← Zurück zu „Zentrale Kundgaben wichtiger Themen“

Erlösung und Vollendung / 04.b Sündenbekenntnis und Sündenvergebung

Auf die Frage der Maria von Magdalon: ‚Herr und Meister, kann auch ich noch selig werden und das ewige Leben ernten? Ich bin eine große Sünderin und Deiner geringsten Gnade unwürdig?!‘ antwortet Jesus: „Bleibe nur in der reinen Liebe und sündige nicht mehr! Das sei deine Sorge. Um alles andere werde schon Ich für dich Sorge tragen! Ich habe dich befreit von den unreinen Geistern und zu dir gesagt: Deine Sünden sind dir vergeben, weil du den Armen viel Liebe erwiesen hast und nun auch Mich liebst über alles. Zu wem Ich aber sage: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!‘, dem sind sie auch wahrhaft vergeben!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 52, 1-2]

Jesus über Maria von Magdalon: „Jene Maid hat stet der Armut gedacht, wozu ihr, die als eine irdische Schönheit durch ihren unkeuschen Lebenswandel zu großen Schätzen gekommen war, bedeutende Mittel zu Gebote standen; auch war sie von ihren Eltern aus mit allem reich ausgestattet. Auf jenem Hügel siehst du ein Schloß, genannt Magdalon, dort ist die Maid geboren, und das Schloß mit vielen Ländereien ist nun nach dem Tode ihrer Eltern ihr Eigentum. Sie hätte mehrere Male ehelichen können, aber die Templer hielten sie aus arger Gewinn- und Vergnügungssucht davon ab. Doch als sie Mich kennenlernte und Meine Worte hörte, wurde es anders in ihrem Hause, Verstande und Herzen. Und weil sie die Armen viel geliebt hat, so wurden ihr auch ihre Sünden vergeben.

[Ev. Bd. 8, Kap. 45, 5-7]

Joseph zu dem Fischer Jonatha, der sich als Sünder unwürdig fühlt, in des Jesuskindleins Nähe zu verbleiben: „Lieber Freund und Bruder, du weißt ja, was das Hauptgesetz ist; warum willst du denn liebe nach Hause ziehen, als dieses Gesetz lebendig beachten? Liebe den Herrn aus allen deinen Kräften und gedenke nicht beständig deiner Sünden, so wirst dem Herrn angenehmer sein als durch deine beständigen Ausrufe!“

[Jug. Kap. 172, 12-13]

Jesus zu einem bekehrten und erleuchteten Herbergswirt zu Kapernaum: „Wohl haben dir deine Jugendsünden manchen Schaden gebracht für Leib und Seele; aber da du das erkannt und dich ganz abgewendet hast von der Sünde, so bin Ich denn auch zu dir in dein Haus gekommen, um dich von allen Übeln zu heilen. Wo aber Ich einmal eingezogen bin, da ist auch volle Vergebung aller Sünden, Licht und ewiges Leben eingezogen. Ich kann dir darum sagen, daß deinem Hause und dir selbst ein großes Heil widerfahren ist.

[Ev. Bd. 6, Kap. 68, 12-13]

Jesus: Ich bin wohl ein Feind der Sünde, aber nicht des reuigen Sünders, der demütig zum Guten zurückkehrt.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 18, 4]

Jesus, der Herr, entlarvt den diebischen Knecht eines Nachbars in Nazareth, der bereut, alles entwendete Gut zurückgibt, auf Anordnung Jesu von seinem Herrn Verzeihung erlangt und im Dienst behalten wird.

[Ev. Bd. 7, Kap. 229, 13-24]

Auf das reumütige Bekenntnis der Tullia, Gemahlin des römischen Statthalters Cyrenius, auf Befehl des Kaisers in Rom einem Götzen geopfert zu haben, erwidert das Jesuskindlein freundlich: „Diese Sünde habe Ich dir schon lange vergeben. Aber du warst Mir um die Liebe des Cyrenius neidisch, siehe, das war grobe Sünde! Doch du hast nun keine Sünde mehr, weil du Mich wieder liebst. Daher sei ruhig und heiter!“

[Jug. Kap. 205, 21-22]

Der Herr: „Ein in der Demut und Liebe vollendeter Mensch kann wohl zu seinem reuigen Bruder sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!‘, und sie werden ihm vergeben sein, aber da vergibt nicht der Mensch die Sünden, sondern nur die göttliche Kraft, der es allein möglich ist, die Herzen derjenigen, die gegeneinander gesündigt haben und in Feindschaft geraten sind, auszusöhnen, d.h. die Herzen mit dem göttlichen Feuer zu durchglühen, zu durchleuchten und dadurch zu ersticken Zorn, Hochmut und Neid. Darum kann ein Mensch auch nur zu Gott sagen: ‚Herr, vergib mir meine Sünde!‘.“

[Ed. Kap. 72, 5-6]

Robert Blum, nach eindringlichen Belehrungen im Jenseits das wahre Wesen Jesu Christi erkennend: „Nun erst fängt es in mir an — ganz gewaltig zu tagen! O Herr! — O Herr! — O Herr! — Wie kannst Du bei mir verweilen?! — Ich bin doch ein Sünder! — Wohl sagte mir meine starke Liebe zu Dir, daß Du mehr sein mußt, als wofür Dich mein Weltverstand hielt. Nun aber erkenne ich die endlose Kluft zwischen mir und Dir! Und ich kann nichts anderes sagen als: O Du mein großer Herr und Gott! Sei gnädig und barmherzig mir ärmstem, törichtstem Sünder!“ Darauf Jesus: „Liebster Freund und Bruder! Ich sage dir: Deine Sünden sind dir vergeben, weil du dich so gedemütigt hast, daß du deinen Weltverstand gänzlich hintan gabst und dafür den Verstand des Herzens annahmst. Daher soll von nun an von allen deinen irdischen Gebrechen ewig keine Rede mehr sein!

[Rbl. Bd. 1, Kap. 39, 15-16, Kap. 40, 1]

Auf das im Jenseits abgelegte, demütige Sündenbekenntnis des Revolutionärs Jellinek erwidert Jesus: „Was sprichst du von deinen Sünden? — Bruder, vor Mir bist du rein, deine Liebe zu Mir bedecket die Menge deiner irdischen Sünden! — Was du aber noch irgend der Welt schuldig warst, — Ich müßte dir ein schlechter Freund sein, wenn Ich dir diese Schuld nicht abnähme und sie an deiner Statt nicht berichtigte! — Also trinke nun, Bruder Jellinek, — auf unsere ewige Freundschaft!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 56, 11]

Auf die Frage Jesu: „Was soll der sündigen Erde geschehen? Welche Sühne verlangst du von ihr und ihren Mächtigen, die dich gerichtet haben?“ erwidert der im paradiesischen Lichte geläuterte Robert Blum: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen alle nicht, was sie tun! Aber in ihre Herzen senke Frieden, Demut und Liebe!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 81, 33 und Kap. 82, 1]

Jesus im Jenseits zu einer erwachenden Seele: „Wenn du in deinem Herzen in Ordnung bist, dann bist du es auch mit Gott. Und hast du allen deinen Feinden vom innersten Grunde deines Herzens vergeben, so ist dadurch auch deine Schuldtafel vor Gott gereinigt. Und du kannst ganz ruhigen Herzens zu Gott beten: ‚Vater, vergib mir meine Sünden, so wie ich nun allen vergebe, die an mir gesündigt haben!‘ Und der Vater wird dir alles vergeben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 142, 20]

Der Apostel Petrus im Jenseits zu einer hartherzigen, vor den Qualen der Hölle bebenden Priesterschar: „Eine Reue, die von der Furcht vor der Strafe erzeugt wird, hat keinen Wert vor Gott! — Die vor Gott gültige Reue muß der Liebe zu Gott, nicht aber der Furcht vor der Hölle entstammen! Ebenso steht es mit der Buße. Vor Gott hat nur die freie Buße, die da entspringt aus dem lebendigen Glauben und der wahren Liebe zu Gott und zu allen Menschen, einen Wert.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 14-15]

Das Jesuskindlein zu dem über den Kindermörder Herodes ergrimmten römischen Statthalter Cyrenius: „Kümmere dich nicht vergeblich um den Herodes; denn Mein Arm reicht weiter als der deinige! Herodes hat seinen Lohn! Du aber vergib ihm, wie Ich ihm vergeben habe. Denn auch er ist ein blinder Erdensohn!“

[Jug. Kap. 60, 18-24]

Jesus: „Einem Bruder, der sich euch in seiner Schwäche enthüllt hat, sollt ihr ja nicht mit einer richterlich drohenden Miene begegnen, sondern ihm stets mit aller Liebe und Freundlichkeit die Wahrheit offen kundtun und ihm auch die Mittel an die Hand geben, durch die er geheilt werden kann, so wird er den Mut nicht sinken lassen und ein dankbarer Jünger der freien, heilsamen Wahrheit werden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 9]

Der endlich zum vollen Licht erwachte einstige Bischof Martin: „O Herr, o Vater, wie gut mußt Du sein, daß Du einen Sünder wie mich so endlos mild und gnädig ansehen kannst! O Jesus, ich halte es nimmer aus! Mein Herz brennt vor lauter Liebe zu Dir! Sünde hin, Sünde her! Ich muß wenigstens Deine Füße umklammern und an ihnen meiner großen Liebe Luft machen! — Herr, tue mit mir, was Du willst, aber nur diesmal laß meiner Liebe freien Lauf?“ Jesus gewährte mit den Worten: „Komme her, du Mein hartnäckiger Bruder; deine Sünden sind dir vergeben! Und nicht zu Meinen Füßen, sondern hier an Meiner Brust mache deiner Liebe Luft! Deiner Liebe wegen, die Ich in dir sah, hatte Ich so große Geduld mit dir und habe selbst Hand an dich gelegt.“

[BM. Kap. 34, 13-15 und 20]

Ein Tischgebet des Dorfvorstehers Barnabe voll echter Demut: „O Herr, Du Wunderbarer! Vergib uns unsere Sünden, auf daß wir würdiger werden, mit Dir zu Tische zu sitzen!“ — Darauf Jesus: „Ich bin ein Arzt und heile Seele und Leib. Ich habe auch euch völlig geheilt, und ihr seid nun keine Sünder mehr. Darum setzet euch wohlgemut zu Tische und esset und trinket nach Herzenslust!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 270, 21-22]

Jesus auf eines Bekehrten Bitte um Sündenvergebung und Reinigung: „Stehe auf, Mein Bruder! Deine Sünden sind von Mir hinweggetan; denn dein Herz kannte Ich schon lange und ließ es endlich zu Mir kommen. Sei in Meinem Namen voll heiteren Mutes und werde Mir ein gutes, brauchbares Rüstzeug!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 29, 8]

Jesus: „Denen, die an euch gesündigt haben, könnet ihr die Sünden vergeben, und dann sollen sie ihnen auch im Himmel vergeben sein! Solltet ihr aber wegen ihrer Unverbesserlichkeit guten Grund haben, ihnen die an euch begangenen Sünden vorzuenthalten, so werden sie auch im Himmel vorenthalten sein. Aber ihr habt erst dann das Recht dazu, wenn ihr euren Schuldnern zuvor schon siebenmal 77 Male vergeben habt. — Wenn ihr aber als Meine Jünger von Mir nur das Recht habt, gegen euch selbst begangene Sünden zu vergeben oder vorzuenthalten, so ist es klar, daß kein Priester je von Gott aus das Recht haben kann, auch fremde Sünden zu vergeben oder vorzuenthalten!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 12-14]

Der Herr: „Ich will nicht viel dagegen sagen, wenn ein Mensch seine Fehler und Gebrechen einem Seelenfreunde unter vier Augen kundgibt, um von ihm den Trost zu bekommen, daß ihm die Sünden nachgelassen werden, wenn er sich an Mich wendet mit dem ernstlichen Vorsatz, solche Sünden nicht mehr zu begehen und die begangenen womöglich gutzumachen durch aufrichtige Reue und durch eine liebfreundliche Genugtuung. Ein solcher Beichtvater wird Mir allezeit recht lieb, wert und köstlich sein. Freilich braucht es dazu gerade keines Geistlichen, aber wenn schon ein Geistlicher der Ausspender des Abendmahls sein will, so kann er wohl auch des ungerechten Haushalters Amt auf obbeschriebene Weise auf sich nehmen.“

[Ed. Kap. 72, 8-9]

Der Evangelist Markus gibt in der geistigen Welt eine auch im Himmel gültige Erklärung einiger Bibeltexte über die Vollmacht der Sündenvergebung.

[GS. Bd. 1, Kap. 84, 16-20, Kap. 85, 1]

Das Jesuskind zu dem Fischer Jonatha nach erneutem und nun leichtem Tragen des Kindleins: „Meine große Last liegt nicht in Mir, sondern im Gesetze Mosis! Als du Mich nicht kanntest, sondern nur das Gesetz, und hattest Mich auf deiner Achsel, da drückte nicht Meine, sondern des Gesetzes Last deine Schultern weltenschwer. Nun aber hast du Mich, den Herrn über Moses und über das Gesetz, in deinem Herzen erkannt, und siehe, des Gesetzes Last ist nicht mehr mit Mir, dem Herrn des Gesetzes!“

[Jug. Kap. 173, 7-9]

Jesus über das Leben des Täufers Johannes: „Wohl hat vor ihm nie ein Mensch ein so strenges Leben geführt wie er — denn tagelang, so er ein (sinnliches) Begehren in seinem Fleische verspürte, aß und trank er nichts und war so der Erde größter Büßer, ohne je gesündigt zu haben. Aber dennoch sage Ich euch allen: Ein Sünder, so er sich bessert und voll Liebe in seinem Herzen zu Mir kommt, steht höher als Johannes. — Denn der zu Mir sagt: ‚Herr, ich bin ein Sünder und bin nicht wert, daß Du eingehest unter meines Hauses Dach!‘ ist Mir lieber als 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 145, 9-10]

Der Herr: „Wenn ein Tiefgefallener völlig zurückkehrt, dann sollet ihr mehr Freude haben über ihn als über neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen! Denn wer da im Lichte ist, dem ist eine Irrung nicht leicht möglich. Der Schwachen Los aber ist es, nur Geringes zu tragen auf wohlerleuchteten Wegen. Wenn Ich jedoch einem Starken eine größere Last zu tragen gebe in der Nacht, er verfehlt aber den Weg, hört nicht euern Ruf und gelangt an kein Ziel, sondern er gewahrt nur die Nähe des Unterganges und des Todes und kehrt dann doch von selbst weinend zu euch zurück, und ihr habt dadurch einen für ewig verloren geglaubten Bruder wiedergefunden, wie Ich einen verlorenen Sohn, — saget: ist das nicht mehr als neunundneunzig Gerechte?!“

[H. Bd. 2, Kap. 26, 10-13]

← Zurück zu „Zentrale Kundgaben wichtiger Themen“