Jesus: „Ich werde dereinst zu einem hartherzigen, lieblosen Reichen sagen: ‚Warum sorgtest denn du weit über Gebühr nur für dich und entzogst den anderen das, was von Mir aus ihnen gebührt hätte?! — Darum wirst du nun in Meinem Reiche verlassen sein und dir alle Armut und Not gefallen lassen müssen!‘.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 210, 6]
Jesus: „Der zu selbstsüchtige Wucher und die zu große Herrsch- und Glanzsucht der Menschen ist der eigentliche Satan, ein Fürst dieser Welt, die, weil ohne alles Lebenslicht aus den Himmeln, vollkommen die Hölle selbst ist. Dieser ist es wohl gestattet, sich wegen der Probung des freien Willens der Menschen bis zu einer gewissen Höhe zu erheben; wird aber diese Höhe überschritten, so kommt das Gericht, und Hölle und Satan werden in den Abgrund gestürzt.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 101, 7]
Jesus: „Des Hartherzigen Seele wird ergriffen werden von argen Geistern; diese werden sie verderben und einer Tierseele gleichmachen, als welche sie dann auch jenseits erscheinen wird.“
[Ev. Bd. 4, Kap. 29, 6]
Jesus mit Beziehung auf Judas: „Ein habgieriges Herz faßt unmöglich etwas von den geistigen Dingen und kann auch nimmer völlig dahin erhellt werden, daß es fasse, was zu seinem Heile gereicht.“
[Ev. Bd. 4, Kap. 123, 8]
Jesus warnt den Judas vor dem Mißbrauch des Geldes und legt dessen Gefahren dar.
[Ev. Bd. 1, Kap. 94, 12, 16 und 17]
Jesus warnt vor Lüge und Wortbrüchigkeit, Er weist auf die argen Folgen unerfüllter Versprechungen hin.
[Ev. Bd. 1, Kap. 198, 1-5]
Jesus warnt die Seinen vor den Gefahren des Goldes, die in der Überschätzung seines Wertes liegen und die Ursachen vieler Feindseligkeiten unter den Menschen sind.
[Ev. Bd. 5, Kap. 89]
Jesus zu den Tempeljuden: „Eures Hochmuts, eurer Welt- und Selbstliebe wegen ist die Liebe Gottes schon lange nicht mehr in euch — und darum nehmet ihr Mich auch nicht an!“
[Ev. Bd. 6, Kap. 4, 3]
Jesus: „Wer in seinem Gemüt nicht wird wie die Kinder, der kann ins Reich Gottes nicht eingehen; denn der Weg zum Himmel ist ein gar enger und belegt mit allerlei Dornen. Das größte Dornenhindernis aber ist und bleibt der Hochmut mit seinen Abarten. — Darum hüte sich ein jeder vor dem Ehrgeiz, weil er der Vater des dicksten Hochmuts ist, der in der Hölle seine Urheimat hat!“
[Ev. Bd. 6, Kap. 236, 8-12]
Der Jünger Nathanael zu zweifelnden Hörern der Bergpredigt Jesu: „Wenn dich das Licht der Welt zu sehr verlockt, so tue dir Gewalt an und kehre dich ab von solchem Lichte, das dich in den Tod der Materie zieht. Wende dich mit deiner Seele den rein himmlischen Dingen zu. Denn es ist dir besser, ohne alle Weltkunde in das Reich des ewigen Lebens einzugehen als zu weltklug vom Tode der Materie verschlungen zu werden.“
[Ev. Bd. 1, Kap. 42, 8]
Jesus: „Solange du dich nur kümmerst um das, was dem Fleische gebührt, wirst du als Mensch nicht weit kommen; wenn du aber dahinterkommst, daß in dir noch ein Mensch wohnt, der ganz andere Bedürfnisse als dein Leib hat und auch für etwas Höheres bestimmt ist, da wird es dir nimmer schwer werden zu erkennen, wie sehr du mit deinen selbstsüchtigen Grundsätzen im lockeren Sande herumwühlst!“
[Ev. Bd. 4, Kap. 61, 8]
Jesus im Jenseits zu einer standesstolzen Seele: „Gott hat kein Wohlgefallen an Menschen, die den Menschenwert nur nach der Anzahl der Adelsahnen, nach der Amtswürde oder nach der Menge des Geldes bestimmen, alles andere aber, was nicht adlig, beamtet oder reich ist, als Pöbel bezeichnen. Aber alles, was vor der Welt klein, gering und oft sehr verachtet ist, das wieder steht bei Gott in hohen Ehren!“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 68, 5]
Robert Blum in geistiger Erleuchtung: „Wer führt denn Krieg!? — Siehe, die Eigenliebe als die Mutter des Hochmutes und der Herrschsucht! Und wer setzt sich ihr entgegen, bekämpft und besiegt sie? — Siehe, die Macht der reinen Liebe, die da ist ein gerechtes Gericht aus Gott! — Wohl bietet die Eigenliebe des Feindes alle erdenklichen Mittel auf, um sich zu erhalten und Rache zu nehmen an der Gerechtigkeit Gottes; aber das nützt ihr nichts, weil sie sich dadurch gewaltig schwächt. Während im gleichen Kampfe die reine Liebe nur immer mächtiger wird mit jedem Schlage!“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 93, 4]
Dismas, eine geläuterte Seele, im Jenseits: „Wo der Mensch nur seinem kalten Verstande folgt, da kommt er gewöhnlich aufs Eis. Nur wo der Mensch dem lebendigen Rate seines Herzens nachgeht, da kommt er auf ein grünes Land und zu einer lebendigen Hoffnung! Denn in allen Werken des bloßen Verstandes liegt der Fluch (der Selbstsucht), während die geringsten Werke des Herzens von endlos großem Wert sind für alles, was da atmet und lebt.“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 105, 1, 3 und 4]
Jesus: „Gäbe es keine übermäßige Eigenliebe, so gäbe es auch keine Hölle und auf der Erde keinen Krieg, keine Hungersnot und auch keine Seuchen. Weil aber die Menschen voll Selbstsucht sind und voll der verderblichsten Selbstliebe, aus der die Hölle gemacht ist durch die Menschen und nicht etwa durch Mich, so müssen sich solche Menschen auch alles Üble gefallen lassen, was hervorgeht aus der Eigenliebe und der Selbstsucht!“
[Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 6]
Der Herr: „Der reiche Jüngling im Evangelium ist ein sprechender Beweis dafür, wie schwer die Gewinnung des Reiches Gottes ist, wenn das Herz noch mit Weltlichem belastet ist.“
[Hi. Bd. 2, S. 221, 7]
Der Herr zu Jakob Lorber: „Sage deiner Freundin, daß es, um sich Meines Wohlgefallens zu versichern, nicht genug ist, wenn man Meine Worte nur gern und beifällig liest und hört, sondern man muß sich auch lebendig im Herzen danach kehren! Der aber kehrt sich nicht danach, dem weltliche Belustigungen und Erheiterungen noch sehr am Herzen liegen.“
[Hi. Bd. 2, S. 268, 3-4]
NEUOFFENBARUNG