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313.  Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr sehet

313.
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Zum 26. November 1882
Ich sage euch: "Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr sehet und haben es nicht gesehen und wünschten zu hören, was ihr höret und haben es nicht gehört…"
-Lukas 10, 21. 24-

 
Liebe Kinder!

So rufe Ich auch euch heute zu, die ihr berufen seid, immer aufs Neue wieder Meine Vaterworte zu vernehmen; denn viele wollen sehen und hören (das), was ihr inne werdet; aber es wird denselben so lange nicht zuteil, bis sie Inneres und Äußeres mehr unterscheiden, was ihnen dadurch möglich wird, wenn sie einen höheren Wert aufs Geistige legen, als aufs Äußere, wozu ja alles eingerichtet ist.
Sowohl in der Natur können sie die Vergänglichkeit alles Sichtbaren erschauen, als wie es auch durch Mein Bibelwort gelehrt wird, und der Mensch kann an sich selbst diese Erfahrungen machen bei allem, was er sich vornimmt und schafft, daß es der Unbeständigkeit unterworfen ist; denn nur das geistige Innewerden wächst stets fort, so es durch den Willen des Menschen gepflegt wird.
Diese Beobachtungen sollten doch die Menschen zu der Erkenntnis bringen, daß sie zu einem geistigen Streben berufen sind.
Wohl denen, die ihre Aufgabe richtig erfassen; denn solchen ist es vorbehalten, zu sehen und zu hören, was Propheten und Königen nicht zuteil ward; es ist das Schauen und Hören des Geistes, im Einverständnis mit Mir, als dem himmlischen Vater; ein Innewerden hoher Wonne beim Erringen solcher Eigenschaften, die den Meinen gleichen, als da sind: die Liebe, die Sanftmut und die Demut!
Es bleibt aber dann nicht allein bei einem Innewerden, sondern es wird ihnen auch von außen her mancher geistige Genuss zufließen; sie werden die Weisheit erhalten, aus allem das Geistige herauszuziehen, um dadurch für ihre geistige Ausbildung Gewinn zu machen.
Die Beeinflussung bei solchen Seelen ist eine leichtere und erquickendere und bei ihnen haben die Worte ihre volle Geltung:
"Wer da hat (Geistiges), der wird noch mehr bekommen; wer aber (solches) nicht hat, von dem wird auch das, was er hat, vollends genommen!"
Sie werden immer mehr eingeführt werden in das Geheimnis Meines Wesens, und es wird für Solche keine Gesetze und Gebote mehr geben, sondern nur Anordnungen der Liebe, durch welche sie stets mehr angeleitet werden, sich inniger mit Mir zu vereinen.
Darum, wer gewürdigt ist, mit Geistesaugen den Menschen erschauen zu dürfen, der wird auch bald Mich als Den erkennen, der Ich bin; denn niemand weiß, wer "der Sohn" (das Wort) sei, denn nur "der Vater" (die ewige Liebe) und der, dem es der Vater will offenbaren!
So ringet auch ihr darnach, euer Geistesauge zu üben, um in Allem was euch vorkommt, das Geistige heraus zu finden, und danach euer Handeln und Wandeln einzurichten; alsdann werdet ihr mit keinem noch so hoch und glücklich gepriesenen Weltmenschen mehr tauschen wollen. Amen!

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