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22.- Ein Besuch des Bruders R. aus R.

22.- Ein Besuch des Bruders R. aus R.

Den 22. Januar 1883.

Meine lieben Kinder!

Fraget einander: Wer hat uns hier zusammengeführt? Muß nicht ein Jedes unter euch sagen: „Der himmlische Vater Selbst; denn obwohl wir den Wunsch hatten, als geistige Geschwister einander auch leidlich kennen zu lernen, so sahen wir es als eine Unmöglichkeit an, darin uns zufrieden zu stellen.“

Aber siehe, Ich als euer Vater habe es Selbst so angeordnet, daß alle Meine wahren Kinder schon hier sich einander näher rücken, und habe Wege nenug, dieses auszuführen; darum erkennet auch ihr Lieben Mein väterliches Walten darin und seid deshalb ruhig über eure Zukunft. Auch du, Mein lieber Sohn R., sollst hier gesegnet werden, und dein Wirken in uneigennütziger Liebe einsetzen; Ich habe dich deshalb aus deiner neuen Heimath abberufen, denn sie, ebenso gut hätte Ich dich dort beschützen und versorgen können, allein du sollst geistig mehr gesegnet werden. Obgleich dir diese Reise auch viele Beschwerden auferlegt, so soll sie dir doch eine Erholung sein; Ich weiß, du freust dich von Herzen, daß du erschauen darfst den Fortschritt, den die Ausbreitung der Schriften, welche du so sehr würdigst, macht; aber Ich verlasse Mich auch auf deine Vermittlung zwischen den Geschwistern in G. und denen hier; es sind alle Meine Kinder und stehen einander ganz nahe, nur braut es eine Zwischenvermittlung, die Ich dir übertrage, und dich dazu segnen will, denen du hast Vertrauen auf beiden Seiten erlangt, So ziehe mit dir, und ersetze die Opfer, die Ich dir auferlegte, und glaube nun sicher, daß du dich jetzt in deiner Vereinzelung nicht mehr zu beklagen hast, als ein unnütziges Steinchen am großen Tempelbau, sondern Ich, der große Baumeister, habe dich Selbst eingefügt. So betet fleißig miteinander, auch du, Meine liebe Tochter: „Komm o Jesu, komme bald“; betet auch für eure Geschwister, und bedenket, daß der Feind auf Solche besondere Anläufe macht, die ihre ganze Kraft für diese heilige Sache einzusetzen berufen sind. ich bin heute bei euch und halte Meine Vaterhand über euch, um einen Gedenkstein in euer Herz zu legen, an die Stunde, in welcher Ich euch um eure Beihilfe bitte, zur Beförderung Meines Friedensreichs. So gehet hin in Frieden, zerstreuet euch nicht viel durch äußerlichen Aufenthalt, sondern wendet eure Augen empor zu Mir, als eurem euch stets liebenden Vater Jesus! 

Amen!

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