Ihr aber sollet nicht beten zu Gott, der da heilig, heilig, heilig ist, denn allein in des Vaters Liebe;
denn Gott sind alle Menschen ein Greuel, – nur dem Vater sind sie Kinder. Gottes Heiligkeit ist
unantastbar; aber des Vaters Liebe steigt zu den Kindern herab.
Gottes Zorn richtet alle Dinge der ewigen Vernichtung zu; aber des Vaters Erbarmung läßt auch sogar
jeglichen Traum nimmerdar zugrunde gehen.
Von Gott aus muß alles sterben; aber dann kommt das Leben des Vaters über die Toten. Wer da sucht
Gott, der wird Ihn verlieren, sich und sein Leben; denn Gott läßt Sich nicht anrühren. Und der Menschen
Weisheit, die Ihn sucht, ist Ihm eine greulich anekelnde Torheit und den Suchenden aber unvermeidlich
tötend. Denn mit der Weisheit rührt er Gott an; diesen aber kann kein geschaffenes Wesen mit was immer
für einem Sinne anrühren und behalten das Leben.
Denn Gott ist ein ewiges, allerreinstes, aber auch allerunendlichst heftigstes Feuer, welches nimmerdar
erlischt; und wo es der Vater nicht mildern möchte, da würde es alsbald alles auf ewig zerstören. Daher
soll jeder Gott fürchten über alles und den Vater aber lieben über alles; denn der Vater ist das allerblankste
Gegenteil von Gott.
Haushaltung Gottes, Band 1, Kap.167
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