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Das Gleichnis vom Sauerteig

33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.
34 Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
35 damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen; ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war«.

Matthäus, Kap. 13

• mt.13,33] Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war. a  {a lk.13,20-21; jl.ev08.077,06}

06] Also ist Mein Reich auch wieder zu vergleichen einem Weibe, das, um Brot zu backen, drei Scheffel Mehl nahm und dazu nur wenig Sauerteig gab. Als sie aber dann den Teig anmachte, so ward er von dem wenigen Sauerteige dennoch bald im rechten Maße durchsäuert. Seht, auch Mein Wort ist da wieder der wenige Sauerteig, gemengt unter viel Mehl, und es genügt zur Durchsäuerung von viel Mehl! Darum gebet den Menschen in Meinem Namen nur so viel, als es vorderhand nötig ist; das Weitere wird dann schon Mein Wort aus sich wirken!

07] Wem ein Kind geboren wird, der sorge sich nur um dessen Gesundheit; das Wachsen hängt von Mir allein ab.

08] So ihr Meine Lehre den Menschen überbringt in der Wahrheit, die ihr von Mir überkommen habt, so machet sie auch darauf aufmerksam, daß man deren Früchte erst dann ernten kann und wird, so man von der Liebe zur Welt und ihren Schätzen sich im Herzen völlig abgewendet hat; denn die Liebe zu den Dingen der Welt ist eine dunkelgraue Wolke, die sich stets zwischen die Sehe der Seele und das Licht aus den Himmeln stellt!

09] Aus diesem Grunde haben die meisten Menschen aus dem schwachen Schimmer, der eine Folge des reinen, hinter der dunkelgrauen Wolke leuchtenden Himmelslichtes ist, wohl nur so ganz schwache Ahnungen von etwas Höherem und Übersinnlichem; aber weil die besagte Wolke nicht weicht und statt heller nur zumeist immer dunkler wird und häufig ganz finster, so begreifen und fassen sie auch nichts von der reinen Weisheit aus den Himmeln, sind sonach denn auch stets voll Sorgen, voll Furcht und voll Ängsten und glauben an allerlei dumme Dinge und suchen Trost und Beruhigung bei den toten Götzen und ihren Priestern, weil sie des wahren Trostes aus den Himmeln nicht gewärtig werden können, indem die besagte Wolke zwischen der Sehe der Seele und der Sonne der Himmel unverrückt liegenbleibt.

Großes Evangelium des Johannes, Band 8, Kap. 77

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