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eingehen und ausgehen – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Eingehen und ausgehen bezeichnet das Ganze (vom Anfang bis zum Ende) des Zustandes oder der Sache, von der gehandelt wird; denn alles, was Bewegung ausdrückt, z.B. wandeln, gehen und fortschreiten bedeutet eine Zustand des Lebens. Daß eingehen und ausgehen dies bedeutet, kommt von den Vorbildungen im anderen Leben her; denn dort geht, wandelt, schreitet man fort, geht ein und geht aus wie in der Welt, aber dies alles wird getan je nach dem Lebenszustand der Gedanken und Neigungen. Daß diese Bewegungen von daher auch ihren Ursprung haben und daß sie Entsprechungen sind und somit reale tatwirkliche Erscheinungen, bemerken sie nicht. Hieraus erhellt, daß alles, was zur Bewegung gehört, solches bedeutet, was sich auf den Zustand des Lebens bezieht, und daß mithin eingehen und herausgehen den ganzen Zustand des Lebens bezeichnet und also den Zustand der Sache, von der gehandelt wird, von Anfang bis zu Ende. Daher kommt es, daß es bei den Alten eine gewöhnliche Redensart war, zu sagen, daß sie das Eingehen und Ausgehen oder den Eingang und Ausgang von jemand wüßten, indem sie darunter verstanden, daß sie den ganzen Zustand seines Lebens wüßten. Und weil diese

Redensart ihren Ursprung aus den Entsprechungen im anderen Leben hat, darum kommt sie auch im Worte in gleicher Weise vor, und wo sie vorkommt, bedeutet sie das gleiche. <HG 9927>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 23 →

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