Jesus zu dem welterfahrenen Römer Agrikola: „Da die Hölle nun ihre Gewalt über die ganze Erde ausübte, war es an der Zeit, daß Ich selbst in die Materie herabkommen mußte, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit all Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der Hölle einen Damm zu setzen, den sie nimmermehr durchbrechen wird. Ich, der Allerheiligste, mußte Mich mit der Unheiligkeit der menschlichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle zu ihrer Besiegung als starker Held nahen zu können. Ich habe Mich ihr nun genaht, bin in ihrer Mitte, und alle Teufel fliehen vor Mir wie lockere Spreu vor dem Sturmwinde!“
[Ev. Bd. 6, Kap. 240, 2-3]
Ein lebensvollendeter Himmelsbürger zu Satan über die Menschwerdung des Herrn und die dadurch veränderte Stellung Satans in der Schöpfung: „Es bestanden vor des Herrn Menschwerdung eine alte Erde und ein alter Himmel, die ruhten wohl auf dir, dem gerichteten Satan, damals warst du noch der negative Pol! Als aber der Herr selbst Fleisch annahm, da verwarf Er deine Polarität und setzte in sich selbst eine viel tauglichere, Seiner würdigere und für alle Ewigkeiten haltbare an die Stelle der deinen. Mit dieser Neuordnung kittete Er die durch deine Schwäche aus allen Fugen gehenwollende Schöpfung wieder fest zusammen, und es verging das Alte, und etwas ganz Neues trat an seine Stelle. — Vor Gottes Menschwerdung warst du zwar eine Notwendigkeit; aber nach dieser bist du nichts mehr und nichts weniger als jeder andere Geist, und darum bist du nun auch zur Erhaltung der Dinge durchaus nicht mehr nötig!“
[BM. Kap. 193, 14-15]
Jesus: „Die Juden, die in dieser Zeit zumeist glaubenslos sind, aber aus ihrer Überlieferung doch noch wissen, wie Gott ihr Volk geführt hat, sind am geeignetsten, Meine persönliche Gegenwart zu ertragen. Denn die Mich erkennen, wissen es aus dem rechten Grunde, wer Ich bin. Die Ungläubigen aber halten Mich für einen Magier und die Schwachgläubigen für einen Propheten. Da ist sonach mit Meiner Gegenwart keine Seele in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrem freien Willen gefährdet, und darum muß das Licht vom Judenvolke aus in alle Welt hinausgehen.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 11]
Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „Ich habe Mich darum mit einem Leibe umgeben, damit Ich für euch künftig nicht mehr ein unbegreiflicher und unschaubarer Gott bin, sondern ein Mensch, mit dem ihr ebenso wie miteinander reden und verkehren könnt. Dadurch habe Ich euch nicht nur zu Meinen vollkommen ebenbildlichen Kindern, sondern auch zu Meinen wahren Freunden und Brüdern gemacht. Damit werdet ihr alle wohl zufrieden sein, und es wird euch nicht beirren, daß Ich in Meinen ewigen göttlichen Eigenschaften niemals erreichbar bin.“
[Ev. Bd. 10, Kap. 207, 11-12]
Jesus zu einem gutwilligen, im Herzen jüdischen Heiden: „Ich bin kein Prophet, sondern Derjenige, von dem die Propheten geweissagt haben, daß Er kommen werde, um alle, die an Ihn glauben, von den Banden des Truges von der Nacht der Sünde, des Gerichtes, der Hölle und des ewigen Todes zu erlösen. — Ich bin also der Herr und Meister selbst und kein Diener, bin aber nun doch in dieser Welt, um allen Menschen, die guten Willens sind, mit Meiner Liebe, Weisheit und Macht zu dienen und ihnen das ewige Leben zu geben. Denn wahrlich, alle, die an Mich glauben und völlig nach Meiner Lehre leben und handeln, die werden den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken, sondern nach dem Abfalle ihres Leibes in einem Augenblicke verwandelt werden und bei Mir im Paradiese sein, und ihrer Seligkeit wird kein Ende sein!“
[Ev. Bd. 10, Kap. 125, 5-6]
Alle Erdenvölker hatten Weissagungen von der Menschwerdung Gottes. Von einer solchen Prophezeiung durch einen germanischen Seher weiß der römische Kriegsveteran Markus zu berichten.
[Ev. Bd. 3, Kap. 167, 6-8 und 11-13]
Auf den Vorschlag des römischen Statthalters Cyrenius in Tyrus, das Auftreten eines höchsten Göttersohnes im Jesuskindlein dem Kaiser nach Rom zu melden, erklärt Joseph dem eifrigen Machthaber: „Lieber, guter Freund! Meinst du denn, daß Dem an der Ehrung Roms etwas gelegen ist, dem Sonne, Mond, Sterne alle Elemente gehorchen müssen?! — Hätte Er gewollt, daß Ihn alle Welt ehret wie einen Götzen, da wäre Er vor aller Welt Augen in all Seiner ewig unendlichen, göttlichen Majestät zur Erde herabgekommen! Dadurch aber wäre auch alle Welt gerichtet worden! Er hat aber die Niedrigkeit erwählt, um alle Welt zu beseligen! Und so laß es mit der Botschaft nach Rom gut sein! Denn dieser ist gekommen zum Falle der Welt der Großen und Mächtigen und zur Erlösung der Armseligen, ein Trost der Betrübten und zur Auferstehung derer, die im Tode sind!“
[Jug. Kap. 38, 7-10]
Eine zum Licht erwachte Seele im Jenseits: „Wenn Gott der Herr nicht das Menschliche angenommen hätte, um auch von uns Menschen, Seinen Geschöpfen, gesehen zu werden, wozu wohl hätte Er uns erschaffen?! Für sich nicht! Denn was hätte Er davon, wenn wir Ihn nie zu Gesicht bekämen und vollauf liebeten? Und wozu wäre uns ein Leben ohne einen schaubaren Gott nütze!?“
[BM. Kap. 30, 18]
Jesus auf die Frage eines Jüngers, warum Gott gerade auf dieser Erde Mensch wurde: „Es befinden sich im Herzen des Menschen zwei überaus kleine, euren Augen kaum als winzige Pünktchen sichtbare Kämmerlein, die den beiden großen Blutkammern entsprechen. So klein aber auch diese Punkte sind, so bedingen sie durch ihre Einrichtung doch ganz allein das Leben des Herzens und dadurch des ganzen Leibes mit all seinen Organen. — Das erste und wichtigste Kämmerlein entspricht dem, was des Geistes und somit des eigentlichen Lebens ist, und wir wollen es das bejahende nennen. Das zweite, minder wichtige, obschon zum Leibesleben unumgänglich notwendige aber, wollen wir das der Materie entsprechende, also das verneinende nennen. Dieses hat für sich kein Leben, sondern ist nur ein Aufnahmegefäß fürs Leben, welches es mit jedem erneuten Herzschlag aus dem bejahenden Kämmerlein von neuem aufnimmt und dann dem ganzen Leibe durch das Blut mitteilt. — Seht, wie im Kleinen jeder Mensch zum Behufe seines leiblichen Probelebens eingerichtet ist, also auch entsprechend in den weitesten Umrissen der ganze große Schöpfungsmensch. — Denket euch, daß diese Hülsenglobe, in der sich eure Erde mit zahllos vielen anderen Weltkörpern befindet, zur Einrichtung des Herzens im großen Schöpfungsmenschen gehört, und daß eben eure Sonne mit ihren Planeten das bejahende Lebenskämmerlein darstellt und darinnen eben diese Erde entsprechend den eigentlichen geistigen Grundlebensstoff bedingt und ausmacht! — Ich aber bin von Ewigkeit der Grund alles Lebens und alles Seins und bin somit auch die urbejahende Lebenskammer im ewigen Lebensherzen der Unendlichkeit! — So Ich denn nach Meiner Liebe, Weisheit und Ordnung in Mir selbst beschlossen habe, das Leiblich-Menschliche anzuziehen, so konnte Ich der ewigen Ordnung gemäß in dem großen Schöpfungsmenschen solches nur auf dem Punkte verwirklichen, der Meinem Urwesen völlig entspricht. Da diese Erde seit den Zeiten Adams dazu erkoren ward und auf ihrem Boden Ich nun das Leibmenschliche angenommen habe, so wird sie das auch verbleiben bis ans Ende der Zeiten der gerichteten Geister. Und auch ihr werdet die Austräger des Urgrundlebens in alle Unendlichkeit im Geiste aus Mir ewig verbleiben und eben darum Meine wahren Kinder sein!“
[Ev. Bd. 8, Kap. 56, 5-6, Kap. 57, 1-4 und 6]
Jesus: „Was ein rechter Mensch tun muß, um in sich zur vollen Herrlichkeit des Lebens einzugehen, das habe nun auch Ich selbst euch allen zum wahren Vorbild und Wegweiser im großen Schöpfungsmenschen getan und bin darum auf diese Erde gekommen, weil sie nach Meiner ewigen Ordnung dem bejahenden Herzenskämmerlein entspricht.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 13]
Zwei Essäer über Jesus und die Menschwerdung Gottes: „Dieser Nazaräer ist mehr als ein vollkommener Mensch! Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner, aber in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht. Es scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!“
[Ev. Bd. 2, Kap. 147, 13 und 15]
Jesus: „Bei allen zahllos vielen Vorschöpfungen, die alle einen Urgroßweltenmenschen darstellten, habe Ich Mich nicht auf irgendeiner Erde als Mensch ins Fleisch gehüllt durch die Kraft Meines Willens, sondern verkehrte mit ihren Menschen nur durch reinste Engelsgeister.“
[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 2]
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