Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüste und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. (1. Mo. 1, 1-2)
Euch ist‘s gegeben, daß Ihr das Geheimnis des Himmelreichs versteht. (Matt. 13,11)
B-1 Das erste UR-Jahr beginnt, ein Werk aus Vor-Werken ohne Zahl. Denn UR kennt in Sich keinen Anfang! Seine Gestaltungskräfte sind Sein Ich. Die in der viergeteilten Schöpfung vorgebauten Gestaltungen erhalten ihre Grenzung aus der Ur-Ewigkeit. Nun beginnt erstmalig ein allerdings zusammengefaßter UR Zyklus. Sein Anfang ist nicht zu offenbaren; auch er bleibt ein Äon mal Äon!
Darum:
„UR-EWIGKEIT IN RAUM UND ZEIT!“
B-2 Das Unermeßliche meßbar gemacht — wer kann es begreifen? Es ist die Gleichung: ‚In Ihm wohnte die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig!‘ Auch hier das Unermeßliche in einer kleinen Form. Für ein überaus herrliches Werk ließ UR Seine Unermeßlichkeit gestaltlich werden, sonst gäbe es auch keine Kinder. So begann das UR-Jahr, angefüllt mit Gedankenweg und -werk, die in Sternenzahlen zu errechnen sind. Im großen Rahmen in der viergeteilten Schöpfung vorgeschaut, nun aber plastisch gedacht, auch ausgedacht = erfunden.
B-3 Mit Ihm gestaltet sich gedanklich, doch in vollständig sinnfälliger Form, das Dual aus Seiner Einheit: der Himmel und die Erde! Nicht der Himmel seliger Kinder, nicht die Erde gesunkener Menschen — das ist ein späteres Werk. Dies war der erste Himmel: URs eigene Gestaltung, für kommende Kinder zu erschauen. Dies war die erste Erde: Raum und Zeit, für die Kinder zubereitet. Darum war die ‚Erde‘ wüst und leer — ohne Kindwerk, ohne Gestaltung; war es noch finster auf der Tiefe — Raum und Zeit, der heiligen Tiefe schaffende UR-Macht entnommen, trugen noch keine Lebewesen außerhalb von UR.
B-4 Nun schwebt Gottes Geist aber auf dem Wasser, die Gedanken werden vom Leben = Wasser behaucht und von Gottes Geist beschattet. Damit nimmt das UR Jahr seinen schöpferischen Anfang. Vier Enden bildet UR. Je ein gedanklich Inneres und ein gedanken-persönlich Äußeres fügt Er zu einer Einheit zusammen, ohne jedoch eine Verschmelzung herbeizuführen; denn keines soll und darf seine Eigenheit verlieren. Auf das erste Ende setzt Er den Herzteil ‚Schöpfer‘ und überstrahlt mit ihm das ganze Jahr des Gedankens. Damit bleibt das Schöpferprinzip in jeder Folge Urheber des personhaften Seins und Lebens, unabhängig davon, daß die drei anderen Herzteile die drei weiteren UR-Jahre dominierend überstrahlen.
B-5 Aus dem Schöpferprinzip kristallisiert sich die Macht. Sie muß der Grund, die ‚Heilige Tiefe‘ bleiben, weil ohne grundsätzliche Machtstellung das vorbedachte Hochziel nicht erreichbar wäre. Würde UR die schöpferische Machtmäßigkeit nicht fortdauernd an erster Stelle belassen haben, wahrlich, das später zu Recht erhobene freie Willensgesetz hätte die Erfüllung eines Löseopfers unmöglich gemacht.
B-6 Das Schöpfertum, das Machtprinzip, untermauert UR durch die zwei hochgesetzten Eigenschaften Ordnung und Wille; denn die Gedankengestaltung ist ohnehin ein auf das allerengste mit Ihm Verbundenes, noch pures UR-Sein, wenn gleich bereits dualistisch hergestellt. Es ist die UR-dung! Diese Gedankendualität gestaltlich aufzubauen, dem Äußeren nach von Ihm getrennt, bedurfte es des Einsatzes Seines Willens. Augenblickes, da Er im Verlauf des sich herrlich entwickelnden Gedanke-UR-Jahres die mit Machtkräften ausgestattete Dualität her anwachsen sieht, will Er das Dual erhalten und darüber hinaus Seinem eigenen Sein anpassen, sich zum Ebenbilde schaffen.
B-7 Damit tritt der Schöpferwille nach geheimer Vorwaltung nun wie ein Zweites an die Seite der Schöpferordnung und erfüllt allmählich die leere, wüste Erde = den begrenzten Raum und seine Zeit. Die Teilgeister beginnen ihr persönliches Leben! Zwar auch hier noch im Gedanke-Sein, ihr eigenpersönliches Sein nur gedanklich erlebend. Es genügt aber, um eine dem Werk angepaßte Vollendung zu erzielen.
B-8 Einer weiteren Steigerung innerhalb des Gedanke-UR-Jahres bedarf es nicht; denn die Teilgeister sind an die dem Schöpfermachtprinzip angebundene Vollendungsgrenze angelangt und haben als eigenbewußte Persönlichkeiten die Wiedervereinigung mit dem UR-Geist gedanklich erreicht. Ist das zum Teil auch machtmäßig aus der ersten Schaffung hergeleitet, so wirken doch gemäß des gewordenen Duals eigene Kräfte der Teilgeister mit. Selbst kleinste abgesonderte Gedanken — zum eigenbewußten Leben angeleitet — tragen so viel in sich, daß sie ihre ‚Ursubstanz‘ zur höchstmöglichen Kraftanwendung gebrauchen werden.
B-9 Diesen Punkt erreicht, schließt UR das Gedankenwerk ab, weil eine weitere zwar mögliche Steigerung die Urkeime zum UR-Kern rückbilden würden, wodurch die Teilgeister ihre erst erhaltene Persönlichkeit verlieren müßten. Das Gegenteil hat UR aber vorbedacht. Er besitzt so viel an Raum und Zeit für reichste Zyklen — ein einziger Stern, eine kleine Welt des jetzigen Kosmos, entspricht im Verhältnis einem solchen Zyklus gegenüber den Myriaden Sternen, Sonnen und Welten. Ja, wie ein Milchstraßensystem als ‚kleine einsame Insel‘ im Ozean der Schöpfung schwimmt, so ein UR-Zyklus in der Ur-Ewigkeit!
B-10 Nicht für umsonst aber ward den Menschen zuerst von einem Himmel und einer Erde kundgetan, vom Inneren und Äußeren, in die der Raum gegrenzt und die Zeit in Einzelabschnitte aufgeteilt ward. Schon dieses erste Ur-Jahr wies entsprechend den Tagen eines Erdenjahres Einzelschaffungen auf, ein stufenmäßiges Sich-auf-und-vorwärts-Bewegen. Die große Zeiteinteilung kam aus den vier Herzkammern; und so wurde dieses UR-Jahr in vier Hauptzeitfolgen unterteilt (vier Jahreszeiten).
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