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wohnen – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Er wird wohnen in den Zelten Schems”, daß dies bedeutet, auf daß Inneres des Gottesdienstes sei im Äußeren, kann erhellen aus allem dem, was früher von Schem gesagt worden ist, daß nämlich Schem ist die innere Kirche, oder der innere Gottesdienst, und daß der äußere Gottesdienst nichts anderes ist, als etwas Seelenloses, oder Unreines, wenn nicht ein innerer da ist, der ihn belebt und heiligt. Daß die Zelte nichts anderes bedeuten, als das Heilige der Liebe und den Gottesdienst aus ihr, kann erhellen aus der Bedeutung der Zelte. Es war ein bei den Alten gewöhnlicher Ausdruck, herumwandern und wohnen in Zelten, wodurch im inneren Sinn bezeichnet wurde der heilige Dienst, aus dem Grund, weil die Uralten nicht allein herumwanderten mit Zelten, sondern auch in Zelten wohnten, und in ihnen den heiligen Dienst verrichteten; daher

auch herumwandern und wohnen im inneren Sinn bedeutete leben. <HG 1102>

“Und sie wohnten daselbst”, daß dies den daraus hervorgehenden Lebenswandel bedeutet, kann erhellen aus der Bedeutung des Wohnens im Wort, daß es ist leben. Das Wort wohnen kommt sowohl in den prophetischen als den geschichtlichen Teilen des Wortes öfter vor und bedeutet im inneren Sinn meistens leben; der Grund ist, weil die Uralten in Zelten wohnten und daselbst den heiligsten Gottesdienst hatten, daher auch die Zelte im Wort das Heilige des Gottesdienstes bedeuteten; und weil die Zelte das Heilige im Gottesdienst bedeuteten, so bedeutet auch wohnen im guten Sinn leben oder den Lebenswandel: so auch weil die Alten mit ihren Zelten auszogen, bedeutet das Reisen, im inneren Sinn die Einrichtungen und die Ordnung des Lebens. <HG 1293>

“Er wohnte in der Wüste Paran”, daß dies das Leben des geistigen Menschen in Ansehung des Guten bedeutet, erhellt aus der Bedeutung von wohnen, das gesagt wird vom Guten des Wahren, oder vom geistig Guten, das ist, vom Guten des geistigen Menschen. Die Beschaffenheit desselben wird beschrieben dadurch, daß er wohnte in der Wüste Paran, wovon sogleich folgt. Daß “Wohnen” vom Guten oder der Neigung des Wahren gesagt wird, erhellt aus mehreren Stellen des Wortes, wo gehandelt wird von Städten, durch die Wahres bezeichnet wird. Daß sie sein werden ohne einen Bewohner, durch den das Gute bezeichnet wird, denn Wahres wird bewohnt vom Guten; und Wahres ohne das Gute ist wie eine Stadt, in der kein Bewohner. Wenn besitzen und wohnen zugleich verwendet wird, bezeichnet besitzen das himmlisch Gute, und wohnen das geistig Gute. <HG 2712>

Wohnen bezeichnet sein und leben. Nicht bewohnen heißt: Verdammnis. Sicher bewohnen, für: den Zustand des Friedens. Nicht wohnen im Lande Jehovahs, für: nicht sein im Zustand des Guten der Liebe, somit nicht im Reich des Herrn. <HG 3384>

“Wo du wohnest” bedeutet, unter denen er jetzt lebt. Dies erhellt aus der Bedeutung von wohnen, sofern es soviel ist, als leben. Daß wohnen im geistigen Sinn leben bedeutet, beruht darauf, daß die Wohnungen in der geistigen Welt alle abgeteilt sind gemäß den Lebensarten und Lebensunterschieden. <EKO 133>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 164 →

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