431. – 28. Dezember 1884 Hinweis auf die Erfüllung der großen Verheißung
„Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf dass er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre Füße auf den Weg des Friedens.“ Luk. 1, 78. 79,
Liebe Kinder!
Diese Worte waren einst dem Zacharias ins Herz gelegt, nachdem derselbe seines Unglaubens wegen verstummt war, bis auf die Zeit, da Johannes sollte beschnitten werden. Es war dies ein großes Wunder zur selbigen Zeit, welches an diesem Hohepriester geschah; denn Ich wollte das Volk vorbereiten auf die nahe Zeit, in welcher demselben das wahre Heil vom Himmel angeboten wurde; darum er ihm verkünden musste: „die herzliche Barmherzigkeit unsres Gottes hat uns besucht,“ damit das wahre Licht die Menschen wieder erleuchten möge u.s.w.
Das Volk Israel war zur damaligen Zeit nicht allein äußerlich darauf aufmerksam gemacht, dass die Zeit der Verheißungen nun da sei, sondern auch die inneren Mahnstimmen ließen sich in vielen Herzen vernehmen; denn es war zugleich im Geisterreich eine große Erregung durch dieses große Ereignis Meiner Geburt ins Fleisch. Selbst die hohen urerschaffenen Engel konnten Meine Einhüllung ins Fleisch nicht begreifen, und so wirkten Himmel und Erde zusammen, also dass auch in vielen Gemütern eine bange Ahnung war, dass bald etwas geschehen müsse, um das jüdische Volk wieder geistig mehr zu erheben, denn die Zeremonien und strengen Menschensatzungen genügten manch verlangendem Herzen nicht mehr, weil dasselbe durch geistigen Einfluss mehr geweckt worden war.
Es wiederholten sich solche Zeiten im alten Bunde öfters, um das Volk wieder mehr in die göttliche Ordnung zurückzubringen, wie bei der Sündflut, bei Sodom und Gomora, bei der ägyptischen Knechtschaft und dem Auszug durch die Wüste nach Gana, später auch bei den Propheten und Königen; nur waren diese Mahnstimmen zugleich Bußpredigten durch Heimsuchungen; nun aber bei Meinem Erscheinen ging die größte Liebe voraus, wie denn auch Zacharias verkündete: „Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat besuchet und erlöset Sein Volk, und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Haufe Seines Dieners David u. s. w. Luk. 1, 68, 69. Ihr sehet, wie Ich schon damals Meinem Knechte Zacharias die Worte ins Herz gab, um sie dem Volke zu verkünden, auf dass es für Mein Kommen empfänglich gemacht werde und erkenne, welche Güter Ich austeile.
Leider aber waren es Wenige, welche Solches annahmen; über die Wenigen waren für Mich genug, Mein großes Werk auszuführen und Mein Friedensreich auf Erden zu gründen. – Nun ist abermals die Zeit der Heimsuchung gekommen, und Ich treffe bei Meinem Erscheinen abermals nur Wenige, die Mich in Meiner Liebe erkennen, aber wiederum will Ich durch die Wenigen Mein Eigentum segnen, und dasselbe groß und herrlich machen; wohl Denen welche es fassen, und darum Mir treu bleiben!
Amen. Euer Vater.
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