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Winke für Dienstmädchen

Empfangen durch G. Mayerhofer, am 22. Juni 1870

Du möchtest auch einige Worte für deine G.-Schwester Marie, damit auch sie einigen Trost bekomme. So sage ihr: – denn Ich kenne ihr Herz – sie solle nur Mich recht lieben, und alles, was sie tut, in ihrer untergeordneten Stellung aus Liebe zu Mir tun! dann wird sie bald den Segen verspüren, welcher aus dem Bewusstsein quillt, stets recht getan zu haben.
Sie solle auch in Meinen (neugegebenen) Büchern, worin Mein Wort geschrieben steht, in freien Stunden die Ruhe und den Frieden suchen, den ihr die Welt nicht geben kann, und sie wird dann schon die Wahrheit und das rechte Leben in Mir und durch Mich erkennen.
Sie trägt ja so den Namen Meiner Leibes-Mutter, sie solle also streben, ihr auch zu gleichen, sei es in der Demut, sei es in der Liebe zu Mir, und Ich könnte ihr kein schöneres Beispiel verzeichnen, als wie eben Meine Leibesgebärerin einst war und jetzt noch in der Geisterwelt ist.
Sie solle diesem Meinem Rate folgen, und, da sie schon in einem Hause ist, wo ich tagtäglich einzukehren pflege, so beachte sie besonders die Gefühle und die innere Stimme des Abends, wenn Meine anderen Kinder da versammelt sind, damit auch sie bald ein Glied „Meines neuen Bundes“ werde, den Ich unter den Besuchern ihrer Wohnung errichtet habe.
Alle seid ihr Meine Kinder, und wer Mich und Meine Lehre stets mehr begreift und darnach handelt, der wird auch Meinem Herzen stets näher treten können.
Dies lasse Ich ihr sagen, die Ich schon früher geführt habe, und als Ich sah, dass ihr Herz nach Mir sich sehnte, so führte Ich sie auch in dieses Haus, wo sie jetzt sich befindet; denn Ich wollte sie in Meiner Nähe haben. Mein Segen begleitete sie bis in diese Mauern, und nun, da sie weiß, wie sie diesen stets erhalten kann, so solle sie auch das Möglichste tun, desselben stets würdiger zu werden.
Amen!

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