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Das große Jenseits / 05.b Enthüllung, Unterweisung und Erziehung der Seelen…

Jesus in der geistigen Welt: „Geister (Seelen Abgeschiedener), die auf den Höhen der Berge sich lagern, haben schon eine hellere Sehe und wissen, woran sie sind. Sie kommen daher scharenweise zu vielen Tausenden und bitten um eine baldige Verbesserung ihres Zustandes. Aber es ist noch in manchen eine tüchtige Portion Selbstsucht; daher darf man ihnen nur so viel tun, als es zu ihrem Heile unumgänglich nötig ist. Würde man ihnen zuviel tun, so würden sie übermütig. Aber wenn sie mehr in der Dürftigkeit gehalten werden, bleiben sie nüchtern und reifen der Vollendung schneller entgegen.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 260, 17]

An ihren Grabstätten haftende arme ‚Friedhofsseelen‘ werden als leichte Nebel sichtbar und streben, von Jesu Willensmacht gedrängt, in die Nähe des Herrn.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 10]

Arme Seelen, die zu Tausenden in Robert Blum‘s Sphäre untergebracht und durch Jesu Gnadenwalten von allerlei irdischen Übeln geheilt und neu bekleidet wurden, erhalten zu ihrer Stärkung Milch, Brot und Wein. Sie erfahren von einem Boten Jesu, daß der Herr Jesus sie bald besuchen werde und daß sie in Ihm mit ihren Augen zum ersten Male Gott, ihren Schöpfer und Vater, sehen und von Ihm selbst für ewig gesegnet werden sollen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 267, 3-5]

Jesus vergleicht das göttliche Gnadenwalten an einem großen Sünder mit einer gründlichen Uhrmacherarbeit und schließt mit den Worten, gerichtet an den einstigen Bischof Martin im Mittelreich: „Hast du alle deine Gebrechen erkannt, dann erst kann die Raspel, die Feile, die Zange und endlich auch eine Putz- und Polierbürste angelegt werden, um aus dir einen ganz neuen Menschen in der Ordnung Gottes zu gestalten!“

[BM. Kap. 21, 30-34]

Jesus enthüllt im Jenseits dem einstigen Bischof Martin nach dessen längerem heilsamen Alleinsein die Mängel und Schwächen seiner Seele, besonders seine Lieblosigkeit gegen Arme.

[BM. Kap. 13, 1-10]

Jesus: „Die Belehrung sehr schwacher oder zart empfindender Seelen darf auch im Jenseits nicht sofort durch zu machtvolle Geister in zwingender Weise geschehen.“

[BM, Kap. 36, 16-17]

Unlautere Seelen können sich im Jenseits nicht verstellen, von höheren Geistern werden sie sofort durchschaut.

[BM, Kap 62, 3]

Die nationale Eigenart verbleibt gutwilligen, geistig emporstrebenden Seelen auch im Jenseits Beispiel die Chinesin Chanchah.

[BM, Kap 100, 7-8]

Der Herr: „Sollte sich irgendwer an manchen Reden des einstigen Bischofs Martin stoßen, weil sie ihm doch zu irdisch, schmutzig und ungeistig klingen, dem sei gesagt: Des Menschen Seele ist Jenseits wie hier gleich in ihrer Trübsal; doch wenn sie geläutert wird von allen Schlacken, dann wird der Mensch auch reden wie ein reiner Geist.“

[BM. Kap. 205, 3]

Der Herr: „Ob ein Mensch auf der Welt Bettler oder Kaiser war, das ist im Geisterreiche vollkommen gleich. Die Mächtigen der Welt werden sich im Meere der Ewigkeit in ihrer Einbildung als das noch lange dünken, was sie auf der Welt waren. Der Kaiser wird sich dort noch als Kaiser dünken und der Bettler — mit dem Anspruch auf Vergeltung (Entschädigung) — als Bettler; aber dennoch werden dort in der großen Wirklichkeit beide miteinander ein gleiches Los teilen. Nur dürfte der Arme eher in die Gärung kommen und sein Wesen daher auch eher von der wahren Demut angefüllt werden als der Kaiser oder ein sonstiger Weltgroßer.“

[St.-z. Einltg. Abs. 5 und 7]

Der Herr rät einer einsamen, abgeschiedenen Seele: „Erwecke in dir recht lebendig das Gefühl der Liebe, des Mitleids, der Erbarmung und des Wohltuns, und es werden bald mehrere Seelen zu dir kommen, denen es jetzt noch so elend geht, wie es dir ergangen ist! Teile dann mit ihnen dein Lebensbrot und deinen Lebenswein, und sie werden bald deine glücklichen Nachbarn sein. Die aber von dir nichts annehmen wollen, die laß nach ihrem Willen weiterziehen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 175, 2]

Ein Engel: „Sehet in der Sphäre des Apostels Paulus die nahe zahllose Menge der glänzenden Tempel in den weiten Gebieten! Sie sind lauter Lehranstalten für allerlei Heiden, und viele Apostel und Jünger dieses Apostels Paulus sind ihre Lehrer.“

[GS. Bd. 1, Kap. 9, 14]

Ein himmlischer Geist zu Seelen, die eines irrigen Müßigkeitshimmels überdrüssig sind: „Dieser Himmel, den ihr hier sehet, ist nichts anderes als eine Erscheinlichkeit eures irrtümlichen Glaubens; die Dreieinigkeit, die ihr sehet, stellt den Höhepunkt eures Irrtums dar!“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 13]

Ein hoher, himmlischer Geist zu katholischen Seelen: „Wie habt ihr es je denken können, daß drei Götter am Ende doch ein Gott sein sollen?! Daß ein jeder dieser drei Götter etwas anderes verrichte, rund dennoch sollen die Drei vollkommen einer Weisheit und Natur sein? — Ferner: wie habt ihr euch können einen müßigen Gott vorstellen, der doch das allertätigste Wesen von Ewigkeit her war? Sehet, aus dem Grunde habt ihr euch dann auch ein müßiges ewiges Leben vorgestellt, ohne zu bedenken, daß das Leben eine Tatkraft ist, welche Gott aus Seiner ewigen Tatkraft heraus allen Seinen lebendigen Geschöpfen eingehaucht hat.“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 14]

Jesus zu einer bekennenden, hilfeflehenden Sünderin: „Ich bin zufrieden mit deiner Offenherzigkeit! Und Ich werde nun auch schauen, ob und wie dir zu helfen sein dürfte. Zugleich aber muß Ich dir ebenso offen bekennen, wie du Mir deine Hauptsünden offen bekannt hast, daß dich nur dein gutes Herz und deine dir unmöglich zuschulden kommende schlechte Erziehung vor der Hölle retten. Denn es steht geschrieben: Hurer und Ehebrecher werden in das Himmelreich nicht eingehen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 66, 9]

Ein zur Einsicht kommender reuiger Sünder im Jenseits: „Ich fange nun wohl zu glauben an, daß Jesus das allerhöchste, allmächtige Gottwesen ist; aber mit dem Wachstum dieses schönen Glaubens wächst auch die Furcht vor Ihm, dem Heiligsten! Wer wird mich von der großen Furcht befreien?!“ — Darauf der gereifte Robert Blum: „Freund, danke dem Herrn für diese Furcht! Denn in dieser Furcht hat der Herr Seine Hand an dein Herz gelegt und kräftig angefangen, dein sehr zerstreutes Geistesleben zu sammeln. Diese heilige Tätigkeit des Herrn in deinem Herzen drängt deinen Geist, daß er wach werde, und bewirkt in deiner Seele das leidige Gefühl der Furcht. Aber ermanne dich selbst und folge mir zum Herrn, da wirst du bald deiner guten Furcht ledig werden! Der Herr selbst, der dir diese heilige Furcht gibt, wird sie dir nehmen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 99, 5-6]

Eine im Licht gereifte Seele zu einer suchenden, noch blinden Schar: „Hier im jenseitigen Leben kommt es nur darauf an, ob das Herz (Gemüt) der Seele noch einer reineren Erkenntnis fähig ist. Wenn ja, so ist es gut für uns. Ist aber das Herz verdorben, so ist alles dahin! — — Aus der getreuen Beschreibung meines eigenen elenden Erdenlebens könnt ihr alle entnehmen, woher es kommt, daß ihr in geistiger Hinsicht noch völlig blind seid. — Wendet euch aber nun vollernstlich an den Herrn Jesus in euren Herzen und bittet Ihn allein um rechte Unterweisung, so wird euch Licht werden!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 109, 10]

Ein General schildert das traurige, als endlos langdauernd empfundene Erleben und den verzweifelten Zustand einer mit ihm kriegsgefallenen lichtlosen Schar im Jenseits. Er fordert seine Kameraden auf, den ihnen durch zwei Lichtboten verkündeten rettenden Glauben an die Gottheit Jesu, des Gekreuzigten, anzunehmen, und schließt mit den Worten: „Jesus Christus für unsere Herzen um jeden Preis! Hilft Der uns nicht, so sind wir verloren!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 8-10]

Der erleuchtete einstige Mönch Thomas im Jenseits zu einer Schar Kriegsgefallener: „Es steht geschrieben: Wer an den Sohn Gottes glaubt und nicht zweifelt, daß Er ist und gibt das ewige Leben, der wird selig werden! — Ihr aber glaubet es nun und werdet deshalb auch nur durch Seine Gnade selig! — Aber es geht euch noch etwas ab, und das ist die Liebe zu Jesus, dem Herrn. Öffnet Ihm euer Herz! Lasset es in aller Liebe zu Ihm erbrennen, und Er wird euch selbst — wahrlich — entgegenkommen, euch aufnehmen und weiterführen! Denn Seiner Güte, Liebe und Erbarmung hat es ewig kein Ende!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 13]

Der Apostel Paulus zu noch unerlösten österreichischen Kaisern im erscheinlichen, jenseitigen Wien: „Da der Herr selbst hier an meiner Herzseite persönlich wesenhaft gegenwärtig ist, so gehet hin vor Ihn! — Er allein kann und wird euch helfen! Wir andern haben keine Hilfe in unserer Macht, wohl aber die Eigenschaft, unsere blinden Brüder für die Hilfe aus Gott vorzubereiten!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 208, 6]

Der selige Geist Robert Blum erklärt einer noch unerlösten Schar im erscheinlichen, geistigen Wien: „Alle diese Seelen, die ihr hier erschaut, sind Erlöste dieser Stadt, in der manche, noch vom irdischen Wahn betört, schon einige Hunderte von Jahren traurig und elend zugebracht haben. Durch die alles durchleuchtende Kraft des göttlichen Wortes sind sie ihres Irrwahnes innegeworden, haben das wahre Licht des Lebens erkannt und sind dann freiwillig, durch ihre eigene Überzeugung gedrängt, Dem gefolgt, der allein ein Herr alles Lebens ist von Ewigkeit!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 235, 9]

Jesus im Jenseits zu einer Schar geistig blinder Prälaten, die Ihn aus ihrem vermeintlichen Herrschgebiet vertreiben wollen: „Ich bin Christus, der Herr! Bin gekommen, der argen Welt ein Gericht zu geben und Meinen getreuen Bekennern Meine Gnade, Vergebung ihrer Sünden und das ewige Leben. Wer Mich erkennt, annimmt und sich an Mir nicht ärgert, der soll nicht zugrunde gehen! Wer sich aber an Mir ärgert und nicht glaubt, daß Ich der Erste und Letzte, der Anfang und das Ende bin, der wird verlorengehen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 13]

Jesus im Geisterreich als unerkannter Bote zu einer Schar erwachender Seelen: „Seid voll guten Mutes; denn ihr habt den Weg zum Heil gefunden! Eure Gewänder sollen lichtblau und eure Herzen beständig werden in der Liebe zu Gott dem Herrn und zu euren Brüdern und Schwestern. Werdet frei in allem! Und tuet Gutes jedermann! Niemand sei euch zu gering, aber auch niemand zu groß! Denn im Gottesreich herrscht volle Gleichberechtigung aller Stände und Nationen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 275, 15]

Eine erwachte Seele im Jenseits zu dem noch erkenntnisschwachen einstigen Bischof Martin: „Wie kannst du sagen, du kennst den Herrn dieses Hauses nicht näher?! Bist du denn blind und hast noch nie beschaut Seine durchbohrten Hände und Füße, die wir doch alle auf den ersten Blick entdeckt haben?! Betrachte nur Seinen mildesten Ernst, Seine große Liebe und Weisheit und lege deine Hände auf Seine durchbohrte Seite gleich einem Thomas, und du wirst es noch klarer als wir ärmsten Teufel ersehen, Wer da hinter deinem Herrn und Meister steckt!“

[BM. Kap. 27, 13-14]

Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Was du hier siehst, und worüber du so staunst, ist nicht außerhalb von dir, sondern in dir selbst! Daß du es aber hier wie außer dir erblickst, das liegt an deiner geistigen Sehe, die Ähnlichkeit hat mit dem Schauen von Gegenden, die du im Traume wie außer dir sahst, während du sie eigentlich doch in dir selbst mit dem Auge der Seele beschautest. Nur mit dem Unterschied, daß hier in Meiner Nähe alles Geschaute Wirklichkeit ist, was sich dir im Traume zumeist als leere Seelenspiegelung darstellt.“

[BM. Kap. 42, 6]

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Mache endlich einen Bund mit dir selbst und laß dich nimmer gelüsten nach dem, was deines Geistes nicht würdig ist, so wird die Sehe deines Geistes immer heller werden! Wenn du aber das nicht vollernstlich tust, da wirst du aus deiner Torheit nimmer herauskommen, und der Herr wird dich, statt dich höher zu leiten, in den Mond der Erde geben auf tausend Jahre!“

[BM. Kap. 159, 8]

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „Du mußt es dahin bringen, daß dich die größten weiblichen Schönheiten nimmer überwinden können, weil du des Herrn bist und ewig sein willst; dann erst wirst du fähig sein, in den wahren Himmel aufgenommen zu werden, allwo Seligkeiten ohne Namen und Zahl deiner harren, von denen du jetzt noch keine Ahnung hast.“

[BM. Kap. 159, 11 und 12]

Ein Astronom zieht sich im Forschungsübereifer an seinem Teleskop eine tödliche Erkältung zu und gelangt in einer wegen der Vergänglichkeit der Menschen verzweifelten Gemütsverfassung ins Geisterreich. Hier darf er durch die Gnade des Herrn den gekreuzigten Heiland erschauen und sich entscheiden, ob er bei Jesus bleiben oder weiter die Sternenwelt erforschen will. Er entscheidet sich für das Letztere, darauf spricht zu ihm der Herr: „Es geschehe dir nach deiner Liebe! Aus diesen drei Engeln wähle dir einen, der dich führen und dir am Ende deiner Reise zeigen wird, wer dein vermeintlicher Jesus ist, den du nur als einen Menschen kennst, der gekreuzigt ward!“ Der Herr: Sehet nun wieder, wie dieser Astronom sein Wasser sucht und darin zu Mir schwimmen will, nicht beachtend, daß Ich schon bei ihm — und er bei Mir war!

[St.-Sz. 2. Expl., Abs. 1-42]

Ein Engel Gottes zu der soeben ins Jenseits getretenen Seele eines in der Welt hochberühmten Mannes: „Ich bin ein Bote Gottes, des Herrn Jesus Christus, bestimmt, dich zu führen — so du willst — des Herrn Wege; du aber bist nun körperlich gestorben für die äußere, materielle Welt und befindest dich in der Geisterwelt. Hier stehen dir zwei Wege offen: der Weg zum Herrn in den Himmel oder — der Weg zur Hölle! Es kommt nun ganz auf dich an, wie du wandeln wirst; denn siehe, hier bist du vollkommen frei und kannst tun, was du willst. Willst du dich leiten lassen von mir und mir folgen, so wirst du wohl tun; willst du aber lieber dich selbst bestimmen, so steht es dir auch frei. Aber das wisse, daß es hier nur einen Gott, einen Herrn und einen Richter gibt, und dieser ist Jesus, der in der Welt Gekreuzigte! An diesen allein halte dich, so wirst du zum wahren Lichte und Leben gelangen; alles andere aber wird sein Trug und Schein deiner eigenen Phantasie, in der du nun lebst, während du von mir dieses vernimmst!“ Dieser einstige Weltgroße lehnt die Belehrung des Engels ab, tritt bald darauf in seine naturmäßige Sphäre ein und kümmert sich fortan weder um den Himmel noch um die Hölle, am wenigsten um den Herrn.

[St.-Sz. 1. Expl., Abs. 14-16]

Jesus zu lehrenden Geistern im Jenseits: „Es soll von unserer Seite nie mangeln, allen Seelen nach ihrer Fassungskraft den rechten Weg zu zeigen und sie durch eine rechte Belehrung zum Guten hinzulenken. Wollen sie rechten Weges im Lichte wandeln, so wird es für sie gut sein; wollen sie aber das durchaus nicht, nun, so werde ihnen darob von uns aus keine Strafe zuteil, sondern das nur, was sie selbst wollen, und sie haben dadurch des Gerichtes und der Strafe in Überfülle! — Wollen sie sich aber mit der Zeit, durch ihre Leiden genötigt, auf den guten Weg begeben, so sollen ihnen nie hemmende Schranken in den Weg gelegt werden! — Sehet, das ist die wahre himmlische Ordnung der reinsten Liebe Meines Herzens!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 111, 6-7]

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