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Ein Wort von der Wahrheit (Fingerzeige fürs Leben)

Empfangen durch F. H. K., am 6. Mai 1881

Es ist sonderbar bei euch Menschen, man kann euch sagen, was man als Bestes glaubt, dass es euch zur Hebung des Geistes diene, damit das geistige Leben in euch Platz greife, – allein ihr seid zu stark schon von der Welt gefangen genommen, um den Geist dann erkennen zu können, der euch nicht nur anweht, sondern schon sehr stark anbläst, damit er die möglichst starke Wirkung auf euch habe; und trotzdem sieht man noch keine Erfolge als Wirkungen vom Geiste, die er an euch gemacht. Ihr bleibt eben die Alten, und wollt euch nicht aus der angewohnten Trägheit heraus begeben, um tätig zu werden im Geiste der Liebe, welcher als das Leben – stets tätig wirken will, was aber eben der Trägheit, als eigentlicher Repräsentant des Todes, zuwider ist.
Machet nur so fort, und ihr werdet sodann in solcher Trägheit auch für ewig den Tod finden, indem ihr das Leben fliehet.
Wer von euch weiß es denn, wie lange er dieses gegenwärtige (Probe-)Leben (der Gnadenzeit) beibehält, um in selbem sich zu reinigen, und sich zu erheben zu Mir in seinem Geiste? –
Sehet, es ist jetzt die Zeit, wo es heißt: das Himmelreich muss mit Gewalt an sich gezogen werden, will man es wahrhaft erreichen.
Es ließe wohl sehr leicht das Himmelreich – besonders von euch – sich gewinnen, wenn es euch nur keine Anstrengung und Selbstaufopferung kosten würde, die ihr zwar in der Welt erzogen, daneben aber von Mir sehr viele Winke, Lehren und Gnaden schon empfangen habet, damit es euch einigermaßen erleichtert werde, das zu erreichen, was jeder Mensch erlangen soll.
Ihr wisset es doch schon, Wer Ich bin, und erkennet die unumstößliche Wahrheit (des Liebe-Gebotes). Warum aber lebet ihr nicht in dieser von euch erkannten Wahrheit? Warum zeiget ihr diese nicht zu entschuldigende Trägheit? Warum wollet ihr denn Gefangene des Bösen, Gefangene des Todes sein?!
O ihr leichtfertigen Menschen, denen die höchste Gnade zu teil wird, wann werdet ihr euch einmal ändern ohne Gericht, aus freier Selbsterkenntnis und freiem Willen?
Was soll Ich da zu jenen sagen, die von Mir noch nichts wissen? von jenen, die wohl vielleicht sogar hörten von einer Gottheit, sie aber nicht verstehen, noch fassen und erkennen mögen zufolge ihrer Blindheit? Wenn diese nicht handeln wie Menschen, sondern rein wie Tiere, solche Geister können von Mir nicht zu solch‘ einer großen Verantwortung gezogen werden als ihr, die ihr Mich erkannt habt, Meine Lehre anhöret, sie aber nicht befolgen wollet! –
Wisset ihr, was Großes euch widerfährt, von Mir Selbst belehrt zu werden?!
Wisset und fühlet ihr nicht in euch selbst, dass Ich euch ziehen will aus dem Schlamme der Welt (als dem Grabe des Geistes), um euch in höhere Gefilde des Lichtes zu bringen!
Warum ziehet ihr euch zurück von der Hand, die euch umfassen will? Warum dieser große Eigen- und Starrsinn? Wie lange wollt ihr noch trotzen dem lieben mit euch so viel Geduld habenden Vater?!
Kehret um und gebet Mir euer Herz ganz hin! Lasset es reinigen durch diejenigen Mittel, die Ich zur Reinigung für gut finde, damit dann jeder klar vernehme in sich die Stimme des Vaters, mit dem er sprechen wird, wann immer er es haben will.
Jeder von euch Menschen kann es dahin bringen – durch die Kraft des festen Willens, wenn er zuvor aus sich hinaus gebracht den Unflat der Welt, – Meine Vaterstimme genau zu hören, die ihn führen und leiten wird, dahin wohin zu kommen jedes Menschen Hauptsinn gerichtet sein soll!
Ich – in Jesu Christo – bin die Erbarmung, und helfe euch aus eurer geistigen Not, in die ihr durch euch selbst und die Welt gekommen seid; darum haltet euch in allem an die Liebe, damit ihr auferstehen möget vom Tode, oder von der euch in aller Gefangenschaft haltenden (Sinnen-)Welt. –
Haltet euch an Mich! Ich bin es, die ewige Liebe, „das Lamm“, welches gekommen – euch frei zu machen von dem Verderben der Sünde.
Kein Haar wird euch gekrümmt werden, wenn ihr reuig euch wendet zu Mir; was auch so viel besagt, als zu Meiner euch gegebenen Lehre, die nur der über und über großen Liebe entstiegen ist, um alles verloren Gegangene wieder zu gewinnen.
Mithin frage Ich: Wollet ihr gesund werden? – Keinen Sünder – sei er noch so groß – will Ich verstoßen, sobald er Reue in sich fühlt, und also der Wahrheit gemäß er- und bekennt seine Fehler.
Zaget nicht! Alle wie ihr seid,- leget ab die Fehler, die ihr habt, reuig zu mir kommend, auf das ich euch die Bürde abnehme!
Doch ihr Kinder dieser Erde, wahrlich, wahrlich sage Ich euch, ihr wisset nicht, was „Geist“ heißt, dieses kurze, einfache, aber doch gewichtigste Wort in Meiner ganzen Schöpfung, Geist, Partikel (ein Teilchen) aus Mir Selbst!
Würdet ihr dies wissen, Tränen der Reue möchten euch entströmen, und gewiss wäret ihr sodann geistigere Menschen.
Aber dieses ist es eben, was ihr nicht wisset, geistig zu denken und zu handeln, weil ihr viel zu viel im großen Ganzen in die Materie übergegangen seid. –
Wie wehe ist es Mir da, wenn Ich zusehen muss – wie verkehrt eure Handlungen als Menschen sind, und doch kann Ich Selbst als Schöpfer in diese eure unumschränkte Freiheit nicht eingreifen, weil ihr sonst dem Gerichte anheimfallen würdet.
Darum bessert euch doch! denn wehe euch, wenn ihr dem Zorne Gottes anheimfallet; dieser ist schrecklich, überschrecklich! ("Der Zorn Gottes bleibt über ihm." Johs. 3, 36. D. Hsg.)
So wisset ihr, wie es um die zwölfte Stunde nun mit euch steht, und könnt noch vieles gut machen in dieser kurzen Zeit, denn wenn diese kurze Zeit verstrichen, dann ist es schon zu spät, und lässt sich die verlorene Zeit nicht mehr zurück rufen.
Was wollt ihr wohl tun, wenn sie vorüber zog, und ihr sie nicht benützt habt?
Ihr könnet sie mit eurem Willen nicht mehr rückgängig machen, und müsset euch gefallen lassen – wie euch euer eigenes inneres Wort richten wird, – das Wort, welches „Wahrheit“ heißt, und dem zuwider ihr gehandelt habet. –
O Menschen, Menschen! Ich liebe euch, und möchte euch nicht dem Gerichte anheim fallen lassen, dessentwegen Ich zur Erde stieg, und das größte Opfer, welches einem Schöpfer möglich ist, vollbracht habe. –
Denket nach, und gehet einmal vollkommen und gründlich in euch ein, erforscht die Hauptneigung eueres Selbst, und kämpfet dagegen mit Mir, auf dass ihr erlöst werden könnt durch Mich vom Joche der Schwere, welches auf euch lastet und das ihr herumschleppt!
Was nützt euer Wollen, wenn es Dem nicht gewachsen ist, Der nicht will? – erkennt ihr nicht den Widersacher eurer (und Meiner) Sache? und wollt ihr bei eurem freisten Willen diesem ein steter Spielball bleiben? Hinweg mit solchen Schwächen! folget demjenigen Geiste, der euch gut will, und nicht haben will, dass ihr der Schwäche unterliegend, eurem Verderben entgegen geht.
Also bleibt in der Folge bei Mir vollkommen, und werdet nicht schwach, damit ihr nicht unterliegt, und es euch dann schwer wird, aufzustehen zum ewigen Leben.
Ich Jesus will es, dass ihr auferstehet aus eurem tiefen Schlafe, in dem ihr versunken liegt. – Erwacht aus demselben! werdet lebendig, d.h. tätig im Leben, welches zu euch gekommen ist, und euch erlöst hat von der angeerbten Trägheit des Geistes, der verschmachtet und gedrückt gar lange darnieder liegt. –
Wollet ihr nicht gesund werden? Nur die Wahrheit vermag dieses bei euch zu Stande zu bringen; also warum wollt ihr nicht bei ihr bleiben, und sie annehmen? Ich biete euch ja nur die reinste Wahrheit, warum befolgt ihr sie nicht?
Viele Worte verschiedener Art habe Ich euch gegeben, aber wenig Früchte bringen sie, – und warum bringen sie wenig Früchte, auch im besten Falle? Weil ihr die Wahrheit fliehet, ihr wollet sie (in euch) nicht hören, weil sie eurer Unwahrheit oder eurer Sünde wehe tut, aus dem Grunde, weil ihr nur höchst unvollkommen, unrein, voller Gebrechen seid.
Sehet, dieses ist der größte Fehler in euch, und der soll aus euch heraus kommen und Platz machen der Reinheit, und dieses Platz machen, ist aber auch mit Wehe und Schmerzen verbunden, reißt und zieht den Körper, weil die innewohnenden und schmutzigen schlechten Geister ihre Wohnstätte freiwillig nicht verlassen wollen, und bei ihnen Gewalt angewendet werden muss, daher auch der Schmerz entsteht.
Schmerz ist unfreiwillige Trennung von einem Körper, der mit Liebe angezogen wird, und mit einem festen Willen von dem getrennt wird, von welchem er sich angezogen fühlt. Indem ihr nun anzieht solche Körper oder Geister, die eurer Liebe entsprechen und mit ihr verwandt sind, so ist es natürlich nicht anders denkbar, wenn etwas anderes dazwischen kommt – als – es verursacht Schmerz; da dieser Wille ganz anderer Anziehung ist, als das vorhergehende.
Wenn Ich beispielsweise einen Menschen liebe, und dessen Liebe Mich ebenfalls – wird es Mich da nicht schmerzen, wenn inmitte dieser Liebe sich eine andere Liebe oder Anziehung hinein legt, in die bei Beiden gleich gesinnte Liebe? die da eine oder die andere Liebe in eine Richtung bringt, die den beiden gleichgesinnten Liebewillen nicht entspricht.
Der Liebe Gottes entspricht nicht die Liebe des Satans, sowie die Liebe des Satans derjenigen Gottes oder der Vaterliebe nicht entsprechen will, die Ich Jesus Selbst bin. –
So muss es sein, die Wahrheit muss beobachtet werden bis ins kleinste Detail; also muss auch die Liebe beobachtet werden und sich stets fest halten an dem, was ihr zusagt, in allen Dingen. Nun aber Ich so gewissermaßen alle Dinge repräsentiere, ist es da nicht unumgänglich notwendig, dass auch Alles befolgt wird, was der Repräsentant im Herzen des Menschen, im Gewissen in erster Reihe haben will? Wohl gibt es da auch eine zweite Reihe, die sich aber sonderheitlich groß von der ersten Reihe unterscheidet. Der Mensch, wenn er auch noch so schlecht und tief geistig herabgekommen, hat dennoch die guten Einflüsterungen in sich, aber nur überhört er sie, da das dort wuchernde Unkraut ihn, vermöge seiner Herabkommenheit in geistiger Beziehung, den reinen Ton oder Meine Stimme überhören machen will durch seine der Eigenliebe schmeichelnden sofortigen Beschönigungs­Einflüsterungen, wo sich die Worte wiederholen, die Ich einstens Meinen Jüngern gegeben, dass sie wachen und beten sollen, auf dass sie nicht in solcher Versuchung fallen, was so viel besagen will: sie sollen stets dem in erster Reihe (als Wahrheit) einflüsternden heiligen Geiste in ihrem Herzen volles Gehör schenken, auf dass sie von dem in zweiter Reihe (als Lüge) beeinflussenden Geiste nicht übertölpelt werden! –
Der Himmel und die Hölle haben Einfluss beim Menschen, und Ich lasse absichtlich der Hölle ihren freien Spielraum auch, damit Meine Kinder groß werden können – durch sie.
Also nur stets wachen Geistes bleiben! damit ihr die Wahrheit (als den Einfluss von Oben –) nie verlieret; denn sie ist es, die euch einstens richten wird, und zur Rechenschaft zieht eure Handlungen, so sie ihr zuwider gelaufen.
Menschen, handelt nur in der Wahrheit und bleibt bei ihr! auf dass ihr glücklich werdet, wenn ihr dieses Fleischleben abgeworfen und ein anderes antreten und fortsetzen werdet, im Reiche der Geister und der lauteren Wahrheit.
Amen! Amen! Amen!

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