Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Der Berg Seir bildete Himmlisches vor, was dem menschlichen Wesen des Herrn angehörte. <HG 1675>
Das Land Seir, sofern es im höchsten Sinn das himmlisch-natürlich Gute des Herrn ist. Die Ursache, weswegen das Land Seir solches bedeutet, ist, weil der Berg Seir die Grenze des Landes Kanaan auf der einen Seite war, und alle Grenzen, als Flüsse, Berge und Landesstrecken, das vorbildeten, was das Letzte oder Äußerste war; denn sie erhielten diese vorbildlichen Bedeutungen vom Lande Kanaan, das in der Mitte war, und das himmlische Reich des Herrn vorbildete, und im höchsten Sinn Sein Göttlich-Menschliches. Durch das Land Seir wird im bezüglichen Sinn eigentlich das Reich des Herrn bei denen bezeichnet, die außerhalb der Kirche sind, d.h. bei den Heiden; weil die frühere oder alte Kirche abfällt von der Liebtätigkeit und dem Glauben, wird bei den Heiden eine Kirche gegründet wird; daß dann denen, die in Finsternis sind, ein Licht aufgeht, erkennt man deutlich aus mehreren Stellen im Worte. Dies wird im eigentlichen Sinn bezeichnet durch aufgehen von Seir, und ausziehen von Seir, und ausgehen aus dem Gefilde Edoms, ferner, daß Seir ein Erbteil sein werde. <HG 4240>
“Bis daß ich komme zu meinem Herrn nach Seir” bedeutet, bis sie dann verbunden werden können, nämlich das Wahre, das Jakob ist, mit dem Guten, das Esau ist. Dies erhellt aus der Bedeutung von Seir, insofern es die Verbindung des Geistigen mit dem Himmlischen im Natürlichen bezeichnet, d.h. des Glaubenswahren mit dem Guten der Liebtätigkeit. Das Gute, mit dem das Wahre im Natürlichen verbunden ist, und im höchsten Sinn das göttlich Natürliche des Herrn in bezug auf das Gute, das dem Wahren bei Ihm verbunden wurde, ist es, was eigentlich durch Seir bezeichnet. <HG 4384>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 248 →
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