Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Und sollst daran vier goldene Ringe gießen” bedeutet das göttlich Wahre, verbunden mit dem göttlich Guten, die beide auf allen Seiten umher sind. Dies erhellt aus der Bedeutung der Ringe, sofern sie die Verbindung des Guten und Wahren bezeichnen, hier des göttlich Wahren mit dem göttlich Guten, weil durch die Lade der Himmel, wo der Herr ist, bezeichnet wird. Daß es vier Ringe waren, hatte den Grund, weil durch diese Zahl die Verbindung bezeichnet wird; und daß sie von Gold waren, hatte den Grund, weil durch Gold das Gute bezeichnet wird, und das Gute es ist, mit dem das Wahre verbunden wird; denn das Gute verhält sich wie der Boden, und das Wahre wie der Same. <HG 9493>
“Und sollst ihm vier goldene Ringe machen” bedeutet das letzte Aufnahmegefäß der himmlischen Ehe, welche die des göttlich Guten mit dem göttlich Wahren ist. Dies erhellt aus der Bedeutung der vier goldenen Ringe, sofern sie das göttlich Wahre bezeichnen, das verbunden ist mit dem göttlich Guten, und die beide allenthalben umher sind; somit das letzte Aufnahmegefäß der himmlischen Ehe, welche die des göttlich Guten mit dem göttlich Wahren ist. <HG 9536>
“Und zwei goldene Ringe sollst du ihm machen unter seinem Kranz” bedeutet die Sphäre des göttlich Guten, wodurch Verbindung und Erhaltung stattfindet. Dies erhellt aus der Bedeutung von zwei, sofern es eine Verbindung bezeichnet; aus der Bedeutung von Gold, sofern es das Gute bezeichnet; und aus der Bedeutung des Kranzes, sofern er die Begrenzung bezeichnet, damit man nicht vom Bösen angegriffen und verletzt werde. Hieraus wird klar, daß durch die zwei goldenen Ringe unter dem Kranz die Sphäre des göttlich Guten bezeichnet wird, durch die Verbindung stattfindet. Daß auch die Erhaltung bezeichnet wird, beruht darauf, daß der Altar durch die in die Ringe eingeschobenen Stangen getragen wurde, und durch tragen die Erhaltung bezeichnet wird. Was die Sphäre des göttlich Guten ist, soll mit wenigen Worten gesagt werden: Die Sphäre des göttlich Guten erfüllt den ganzen Himmel und erstreckt sich auch in die Hölle, denn sie verhält sich wie die Sphäre der Sonnenwärme in der Welt,
die im Sommer auch in finstere Orte eindringt, wo die Sonne nicht erscheint. Diese göttliche Sphäre wurde von den Alten versinnlicht durch Strahlenkreise, in deren Mitte Gott und ringsumher die Engel waren. Daher sind die, welche sich vom Herrn führen lassen, und somit das Göttliche von Ihm aufnehmen, in dem Maße in der Sphäre des göttlich Guten, als sie es aufnehmen. Die aber, die es nicht aufnehmen, sind zwar in ebenderselben Sphäre, aber das Innere bei ihnen ist in dem Maß verschlossen, daß sie den Einfluß nicht fühlen; denn die, welche sich in der Hölle befinden, sind im Äußeren und nicht im Inneren. Aus ihrem Äußeren dringt auch wirklich Böses und Falsches dunstartig hervor, das um sie her wie ein Rauch aus einem Ofen erscheint. Daher wird die äußere Sphäre des göttlich Guten bei ihnen abgeschwächt, wobei gleichwohl die innere bleibt, die aber nicht aufgenommen wird, weil sie für dieselbe verschlossen sind, aber dennoch regiert der Herr durch sie die Höllen. Daß es die Sphäre des göttlich Guten ist, die vom Herrn ausgeht, beruht darauf, daß die Himmelssonne, die der Herr ist, die göttliche Liebe ist, denn diese erscheint so. Die davon ausgehende Wärme ist das Gute der Liebe, und das davon ausgehende Licht ist das Wahre des Glaubens. <HG 10188>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 408 →
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