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Ein heiliger väterlicher Rat

Empfangen durch Kath. Michel-M., am 8. Februar 1874

Du fragst Mich um „einen ganz gescheiten Rat“ in Hinsicht deines Bruders, (ein Expriester, welcher anfragte, wie er sich zu den "Altkatholiken" resp. gegen Reinkens zu verhalten habe?) für den Ich dir eine ganz bescheidene Antwort erteilen kann.
Sage dem guten Freunde und Kind des heiligsten liebevollsten Vaters in Jesus, dass er Diesen ganz in sein Herz fassen sollte, mit unerschütterlicher Liebe; dann, o dann wird es bald erhellt werden, was in ihm ganz dunkel zu sein scheint.
Ohne wahre Liebe und Vertrauen kann jedoch kein wahres Licht kommen; nur sage ihm, zu welchem Zwecke Ich euch Alle zusammengeführt habe; denn auch zu diesem ist der neue Bruder hieher verfolgt getrieben worden. Ohne Meinen guten Willen und Rat kann er auch nicht weiter kommen; daher ist Mein Rat, um den du Mich anflehst: dass er sich in Liebe, Glauben und Vertrauen stärken solle! dann wird er bald blitzen sehen, und die Helle, die ihm jetzt ganz dunkel scheint, wird sich ganz klar vor seinen Augen offen finden, zu seiner größten Zufriedenheit! Das sagt dir der Heiligste mit Seinem Segen an Seine liebe Herde.
Amen!

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