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Beglaubigung der geistigen Schöpfung. Die vollendete Darstellung des 7. Tages

Kapitel 22, 1-5    (Ps. 111, 1-9) 

Das Evangelium von den Schafen beider Ställe (Joh. K. 10) wird in der letzten Schau zur höchsten Wahrheit werden. ‚Er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein Kristall; der ging aus von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Welche Aufgabe obliegt dem Ernst-Träger! Denn er haftet sozusagen für das Ganze, weil URs Ernsr das Opfer durch das Testament besiegelt hatte. Welch ein Reich-Tum! Würde der als ‚Licht-Heilig‘ offenbarte siebente Sabattag nicht wirklich werden, — Johannes hätte nie das Bild geschaut. Mit dem ‚er zeigte mir‘ sieht er die gewordene Gestaltung.

Der lautere Strom ist das ‚Geläuterte’ aus der ersten und zweiten Auferstehung: die Schafe zur Rechten wie auch die Böcke zur Linken, wodurch die neue Geistschöpfung ihren Titel erhält. Im Sinne des Tat-UR-Jahres ist der Strom (1. Mo. 2, 10) das Heils-Leben, das keine Spaltung mehr in vier Stromadern kennt. Der All-Heilige zeigt Sich den Seinen wie Er ist: UR, der Einige! Die Lauterkeit in dieser Hinsicht ist Seine volle Offenbarung = von Angesicht zu Angesicht.

Das lebendige Wasser = URs vierte Herzkammer ist durch JESU Lehre (Joh. 14, 7-9) und durch Golgatha zur unzerreißbaren Bindung zwischen Vater und Kind geworden. Klar wie Kristall! Johannes macht einen Unterschied zwischen Lauterkeit und Klarheit. Im Schöpfungssinne ist Lauterkeit das Unbedingte, Klarheit die einem Werk angepaßte Form, während für die Kinder in Hinsicht des Falles und der Erlösung die Lauterkeit sich auf die Läuterung, die Klarheit jedoch auf die Standhaftigkeit bezieht, was durch das ‚wie ein Kristall‘ bekundet jst.

Kristall = Kostbarkeit, schon am Feiertagsmorgen Aufbau, Richtung, Lauf und Ziel als URs Morgengabe aus Seinem Schatz. Daher geht der Strom vom Stuhl Gottes und des Lammes aus. An dieser hochwichtigen Stelle würde UR nicht wie zwei Personen offenbart, wenn nicht eben von dem EINEN Wichtiges zu sagen sei. Gott und Lamm ist kein Beweis der Trinität nach nur dogmatischer Entsprechung. Wer nicht nach dem Lichte werten kann, soll die Gottheit nicht in einen leeren Rahmen spannen. Er geht dabei sehr fehl!

Gott und Lamm = Geduld-Liebe! Erstere dem wundersamen Menschentag das Gepräge, die zweite ihm die Vollendung gebend. GEDULD nahm die Zeit aus der UR-Zeit zur Zeugung eines Opfersohnes, LIEBE gebar den Erlöser an ihrem Tag! So sieht das Geheimnis aus, vom Strome aus dem einen Stuhl, auf dem schließlich ja nur EINER sitzen kann. Die Trinität ist abe auch Entsprechung, weil das Schöpferische aus der UR-Wesenheit keinem Kinde wird, nur von den drei andern Teilen.

‚Mitten auf ihrer Gasse auf beiden Seiten des Stroms stand Holz des Lebens, das trug zwölfmal Früchte mmd brachte seine Früchte alle Monate; und die Blätter des Holzes dienten zur Gesundheit der Heiden.‘ Der Strom, der mitten durch das Tagwerk fließt und in seiner äußeren Art am siebenten Tag den Ausschlag gibt, wird zur Gasse. Also: Das bewegliche Prinzip des freien Willens ist stabil geworden = ist mit den UR-Bedingungen ausgeglichen. Strom =  Bedingung, unwandelbare Gesetze; Gasse = freier Wille, wandelbare Gesetze, sind wieder eins.

Im Sinne der Erlösung — ausdrücklich hervorgehoben — ist der Strom der HEILAND; mitten = Mittler; beide Seiten = die freien und die befreiten Kinder; stand Holz des Lebens = UR und Seine Frucht. Wer das Heilandsleben als immerfließenden Strom erkennt und sich in ihm verankert, baut aus der Offenbarung seine ewige Erlösung!

Zwölfmal Früchte = zwölf Gebote einhalten aus beiden Schöpfungsfundamenten; zwölf Monate = Großwerke des Tat-UR-Jahres. Das Jahr der Erde — zwar in armseliger Fassung — ist ein Spiegelbild. Jedes Werden wurzelt im Reich, gleichgültig, ob der Mensch es richtig oder unrichtig gestaltet. Nun ist es gerechtfertigt als Lebensholz, das Früchte bringt durch‘s ganze Jahr = Hall-Jahr, Befreiungsjahr! (3. Mo. K. 25).

Aus den Offenbarungsbildern wächst für jedes Kind durch Annahme derselben ein Lebensring = innergeistiges Jahr, das aus der ersten grundlegenden Wiedergeburt zwölfmal Früchte am Holze seines Lebens mit sich bringen muß, gegründet auf das Freiheitsprinzip des Glaubens und der Tat.

Die vom zweiten Tod Befreiten noch als Heiden darzutun, ist zum Unterschied der Gruppen beibehalten und keine Herabsetzung, sonst wäre nicht zuvor ihre Herrlichkeit und Ehre eingebracht worden. Daß ihnen nur die Blätter (Tee) zur Gesundheit dienen, bedeutet zweierlei. Im Ablauf des Gegebenen ist zu erkennen, daß die zweite Gruppe (bis zuletzt Ungläubige Laue) war an allen Seligkeiten Anteil haben, nicht aber werktätig sein können, es auch noch nicht brauchen.

Hier schenkt die Liebe gern umsonst. Blätter fortwährendes Geben (Grünen); ferner stehn sie auch am Strom und bringen im Verhältnis selber ihre Frucht. Sie sind noch das von UR aus dem andern Tod Gesammelte, das irgendwann zum Schmucke eines Werkes dient. Bis dahin bleiben sie als Unpersönliches in Seinem Grund verwahrt, auch zugedeckt. Über die geistige Schöpfung in UR ist damit viel gesagt und das — o Wunder — durch einen Menschen, dem Johannes.

JESU hat Seinen Jünger weit hinein in den allstrahlenden Feiertag geführt; aber ob der allzuarmen Menschensprache dem Geistigen wie auch einer erdgebundenen Auffassung gegenüber ist die Schau davon nur im knappen Rahmen aufzuschlüsseln. Dennoch ist eine Darstellung gegeben; sie genügt, um in höhere Sfären aufzuheben.

‚Es wird kein Verbanntes mehr sein. Und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darin sein; Seine Knechte werden Ihm dienen und sehen Sein Angesicht; und Sein Name wird an ihren Stirnen sein.‘ Ein gewaltiges Wort: Es wird nicht mehr sein! Unglaube und Zweifelsucht sind das Verbannte. Gott und Lamm wieder nur als EINER = Herrschaft und Ausübung im UR-Zentrum sichtbar aufgestellt, weil die Opferliebe — auf die Güte gestützt — ihren Tag erlöst, freigekauft und das einst verloren gegangene Krongut wieder eingebracht hat.

Seine Knechte = die freien Mithelfer am Erlösungswerk; werden Ihm dienen = um Lohn; die Befreiten erhalten ja die Gabe. Dodch wer mißt an diesem Tag des Herrn den Unterschied zwischen Lohn und Gabe? Und sehen Sein Angesicht! IMANUEL, der Herr ZEMACH, verhüllt nicht mehr Sein Wesen; nicht mehr wird es nötig sein, als Wolke, Feuer oder in der armen nur durch das Opfer überaus begnadeten Menschenhülle zu erscheinen, nein — UR ist zu sehen von Angesicht zu Angesicht.

Es heißt auch noch: Einblick haben in das, was der All-Heilige dem Feiertag bereitet hat. Aus Seinen Augen strahlen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unaussprechlich hehre Schöpfungsjahre, über deren Verlauf Er zur Freude Seiner Kinder den ‚Entwcklungsmantel’ deckt. Allein — auch davon haben die getreuen Kinder aus dem ‚von Angesicht zu Angesicht‘ ihren hochgerechten Teil.

Dergestalt tragen sie Seinen Namen auf ihrer Stirn = der Anteil von Priester, Gott und Vater hat sich in ihnen manifestiert. Das Schöpferische nehmen sie nur dann zur Hand, wenn sie zum Werk beauftragt sind. Ist das getan, so legen sie den Werkmachtteil wieder auf den Heiligen Herd als des Höchsten ganz getreue Helfer.

‚Es wird keine Nacht da sein, und sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.‘ ‚Keine Nacht‘ ist nicht umsonst wiederholt, weil die weitere Stufe lautet: Die sechs Arbeitstage werden am Ruhetag geistinnerlich verarbeitet. Bei UR gibt es keinen Stillstand. Auch an diesem Tage gehen sie ins Werk, um das ‚Gnadenmaß desselben‘ zu erwerben. Niemals aber sind sie mehr von UR getrennt. Nacht = Trennung. Seinen Namen auf der Stirn, Sein Bild im Herzen, ist Er ihnen allzeit gegenwärtig.

Aso Leben sie in diesem Feier-Tag, im Lichte Seiner niemmermüden Hände.

Die Freien (Knechte) brauchen keine Leuchte = Lehrer; kein Licht der Sonne = Berater; Gott der Herr wird sie erleuchten = in allen Dingen reif machen; regieren = gehören zur Stuhlherrschaft; von Ewigkeit zu Ewigkeit = von einem Schöpfungstag zum andern. Zu erkennen ist noch, daß eine Ewigkeit gegrenzte Raum—Zeit ist, gleichgültig, ob eine Raum—Zeit—Epoche sichtbares Sein erhält oder nicht.

Mit dem Ende des Liebe-Tages können Gottes Freie, zum TeiI auch die Befreiten, eine Ewigkeit überblicken; zwar nicht eigentlich während derer Dauer, doch ihr A und O auf URs erhabenem Angesicht. Das besagt die Regentschaft, auch von Ewigkeit zu Ewigkeit. Würden sie nicht das leuchtende Finale des hohen Feiertages sehen, — unmöglich hätte der Ernstträger als ‚Fürst der Kelter‘ Johannes davon offenbart. Vollendet, soweit der reine Geist des Sehers es begreifen kann, enthüllt der Lichtfürst ihm den siebenten Tag. —

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