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Höhle – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Die Höhle ist eine Wohnung auf dem Berge, aber eine dunkle; und weil die Wohnungen jeglicher Art, wie das Haus, Gutes bedeuten, allein eine Art des Guten, je nach ihrer Beschaffenheit, so bedeutet hier die Höhle, weil eine dunkle Wohnung, auch ein solches Gute. <HG 2463>

Die Höhle bezeichnet das Dunkle. Wenn gesagt wird Höhle des Berges, dann ist es das Dunkle des Guten, aber wenn gesagt wird Höhle des Ackers Machpelah, dann ist es das Dunkle des Wahren. Hier weil gesagt wird Höhle Machpelah, und Machpelah war wo der Acker, an dessen Ende die Höhle, ist es das Dunkle des Wahren oder was dasselbe ist, das Dunkle des Glaubens. <HG 2935>

Die Höhlen, sofern sie das Böse des Lebens bezeichnet. Es wurde gesagt, daß in der geistigen Welt Berge, Hügel, Felsen, Täler, Landschaften sind, wie auf unserer Erde, und daß darauf Engel und Geister wohnen; sie haben jedoch in der geistigen Welt ein anderes Aussehen. Auf den Bergen dort wohnen die, welche im höchsten Licht sind, unter diesen auf ebendemselben Berg wohnen die, welche in einem geringeren Licht, und unter diesen, die in einem noch geringeren sind, und in den untersten Regionen wohnen die, welche in Finsternis und Dunkelheit sind im Verhältnis zu dem Licht, das in den oberen

Regionen ist. Mithin sind die Himmel auf dem oberen Teil der Berge, und die Höllen in den untersten Regionen, somit folgen die Ausdehnungen der Berge schichtenweise aufeinander. Der Grund ist, damit die Unteren durch die Oberen vom Herrn regiert werden, denn der Herr fließt unmittelbar von Sich aus in alle Gebiete der geistigen Welt ein, mittelbar aber durch die oberen Himmel in die unteren; und durch diese in die Höllen. Diese Anordnung besteht zu dem Zweck, daß alle im Zusammenhang erhalten werden durch den Einfluß. Von solcher Art ist die beigeordnete und untergeordnete Stellung durch die ganze geistige Welt. In die Höllen, die unter den Bergen und in den Felsen sind, führen Zugänge entweder auf den untersten Seiten, oder durch Höhlen aus Tälern; aber die Zugänge auf den untersten Seiten, erscheinen wie Zugänge in Höhlen, wo wilde Tiere sind, ganz dunkel, und werden geöffnet, wenn höllische Geister hineingeschickt werden, und verschlossen, wenn sie hineingeschickt worden sind. Diese Zugänge werden im Wort die Pforten der Hölle genannt. In den Felsen aber erscheinen jene Zugänge wie Ritzen im Gestein, und an einigen Orten wie Löcher von verschiedener Öffnung. Das Dunkle in jenen Pforten oder Türen erscheint den guten Geistern und den Engeln dunkel, aber den bösen Geistern als lichthell; der Grund ist, weil hier kein Licht des Himmels ist, sondern ein Irrlicht, welches das natürliche Licht ohne das geistige ist. Diese Helle ist nicht wie die Helle in der Welt bei Tag, sondern wie der nächtliche Schein für die Uhu, Maulwürfe, Nachteulen und Fledermäuse, die im Tageslicht nichts sehen, und daher ist für jene das Tageslicht Dunkelheit, aber die Finsternis der Nacht Licht. Ihr Gesichtssinn ist so beschaffen, weil aus Falschem und Bösem gebildet, das an sich Finsternis und Dunkelheit ist. Deshalb wird auch durch Finsternis im Wort das Falsche aller Art, und durch Dunkelheit das Falsche des Bösen bezeichnet. Aus diesem kann erhellen, was dadurch bezeichnet wird, daß sie sich verborgen haben in Höhlen, nämlich im Bösen des Lebens, nachdem das Gute bei ihnen verlorengegangen. Daß das Böse des Lebens durch Höhlen bezeichnet wird, beruht auf demselben Grund, aus dem die Berge das Gute des Lebens bedeuten, nämlich weil die, welche dort sich befinden, solcherart sind; denn der geistige Sinn bezieht sich, abgesehen von den Orten und Personen, nur auf das Böse oder Gute, wie solches beschaffen ist in ihnen und bei ihnen, wie auch oben einigemal gesagt wurde. Hieraus kann erhellen, was im Wort bezeichnet wird durch die Höhlen, Gruben, Grüfte, Löcher, Spalten und Ritze der Felsen und Berge. <EKO 410>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 142 →

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