Empyreum, dem hehren Lichtkern heiliger Unendlichkeit, das UR, der Vater für die Kinder schuf, ehe Er dieselben aus Seiner eigenen Schöpfermacht herausgeschoben, zum persönlichen Lebensdasein auferweckte, steht in der Stadt ‚Licht-Heilig‘ (oberes Jerusalem) der hehre Tempel, mit seiner stillen Stätte ewiger Anbetung und wo jedem Heimkehrerkind der Segen wird, um ungetrennt vom Vater-Gott zu leben. Dort — auch das wurde euch schon kundgetan — schwebt über UR-Gottes Heiligem Herd die UR-Sonne in der Herrlichkeit all ihrer Schöpfungspracht.

Diese Sonne ist gemeint, von ihr geht aus die Gerechtigkeit! Nur soll der Glaubensmensch bedenken, daß nicht er die Gerechtigkeit verdient, um etwa seines Glaubens wegen. Wer das denkt, geht fehl! Gerechtigkeit, die ein Kind empfängt, ist Gnade und Barmherzigkeit des Höchsten, unseres Vaters UR!

Dabei das Wort in zweifacher Deutung: ‚Wer um des Lohnes willen etwas tut, hat seinen Lohn zuvor verloren!‘ Andererseits: ‚Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert!‘ Dieses Wertmachen liegt wiederum in unseres Vaters Hand. ER gibt, und ER weiß es zubest, was jedem Kinde dienlich ist.

Nicht anders ist‘s mit der Gerechtigkeit, die zu empfangen ist. Wer sie selbst erheischt, hat sie auch zuvor verloren; wer in Demut auf die Gnadengaben harrt, wird sie in seinen Händen halten, bevor er auch nur daran denkt.

Allein, nun erwäget nicht, bloß um das Heilsgut zu erhalten: wir wollen eben warten, dann wird es uns zuteil. — Es ist dem Menschen wirklich schwer, ganz rein und herzensmäßig dieses auszugleichen. Das sieht der Himmelsvater gütig an; Er kennt ja Seine Wanderkinder, die Mithilfsträger. Immerhin, so schwer ist‘s wieder nicht, daß ein echtes Glaubenskind das echte Maß nicht zu erreichen wüßte, mit des Schöpfer-Vaters Kraft und Hilfe. Jedem Kind ist es gewiß; bloß aufschauen zu dem heilig-guten Vater, und ‚das Heil unter ihren Flügeln‘ wird jedermann zuteil!

O, die tragenden, beschützenden Flügel, der ‚Spann ewiger Morgenröte‘, auch Anspann genannt, darinnen ist das Heil begründet, fest verankert; denn des Ewigen Tempels Sonne leuchtet Tag um Tag und über jede Schöpfungsnacht hinaus!

Im seligsten Lebenstraum, der uns beschert wird, wenn der Tag der Liebe sich zum Ende neigt und die hehre Nacht zum Feiertage einer hocherhabenen Segensfülle führt, dem Vatertage der Barmherzigkeit, in diesem uns geschenkten seligen Lebenstraum werden wir, für uns bereitet, die höchste Lebensfülle haben und voll und ohne Trennung mit dem Vater UR vereinigt sein. Dann werden wir Sein Heilands-Tun erst voll und ganz verstehen.

Das glaubet fest, das bewahret euch, liebe Erdgeschwister, und seid gegrüßt von euerem Freunde aus dem Licht.

„GOTT-VATER möge uns Sein Amen dazu geben.“

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DU aber, HERR, bist unser VATER und unser ERLÖSER;

von alters her ist das DEIN Name! (Jes. 63)

EINER ist euer Meister, CHRISTUS! (Matt. 23,10)

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