195. – 26. September 1880 "Von der steten und wahren Wachsamkeit" Matth. 17, 14 – 16
Liebe Kinder!
In dieser Erzählung findet ihr, wie es Meinen Jüngern nicht gelang, den Kranken von seiner Besessenheit zu heilen, weil sie die wahre Stärke des Glaubens nicht hatten, die dazu gehört, in Fällen, wo die Vernunft nicht mehr mittun kann, im vollen Vertrauen auf Meine Hilfe die Heilung zu unternehmen.
Oft lege Ich deshalb Meinen Nachfolgern, welche sich stark in der Liebe und im Glauben zu Mir dünken, eine Probe auf, damit sie sehen, wie viel sie noch Meinem Petrus gleichen, der zu der Zeit, als er Mich seiner Treue versicherte, auch wirklich diese Treue in sich hatte, und dort sich nicht überschätzte; aber die stete Wachsamkeit ist eine große Aufgabe, und Ich muß in diesem Punkte bei einer jeden Seele Meine Gnade besonders walten lassen; darum auch immer wieder eine Entscheidung für den freien Willen den Menschen in den Weg kommt, woran sie den Grad ihrer Glaubensstärke (d.h. Schwäche) besser kennen lernen.
Meine Kinder! Alle Hindernisse, die zwischen Mich und euch treten wollen, sollet ihr beseitigen durch den Glauben, daß euch durch Mich Alles möglich ist – zu überwinden und zu tragen. Ich habe euch in Meiner Heiligen Schrift die Verheißung gegeben, daß Alles durch den Glauben geschehen kann, und daß auch der Satan weichen muß, und Ich bin wahrhaftig in Meiner Aussage.
Nun aber muß Ich hier euch näher erklären, daß sich`s bei solchem Glauben (jetzt) nicht darum handelt – Wunder zu tun, und von den Mitmenschen (darum) angestaunt zu werden, sondern vor Allem sich selbst von der Plage des Teufels zu befreien, welches die von ihm ausgehenden Leidenschaften sind, die euch verhindern, bei euren Mitmenschen die göttliche Liebe auszuüben.
Ihr seid meist sogleich verzagt, wenn ihr zurückgewiesen werdet, anstatt daß ihr im vollen starken Glauben die Sache Mir übergebet, als dem Vater, Der Liebe und Allmacht genug hat – das Unmögliche möglich zu machen.
Ich sage euch Matth. 17, 20: "Wahrlich so ihr Glauben habt" verlasset euch auf diese Meine Worte, wenn auch Berge gegen euch sich auftürmen und euch verhindern wollen den erwählten Weg, der zu Mir führt, fortzuwandeln; denn Meine Kraft, die seither unter den Meinen zu ihrem Heile gewirket hat, ist nicht alt geworden, sondern erweiset sich täglich neu an Allen, die da guten Willen haben mit Mir Meinem Reiche Bahn zu brechen, sowohl in ihrem eigenen Herzen, als bei ihren Nebenmenschen.
Darum rufe Ich euch heute zu, die ihr die Bitte heget zu euch zu kommen: "Wachet und betet!" denn ihr wisset nicht, wann Ich komme, ob am Abend oder um Mitternacht, auf daß Ich euch nicht kleingläubig, oder gar schlafend finde! Amen! Euer Vater in Jesu.
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„Von der steten und wahren Wachsamkeit“ Matth. 17, 14 – 16
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