Unter dem griechischen Namen „Theosophie“ versteht man die Bezeichnung, „Gottesweisheit“, welche der Apostel Paul gebrauchte, um den geistigen Namen Christi als „Gottessohn“ richtig zu deuten, daher ist die Bezeichnung Theosophie soviel als Gotteswort und zugleich die tiefe und geistige, weil reine Lehre Christi und somit die höhere, daher geistigere und reinere Ausdeutung des Bibelwortes.
Man beachte aber gut, daß nur unter dem Namen „Christliche Theosophie“, welche Mein direktes Vaterwort führt, das heißt, wo Ich, Jesus Christus Selber Meine Kinder lehre, das wahre und reine Wort Gottes zu finden ist; während unter dem Namen indische Theosophie gegen Meine Lebens- und Leidensgeschichte gelogen wird und daher Ich entwürdigt und nicht als Gott, sondern bloß als ein erleuchteter Mensch oder christlicher Buddha hingestellt werde.
Die Theosophie, als die göttliche Lehre aus der Weisheit Gottes, hat die Aufgabe, die echte Lehre, wie Ich Jesus Selber sie gehehrt und durch Evangelisten habe auszugsweise aufschreiben lassen, zu verbreiten, weil das neue Testament nur ein Auszug der großen Lehre ist, die Ich in Meiner dreijährigen Lehramtszeit vortrug. – Sie strebt an, durch immer tiefere Beweisführungen in dieser Lehre mittels Meiner neutestamentlich fortlaufenden göttlichen Offenbarungen nachzuweisen, daß es einen Gott gibt, daß der Mensch eine Seele hat, daß diese Seele nach dem Leibestode fortlebt und es daher ein Geisterreich gibt. Somit handelt es sich um drei Hauptbeweise, gegen welche die heutige materialistische, Gott, Seele und das Fortleben nach dem Tode leugnende Welt mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln kämpft.
Die Theosophie ist somit die reine Geisteslehre Gottes und hat mit kirchlichen Zeremonien nichts zu tun, weil Ich, Christus, Selber lehrte: Gott ist ein Geist und wer Ihn anbeten will, soll Ihn im Geiste seiner Liebe im Herzen und in der Wahrheit durch die Ausübung der Werke der Nächstenliebe an Armen, Bedürftigen und Kranken anbeten, weil sie Gotteskinder und daher Brüder und Schwestern zu allen Menschen sind.
Sie hat somit das Ziel: Die Menschen zur wahren Erkenntnis Gottes zu leiten und sie in allem zu belehren, was gut, edel, geistig und göttlich ist, damit sie die Zeit ihrer Wanderung auf Erden, welche die Fleischprüfungsschule für Menschen ist, richtig anwenden und sich dadurch veredeln, vergeistigen und vergöttlichen, damit sie einst zu Mir, ihrem geistigen Vater im Himmel, gelangen können.
Der christliche Theosophist braucht nichts anderes, als die Bücher zu lesen, welche Ich, Jesus, Selber zu schreiben diktiere und verbreiten lasse; denn in diesen Büchern ist eben die Lehre enthalten, welche im tausendjährigen Reiche, das Ich damit angefangen habe aufzurichten, gang und gäbe wird.
Dogmen, die man philosophisch-religiöse Systeme oder Menschensatzungen nennt, gibt es daher in der christlichen Theosophie nicht, wohl aber die mögliche Erfüllung der zehn Gebote Gottes, als Inhalt der zwei Liebesgebote Jesu und das Leben und Handeln nach Meinen 7 Tugenden als Menschensohn, die Ich, Jesus, im christlich-theosophischen Gebetbuche erklärte.
In dieser hochgeistigen Lehre herrscht vollkommene Freiheit für den Menschen, weil jeder selber für sein Tun und Lassen vor Gott verantwortlich ist. Ich, Jesus, bin der Weg durch die Beispiele Meines Lebens; Ich bin die Wahrheit, weil das Urzentrallicht der Liebe und Weisheit Gottes, und Ich Selbst das ewige Leben, weil die geistige Liebe, welche das Leben des Himmels bildet.
Ich bin euer Vater, daher seid ihr Kinder Gottes und alle gleich vor Mir, und da ihr alle bloß einen geistigen Vater habet, daher seid ihr geistige Brüder und Schwestern untereinander. Die christliche Theosophie ist daher, weil aus Mir, Christus, Selbst stammend, das Licht der Welt, der göttlichen Liebes-Ideale. Denn die wahre Religion muß von Gott Selber gegeben und nicht ein menschliches Machwerk sein, dann führt sie auf dem kürzesten Weg direkt zu Gott, von wo ihr ausgegangen seid, und diesen Vorzug vor allen Religionen hat die christliche Theosophie.
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