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Das Richteramt – Richter Kap. 1-5 – Vorwort

Während der rund vierhundert Jahre zwischen Josua und König Saul wirkten in Israel Richter, die — mehr oder weniger begabt — es nicht vermochten, die kanaanitischen Völker zur Ruhe kommen zu lassen. Die Perioden, wo man sich im Frieden wiegte, wurden teuer genug erkauft durch gegenseitige Bedrückung.

Die Zeit erlaubte nicht, daß ein Weib ans Ruder kam. Und dennoch kündet es die Bibel. Erklärlich, daß die Einstellung von damals von der Richterin wenig mehr als ein Kapitel übrig läßt. Wer dasselbe aber nicht nur liest, kommt zur Einsicht, einer seltsam hoch begabten Frau mit außerordentlichem Pflichtbewußtsein zu begegnen, das keine Weltmacht ihr gegeben haben konnte. Es galt, den Unruheherd Kanaan zu löschen und Israel aus Jabins Knechtschaft zu befreien.

Es wird Israel kein Unrecht zugefügt, wenn man hier vermerkt, daß zumal zur Richter- und der Königszeit — Krieg und Mord das Land verheerten und kein einziges Jahrhundert friedvoll blieb.

Da sandte Gott dem arm gewordenen Volke eine Frau. Es kann wohl wundernehmen: man hat sie anerkannt. Wer sie war, was unter ihrem Regiment geschah, berichtet nachstehende Geschichte.

Mit guten Gedanken und Wünschen soll auch dieses Werk allen lieben Lesern in die Hand gegeben werden.

Dazu freundliche Lichtgrüße

A. W. Hannover, im Frühjahr 1962

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