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Satans Geist und die Materie

Erde und Mond / 33. Kapitel – Naturgeister und Menschenseelen

[Er.01_033,08] Eine solche Zerstreuung des Geistes hat Ähnlichkeit mit der babylonischen Sprachenverwirrung. Wie sich dort die Völker zerstreuen mußten, so mußten sich bei einem Geiste seine Begriffe zerstreuen, so daß er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte.
[Er.01_033,09] Aus diesem Grunde ist der Satan noch heutigestags auf das allereifrigste bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern sein eigenes Urwesen wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war.
[Er.01_033,10] Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze Schöpfung, und sein Geistiges ward verkehret in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teile ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so daß nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teile schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewußtsein wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen die Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein, bald verdorren und ersterben würde.

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