114. – 25. Mai 1879 (Zum Himmelfahrtsfest) "Fürbitten"
Meine lieben Kinder!
Heute als am Gedächtnistage Meiner Himmelfahrt, wo Ich einst verheißen habe bei Denen zu sein, die Mich im Geist und in der Liebe und in der Wahrheit durch ihr Andenken an Mich verehren, will Ich euch noch besonders zurufen:
"Es ist nun die Zeit Meines Wiederkommens", also lasset das Oel in der Lampe nicht ausgehen, denn es ist Mitternacht, wo das Licht so nötig ist, damit ihr sehen könnet euren Weg und den Greuel der Verwüstung!
Dieses Licht bedarf aber des Oeles zu seinem Bestande, welches da ist die wahre Liebe gegen eure Mitmenschen; Mitleid, herzliches Erbarmen sollen euch bewegen, Mich als Helfer anzurufen, und wie könnte Ich da dann noch verziehen, indem Meine Liebe ja so gerne helfen möchte! Doch Meine ewige Ordnung verlangt, daß die Menschen in ihrem freien Willen nach Meiner Hilfe verlangen. (Da ist Evan Roberts in Wales ein gutes Beispiel)
"Sehet, darum ist das Fürbittgebet in jetziger Zeit so höchst nötig; es muß Meinem Kommen Bahn brechen."
Ebenso können auch Diejenigen, welche bei Mir sind als selige Geister , bloß da, wo Licht ist, erscheinen, d.h. also da, wo die Liebe die wahre Sphäre rein hergestellt hat!
Bedenket, daß es von großem Gewinn für euch ist, in deren Gemeinschaft versetzt zu sein.
Gleichwie ihr im Äußern eure Gesellschaft zuvor wählet, ob sie euch paßt, so ist es auch mit dem Annähern der Seligen; immer muß durch Meine Gnade Denselben der Zugang zuvor ermöglicht werden, ehe sie mit euch verkehren können; deshalb ihr ebenfalls auch ihnen Liebe entgegen bringen sollet durch herzliche Fürbitte, und so wird dann bei euch die Feier der Himmelfahrt zugleich wieder die Freude des Wiedersehens sein.
Bald, bald soll dieses ein Allgemeineres werden! Wohl Denen, die sich jetzt schon zum Empfang bereit halten durch die sehnsüchtige Bitte auch bei ihnen einzukehren! Amen!
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(Zum Himmelfahrtsfest) „Fürbitten“
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