Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Wenn man kommt gen Sodom, Amora, Adma, Zeboim, bis Lascha”, daß dies bezeichnet das Falsche und Böse, in das sie endigen, kann erhellen aus der Bedeutung ebenderselben in den geschichtlichen und prophetischen Teilen des Wortes. Es gibt im allgemeinen zweierlei Entstehungen der Falschheiten, die eine ist aus Begierden, die der Selbst- und Weltliebe angehören, die andere ist aus Erkenntnissen und Wißtümlichem, durch Vernünfteleien; wenn das hieraus entspringende Falsche herrschen will über die Wahrheiten, so wird es bezeichnet durch Sodom,
Amora, Adma und Zeboim: daß Falsches und hieraus entspringendes Böses die Grenzen sind des äußeren Gottesdienstes, der ohne inneren ist, kann jedem klar sein. In einem solchen Gottesdienst ist nichts als Totes, mag sich daher ein Mensch, der in solchem Gottesdienst ist, hinwenden wohin er will, so gerät er in Irrtum hinein, es ist nichts Inneres da, was führt und auf dem Wege der Wahrheit zurückhält, sondern bloß Äußeres, das ihn fortreißt überallhin wo die Begierde und die Einbildung will. Weil in den geschichtlichen und den prophetischen Teilen des Wortes Sodom, Amora, Adma und Zeboim erwähnt werden, so soll was jedes insbesondere bedeutet, vermöge der göttlichen Barmherzigkeit des Herrn, dort gesagt werden. <HG 1212>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 420 →
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