„HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!“
Das war aus tiefstem Dank die Anbetung, eine Lichthingabe an den Höchsten, der Seine Wunderhilfe dargebracht. Doch war es auch der Notschrei einer Seele: O Gott, bitte, sei mir das, wie ich nun Dich angerufen habe! Ich weiß, Du bringst nicht dann erst Deine Gnadenhilfe; Du bist der nahe Gott. Deine heilsgewohnten väterlichen guten Hände sind ewig über allem Kindvolk ausgestreckt!
Dennoch war dabei die Bangnis, ob der Herr es sei: Fels, Burg, Heil, Erretter, Schild und Schutz. So wie einst jenem, der sich trotz aller Gnade ach wie oft verirrte, so geht es allgemein dem Gläubigen, der sagt: Alles bist Du mir, mein Herr, mein Gott, nagt da doch im tiefsten Inneren die Bangnis, ob sich Gottes Hilfe auch erfüllt. Aber glaubt: wo sich ein Herz dem Höchsten hin gegeben hat, wird die Sorge nicht zum Wurm, der den ganzen Glauben frißt. Wer auf Gott, den Allmächtigen traut, der hat für ewig ausgesorgt.
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